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Bericht: 1860 München reichte einen Insolvenzantrag ein

Veröffentlicht:

von ran.de

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Videoclip • 01:44 Min


Beim früheren Bundesligisten TSV 1860 München geht das Chaos weiter. Laut "Bild" hat der Traditionsklub am Montag einen Insolvenzantrag gestellt.

Die Zukunft des zuletzt in die viertklassige Regionalliga Bayern zwangsabgestiegenen TSV 1860 München ist weiterhin ungewiss.

Wie die "Bild" berichtet, soll der Traditionsklub aus Giesing am Dienstag beim Amtsgericht in München den Insolvenzantrag eingereicht haben.

Demnach war eine gütliche Einigung mit dem langjährigen Investor Hasan Ismaik offensichtlich nicht möglich. Für den Fortbestand der KGaA wurden dem Bericht nach rund 7,5 Millionen angesetzt.

Löwen haben wohl noch Transferschulden aus dem Jahr 2017

Der nächste Schritt wird dem Bericht nach nun sein, dass das Amtsgericht einen Insolvenzverwalter bestellen wird. Dessen höchstes Ziel sei es, dass der Klub weiterhin am Leben bleibt.

Eine erste Aufgabe des Insolvenzverwalters besteht darin, sich einen Überblick zu verschaffen, wie es um die finanzielle Lage des Klubs bestellt ist. Dabei geht es vor allem darum, herauszuarbeiten, welche Gläubiger noch gegenüber der Gesellschaft offene Ansprüche habe.

Dies sind neben den Dauerkarten-Inhabern auch andere Vereine, etwa Rosenborg Trondheim. Die Norweger sollen noch Geld aus dem Verkauf von Christian Gytkjaer aus dem Jahr 2017 bekommen.

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Investiert Ismaik doch noch mal Geld?

Demnach ist ein mögliches Szenario, dass der Insolvenzverwalter Mehrheitsgesellschafter Ismaik kontaktiert, um herauszufinden, ob der Investor gewillt ist, durch eine Geldeinlage die KGaA weiterhin zu unterstützen.

Bereitschaft, das zu tun, hat Ismail wohl schon zuletzt signalisiert, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen, die der Verein bislang nicht akzeptierte. Deshalb kam es zuletzt eben auch schon zum Zwangsabstieg aus der 3. Liga, weil es eben keine Einigung zwischen den Löwen und dem Investor gab.

Nun aber müsste sich Ismaik nicht mehr mit den Vereins-Verantwortlichen einigen, sondern mit dem Insolvenzverwalter. Dieser kann sich in seiner Funktion auch über Zustimmungspflichten hinwegsetzen. Gibt es eine Einigung zwischen Insolvenzverwalter und Investor Ismaik, könnte der Verwalter dem e.V. die Anweisung geben, der KGaA das Spielrecht zu übertragen. Damit wäre die KGaA gerettet und die Löwen könnten in der Saison 2025/26 wie geplant in der Regionalliga antreten.

Unklar ist hingegen, ob und wie Ismaik vorgehen wird, sollte es bei 1860 zur Gründung einer neuen Fußballgesellschaft kommen, die zuletzt auf der Mitgliederversammlung durch eine Dreiviertel-Mehrheit beschlossen wurde.

Sucht der Insolvenzverwalter neue Geldgeber?

Eine andere Möglichkeit wäre, dass der Insolvenzverwalter das Geld beim Verein einfordert. Zuletzt soll der e.V. Ismaik ein Angebot über fünf Millionen Euro für seine Anteile gemacht haben. Dieses Geld könnte nun Fortbestand der KGaA eingefordert werden. An der Anteilsverteilung würde dies zwar nichts ändern, dennoch fehlen bei diesem Szenario rund 2,5 Millionen Euro zum Fortbestand.

Der Insolvenzverwalter selbst kann ebenfalls Investoren suchen, könnte die aktuellen Gesellschafter dazu bringen, ihre Anteile zum Kauf zur Verfügung zu stellen. Scheitert jedoch eine Sanierung gänzlich, wird die KGaA liquidiert, also aufgelöst.

In diesem Fall bekämen die Angestellten drei Monate Insolvenzgeld, die Gläubiger würden bedient werden. In die Insolvenzmasse würden dann auch die bereits verkauften Dauerkarten fallen, die wohl an die Inhaber nur zu einem Bruchteil zurückerstattet würden.

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