Bundesliga
Bundesliga-Relegation: Paderborn selbstbewusst, aber mehr spricht für Wolfsburg
Veröffentlicht:
von Tobias Wiltschekran Fußball Bundesliga
Relegation: So reagiert Eriksen auf Hinspiel
Videoclip • 01:46 Min
Wer setzt sich im Relegations-Duell zur Bundesliga durch? ran hat in den Annalen der Relegation gestöbert und die auffälligsten Statistiken beider Teams verglichen.
Noch ist nichts entschieden in der Bundesliga-Relegation zwischen dem VfL Wolfsburg und dem SC Paderborn.
Nach dem Hinspiel in Wolfsburg, das 0:0 endete, hatte VfL-Trainer Dieter Hecking Paderborns Torwart Dennis Seimen übertriebenes Zeitspiel vorgeworfen.
"Der Torwart hat in der ersten Halbzeit so viel Zeit von der Uhr genommen“, beschwerte sich Hecking nach dem Spiel. "Das zog sich bis in die Endphase."
Was der Wölfe-Coach nicht erwähnte: Seimen zeigte auch starke Paraden und gilt damit auch für das Rückspiel als wichtiger Faktor für den SCP.
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SCP-Trainer Kettermann "sehr happy" mit dem 0:0
Dessen Trainer Ralf Kettermann gab sich nach dem Hinspiel "sehr happy, dass wir mit einem 0:0 nach Paderborn fahren".
Doch ist dieses Ergebnis wirklich ein Vorteil für den Zweitligisten? ran vergleicht die Ausgangspositionen beider Teams anhand von statistischen Daten und zeigt auf, was vor dem Rückspiel am Montag für wen spricht.
Das spricht für den VfL Wolfsburg
Nach einem 0:0 im Hinspiel haben bislang die Bundesligisten gewonnen
Erst zum dritten Mal gab es in der Bundesliga-Relegation im Hinspiel ein 0:0. Zuvor war das 2014 bei HSV gegen Greuther Fürth und 2020 bei Werder Bremen gegen Heidenheim der Fall. Damals gab es auch im Rückspiel jeweils ein Unentschieden (1:1 bzw. 2:2). Durch die damals noch geltende Auswärtstorregel hielten die Bundesligisten HSV und Bremen die Klasse.
Zweitligisten sind seit 16 Relegations-Heimspielen sieglos
Von den letzten 16 Relegations-Heimspielen hat der Zweitligist kein einziges gewonnen (fünf Remis, 11 Niederlagen), die letzten fünf gingen alle verloren. Der letzte Heimsieg gelang 2009 Nürnberg gegen Cottbus.
Wolfsburg hat bislang beide Auswärtsspiele in der Relegation gewonnen
Nachdem der VfL die ersten vier Relegations-Spiele 2017 (zweimal 1:0 gegen Eintracht Braunschweig) und 2018 (1:0 und 3:1 gegen Holstein Kiel) alle gewonnen hatte, musste sich das Hecking-Team im Hinspiel gegen Paderborn mit einem 0:0 zufriedengeben. Auswärts aber haben die Wölfe in der Relegation nach wie vor eine blütenweiße Weste.
Wolfsburg hat bislang alle vier "Endspiele" um den Klassenerhalt gewonnen
Im 29. Bundesliga-Jahr hat der VfL den Klassenerhalt zum fünften Mal vor dem letzten Saisonspiel noch nicht sicher. Die bisherigen vier "Endspiele" um den Bundesliga-Verbleib haben die Niedersachsen erfolgreich gestaltet: 2018 und 2017 gab es in den Relegations-Rückspielen in Kiel und Braunschweig 1:0-Siege, 2011 wurde am 34. Spieltag bei 1899 Hoffenheim 3:1 gewonnen und 2006 reichte im direkten Duell gegen den 1. FC Kaiserslautern ein 2:2.
Wolfsburg hat noch nie gegen Paderborn verloren
Die Wölfe haben weiterhin noch nie gegen den SC Paderborn verloren: In der Bundesliga (vier Spiele), dem DFB-Pokal und in der Relegation (je eines) gab es drei Unentschieden und drei Siege – die Remis jeweils zu Hause.
