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1860 München: Vertrag mit Investor Hasan Ismaik nach Zwangsabstieg gekündigt
Aktualisiert:
von ran.deran Fußball Bundesliga
Bayern-Fans spotten nach 1860-Absturz: "Karma"
Videoclip • 02:07 Min
Nach dem Zwangsabstieg in die Regionalliga Bayern hat der TSV 1860 München den Kooperationsvertrag mit Investor Hasan Ismaik gekündigt.
Beim TSV 1860 München geht es nach dem kürzlichen Zwangsabstieg in die Regionalliga Bayern Schlag auf Schlag.
Nachdem der Traditionsklub aus Giesing nun zum zweiten Mal in der Ära von Investor Hasan Ismaik den Gang in die Viertklassigkeit antreten muss, haben die "Löwen"-Bosse nun drastische Konsequenzen gezogen.
Der TSV hat den Kooperationsvertrag mit dem jordanischen Geldgeber nach 15 Jahren gekündigt.
Kooperationsvertrag mit sofortiger Wirkung gekündigt
Der Geschäftsmann hatte im Mai bereits zugesagte Darlehen noch gestrichen, wodurch das benötigte Geld für die Lizenz in der 3. Liga nicht aufgebracht werden konnte und der Verein zwangsabsteigen muss. Für die Lizenzerteilung hätte der TSV 2,7 Millionen Euro benötigt.
Wie die Vereinsbosse um Präsident Gernot Mang am Donnerstag bekanntgaben, hat der Klub den Vertrag mit Ismaik einseitig gekündigt. "Der TSV München von 1860 e.V. hat den am 30. Mai 2011 geschlossenen Kooperationsvertrag mit der HAM International Limited aus wichtigem Grund mit sofortiger Wirkung gekündigt", heißt es in der Mitteilung des Präsidiums.
Und weiter: "Mit Blick auf die Saison 2026/2027 ergreift der TSV 1860 München alle organisatorisch und formalrechtlich erforderlichen Maßnahmen. Dem TSV München von 1860 e.V. liegt bereits die Zulassung des Bayerischen Fußballverbandes für die Regionalliga Bayern vor."
Investor Ismaik verliert Spielrecht - bleibt Niederlechner?
Durch die einseitige Kündigung des Kooperationsvertrages verliert die ausgegliederte KGaA, an der Ismaik mit 60 Prozent Anteilen die Mehrheit besitzt, das sogenannte Spielrecht. Dies ist nötig, um Lizenzen zu beantragen. Entsprechend liegt das Spielrecht künftig wieder beim e.V., die "Löwen" werden in der Regionalliga voraussichtlich unter dem Namen TSV 1860 München e.V. antreten.
Trotz des Zwangsabstiegs gibt es wohl auch von Spielerseite durchaus positive Signale. Laut "Bild" bleibt Stürmer Florian Niederlechner anscheinend auch in der Regionalliga an Bord, zudem soll Ex-Kapitän Jesper Verlaat nun doch bleiben, nachdem er bereits verabschiedet worden war.
"Absoluter Wahnsinn": "Löwen"-Ikone Bierofka rechnet mit Verantwortlichen ab
Mit Daniel Bierofka zeigte sich eine Ikone von 1860 München geschockt von den jüngsten Entwicklungen, die im Zwangsabstieg gipfelten.
"Es ist eine Schande. Anders kann man es nicht beschreiben, was da passiert", sagte der Ex-Spieler und -Trainer der "Löwen" bei "BR24" und fand vor allem über die Bosse deutliche Worte: "Verantwortungslos, charakterlos - von allen Beteiligten. Da kann sich keiner rausnehmen."
Den früheren Fan-Liebling macht der Niedergang seines langjährigen Klubs nahezu sprachlos: "Mittlerweile gehen einem die Worte aus, was man da noch zu sagen soll. Absoluter Wahnsinn."
Bierofka hatte den TSV nach dem ersten Abstieg in die Regionalliga in der Saison 2017/18 gecoacht und sagt daher voraus: "Die Beteiligten werden erst, wenn es so weit ist, wenn wir in der Regionalliga spielen, realisieren, was das für den Verein bedeutet."
Nach dem ersten Abstieg in die Viertklassigkeit führte Bierofka den Klub direkt im ersten Jahr wieder zurück in die 3. Liga.
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