Regionalliga
Regionalliga-Reform ausgebremst: Verbände und Vereine müssen für das Kompass-Modell solidarisch sein - ein Kommentar
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Nach der gescheiterten Abstimmung über ein einheitliches Modell rückt die Regionalliga-Reform einmal mehr in weite Ferne. Gerade jetzt sollten die Vereine und Verbände zusammenhalten und nicht nur an ihre eigenen Bedürfnisse denken. Ein Kommentar.
Von Luis Woppmann
Seit Monaten gibt es Bemühungen um eine Reform der deutschen Regionalligen. Die Hauptaussage dabei: "Meister müssen aufsteigen!"
Doch trotz aller Bemühungen haben am Montag nicht alle Vereine mehrheitlich für ein Modell gestimmt.
Dadurch wird es mindestens bis zur Saison 2029/30 dauern, bis ein neues Modell eingeführt wird.
Gerade jetzt sollten die unterschiedlichen Verbände und Vereine zusammenhalten und ihre eigenen Interessen im Zweifelsfall zurückstellen, um ein faires System zu ermöglichen.
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Regionalliga-Reform: Kompass-Modell ist nicht perfekt
In der Grundaussage sind sich wohl alle Vereine aus der dritten bis fünften Liga, die bei der Abstimmung teilgenommen haben, einig: Wer seine Regionalliga gewinnt, sollte in die 3. Liga aufsteigen.
Über den Weg zu diesem Ziel herrscht hingegen weiterhin Uneinigkeit.
Nach mehreren Vorschlägen war es das Kompass-Modell, dass den meisten Anklang gefunden hat.
Und klar, das Modell ist keinesfalls perfekt für jeden Verein. Unter anderem könnten Derbys wegfallen, Vereine könnten nicht langfristig in einer Liga planen oder die Reisekosten schlagartig ansteigen.
Das alles sind berechtigte Bedenken, aber die Wahrheit ist: Ein perfektes System, dass alle Vereine zufriedenstellt, wird es nicht geben.
Regionalligen: Vereine müssen eigene Interessen zurückstecken
Das Kompass-Modell ist ein Kompromiss, das versucht, die meisten Bedenken zu berücksichtigen.
Eine bessere Idee scheint aktuell nicht in Aussicht zu sein, gerade deswegen sollten sich die Verantwortlichen nicht mehr länger mit der Frage beschäftigen müssen, ob sie es umsetzen, sondern wie.
Doch dafür brauchen sie die Mehrheit an Vereinen in ihren Verbänden hinter sich. Doch diese sträuben sich noch dagegen.
Weil sie hoffen, dass es doch noch ein System geben wird, dass für sie persönlich besser wird.
Doch je länger sie warten, desto unwahrscheinlicher wird es, dass es in naher Zukunft überhaupt noch zu einem Kompromiss kommt.
Die Vereine sind sich einig, dass das bestehende Modell ersetzt werden soll, aber nicht alle sind bereit, dafür Zugeständnisse zu machen.
Viele Klubs gehen davon aus, dass sie ohnehin nichts mit dem Aufstieg zu tun haben werden und sich das neue System für sie nicht lohnen würde.
Solange das der Zustand bleibt, kann es keine Lösung geben.
Regionalliga-Reform: Klubs müssen zusammenhalten
Die Verantwortlichen müssen akzeptieren, dass das neue Modell anfangs für Probleme sorgen könnte - für manche Vereine mehr als für andere.
Doch daran kann man arbeiten und Lösungen finden. Man muss es nur wollen.
Deswegen müssen alle Vereine - auch die ohne unmittelbare Aufstiegschance - zusammenhalten und sich voll auf die Umsetzung des Kompass-Modell konzentrieren.
Denn sonst stehen wir in einigen Jahren genau am gleichen Punkt, an dem wir jetzt gerade sind. Dabei bleibt das Ziel für alle: "Meister müssen aufsteigen" - das erreicht man nur mit Solidarität.
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