Wolfsburg ist auswärts besser als zu Hause
Dass Wolfsburg überhaupt noch auf die Bundesliga hoffen darf, haben die Wölfe ihrer Auswärtsbilanz zu verdanken: 19 der 29 Punkte und fünf der sieben Siege in der abgelaufenen Bundesliga-Saison holte der VfL in der Fremde.
Wolfsburg gilt als unabsteigbar
Nachdem es jetzt Heidenheim erwischt hat, sind nur noch sieben Mannschaften noch nie aus der Bundesliga abgestiegen: Bayern (seit 1965 in der Bundesliga), Leverkusen (1979), Wolfsburg (1997), Hoffenheim (2008), Augsburg (2011), Leipzig (2016) und Union Berlin (2019).
Christian Eriksen ist die Wolfsburger Versicherung
Pünktlich zum Saisonfinale ist der Däne Dreh- und Angelpunkt des Wolfsburger Spiels. Insgesamt gab Christian Eriksen in der abgelaufenen Bundesliga-Saison zwölf direkte Torvorlagen. Bei den letzten fünf Saisontoren des VfL war er immer als Vorbereiter beteiligt.
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Das spricht für den SC Paderborn
Torwart Dennis Seimen ist der verlässliche Rückhalt
Seimen war im Hinspiel der jüngste Spieler auf dem Platz (20 Jahre) und der beste: Der 20-jährige U21-Nationalspieler wurde von den Zuschauern mit 75 Prozent der Stimmen zum "Man of the Match" gewählt. Die Leihgabe des VfB Stuttgart parierte alle sechs Schüsse, die auf sein Tor kamen und überzeugte auch mit einer für einen Keeper guten Passquote von 79 Prozent. Die größte Wolfsburger Chance machte Seimen in der 32. Minute gegen Adam Daghim zunichte.
Paderborn ist schon einmal über die Relegation aufgestiegen
Der SCP nimmt zum ersten Mal an der "großen" Relegation teil. Trotzdem haben die Ostwestfalen schon einmal via Relegation einen Aufstieg geschafft, 2009 von der 3. Liga in die 2. Bundesliga. Damals gab es zwei 1:0-Siege gegen den VfL Osnabrück.
Paderborn hatte die beste Zweitliga-Ausbeute der Vereinsgeschichte
Mit 62 Punkten stellte der SCP seine beste Saisonbilanz in der 2. Bundesliga ein – so viele Zähler waren es auch 2013/14, damals reichte das zu Platz zwei und dem direkten Aufstieg.
Paderborn ist bei Standards im Vorteil
Paderborn erzielte 37 Prozent seiner Tore durch Standards. Die 22 Tore nach ruhenden Bällen wurden in der 2. Bundesliga nur von Arminia Bielefeld übertroffen (23). Wolfsburg dagegen kassierte 17 Gegentreffer nach Standards. Das waren die zweitmeisten in der Bundesliga nach Köln.
Wolfsburg verursacht sehr viele Elfmeter
Wolfsburg verursachte in der Bundesliga-Saison 2025/26 14 (!) Strafstöße – das hat in der Bundesliga-Geschichte seit 1963 nur Hannover 96 überboten (1985/86 mit 17).
Dieter Hecking stieg in der vergangenen Saison schon einmal ab
Wolfsburgs Coach stieg in der vergangenen Saison erstmals in seiner langen Trainer-Karriere aus der Bundesliga ab, mit dem VfL Bochum als Letzter. Zwei Abstiege in zwei Spieljahren in Folge erlebten in der Historie sechs Trainer. Paderborn will nun dafür sorgen, dass Hecking der siebte Trainer wird.
Fazit: Rein statistisch gesehen sprechen etwas mehr Punkte für den VfL Wolfsburg. Ob die Wölfe aber tatsächlich den ersten Abstieg ihrer Bundesliga-Geschichte verhindern werden, entscheidet sich am Montag.
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