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Regionalliga Nordost: Rot-Weiß Erfurt verzichtet auf Auswärts-Kontingent bei Carl Zeiss Jena

Veröffentlicht:

von ran.de

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Videoclip • 01:40 Min


Das Thüringen-Derby in der Regionalliga Nordost zwischen Carl Zeiss Jena und Rot-Weiß Erfurt wird ohne Gästefans aus Erfurt stattfinden.

Für das anstehenden Thüringen-Derby in der Regionalliga Nordost zwischen Carl Zeiss Jena und Rot-Weiß Erfurt (16. Mai, ab 14:00 Uhr) haben die Gäste auf ihr Karten-Kontingent von 800 Stehplätzen für den Gästeblock verzichtet.

"Der FC Rot-Weiß Erfurt sieht in dem angebotenen Kontingent keine faire, angemessene und organisatorischverantwortbare Lösung für seine Anhängerinnen und Anhänger", hieß es in einem Statement des früheren Zweitligisten.

Da das Thüringen-Derby als Risikospiel eingestuft wurde, gilt demnach für diese Begegnung ein Dauerauflagenbescheid der Stadt Jena. Dieser Bescheid besagt, dass der Gästeblock für diese Risikospiele ausschließlich auf Stehplätze mit einer maximalen Kapazität von 800 Personen zu beschränken sei.

Erfurt hält Maßnahmen "für nicht angemessen"

Obwohl sich Rot-Weiß Erfurt für ein deutlich größeres Gäste-Kontingent einsetzt, lehnte Jena dies ab. "Die Stadt Jena hält an ihrem Auflagenbescheid fest und bewertet die getroffene Regelung weiterhin als verhältnismäßig", hieß es in Erfurts Stellungnahme dazu.

Allerdings stellte Erfurt auch sofort klar, dass " wir diese Einschätzung ausdrücklich nicht teilen - und haben dies in unserem Schreiben auch ausführlich begründet. Wir respektieren die Verantwortung der zuständigen Behörden für die Sicherheit rund um die Veranstaltung. Gleichwohl halten wir die konkrete Ausgestaltung der Maßnahme für nicht angemessen".

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Kontingent unter zehn Prozent der Stadionkapazität

Zum einen kritisiert Erfurt die geringe Anzahl an Karten für das Gäste-Kontingent. "Das zur Verfügung gestellte Kontingent liegt deutlich unter zehn Prozent der Gesamtkapazität. Dies stellt aus unserer Sicht keine faire oder angemessene Lösung dar, insbesondere vor dem Hintergrund der Vielzahl an Ticketanfragen unserer Anhängerinnen und Anhänger", erklärte der Regionalligist in seinem Statement vor dem Thüringenderby.

Durch die strikte Reglementierung der Gäste-Karten sah sich Erfurt auch Problemen unter der eigenen Anhängerschaft ausgesetzt: "Dieser Bescheid und die Reduzierung des Gästekontingents erschweren es uns zudem, den Ticketvorverkauf fair zu gestalten. Denn über 3.000 Mitglieder, über 2.000 Dauerkarteninhaber und unzählige weitere Fans des FC RWE übersteigen bei Weitem die zur Verfügung stehende Kapazität. Dadurch würden wir für noch mehr Missgunst und Enttäuschung bei denjenigen sorgen, die keine Karte erhalten können."

Kritik an Ausgestaltung des Sicherheitskonzepts

Zudem kritisierte Erfurt mit Blick auf das Auswärtsspiel in Jena das Fehlen eines "tragfähigen Sicherheitskonzepts".

"Zum anderen sehen wir das eigentliche Grundproblem nicht in der Anzahl der Gästefans, sondern in der Ausgestaltung und Wirksamkeit des Sicherheitskonzepts. Eine pauschale Reduzierung der Kapazitäten löst die zugrunde liegenden Herausforderungen nicht. Auch mögliche Sicherheitsbedenken außerhalb des Stadions lassen sich aus unserer Sicht nicht durch eine pauschale Begrenzung des Gästekontingents lösen.", erklärt Erfurt auf der Homepage und fordert: "Vielmehr bedarf es eines tragfähigen Gesamtkonzepts."

Dafür nennen die Erfurter sich selbst aus positives Beispiel: "In Erfurt ist es möglich, bei vergleichbaren Spielen rund 2.000 Gästefans zuzulassen. Dies gelingt durch eine enge und funktionierende Abstimmung zwischen allen beteiligten Behörden sowie durch ein Sicherheitskonzept, das in der Praxis greift und entsprechend umgesetzt wird."

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