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Fußball

DFB U21 - Finn Jeltsch: "Unser Anspruch ist es nicht, Zweiter in der Gruppe zu werden, sondern Erster"

Veröffentlicht:

von Christoph Gailer

RAN FUSSBALL: U21

U21: Absolute Vorfreude! Das erwartet Deutschland gegen Nordirland

Videoclip • 01:22 Min


Deutschlands U21 braucht in der EM-Qualifikation gegen Nordirland und Griechenland unbedingt Siege. Vor den wichtigen Partien sprach Verteidiger Finn Jeltsch mit ran.

Nach fünf Spielen der U21-EM-Qualifikation hat Deutschland noch Nachholbedarf.

Die Mannschaft von Bundestrainer Antonio di Salvo liegt mit zwölf Punkten drei Zähler hinter Tabellenführer Griechenland auf Platz 2.

Daher sind die nun anstehenden Partien gegen Nordirland (am 27. März ab 17:30 Uhr auf Joyn) und in Griechenland (am 31. März ab 17:30 Uhr auf Joyn) enorm wichtig, um sich die Tabellenführung zu erobern und damit die direkte EM-Qualifikation schaffen zu können.

"Es heißt auf jeden Fall alles geben und die Spiele müssen wir gewinnen. Gegen Griechenland haben wir letztes Mal gepatzt und deswegen heißt es eben jetzt gewinnen", gibt U21-Nationalspieler Finn Jeltsch im ran-Interview die Marschroute vor.

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Duell mit Griechenland schon im Kopf? Jeltsch: "Ich kann es komplett ausblenden"

Zunächst geht es aber am Freitag noch gegen Nordirland, das Hinspiel konnten die DFB-Talente im Herbst 2025 nur knapp mit 2:1 gewinnen. Ausschlaggebend waren dafür zwei späte Tore von Assan Ouedraogo (79.) und Dzenan Pejcinovic (83./Elfmeter).

Entsprechend sind Jeltsch und Co. nun vor dem Rückspiel am Freitag im Braunschweiger Eintracht-Stadion gewarnt. "Ich denke, Nordirland wird körperlich alles reinhauen, wird kompakt spielen, wird viel auf Standardsituationen gehen", sagte der 19-jährige Jeltsch, der das Hinspiel auf der Insel allerdings wegen einer Adduktorenverletzung verpasste.

Auch bei der 2:3-Heimpleite gegen Tabellenführer Griechenland fehlte Jeltsch. Wohl auch daher fällt es ihm nun leichter, sich zunächst voll auf das Nordirland-Spiel zu fokussieren, bevor das Topduell mit den Griechen wartet. "Ich kann es komplett ausblenden. Und ich glaube, für die meisten der anderen Jungs ist es ja auch schon länger her", erklärte das Stuttgarter Abwehrjuwel.

Dennoch richtet er perspektivisch für den weiteren Verlauf der EM-Quali schon mal eine deutliche Kampfansage an die Griechen: "Also ich glaube, unser Anspruch ist es eben nicht, Zweiter in der Gruppe zu werden, sondern Erster und das souverän. Und das wollen wir jetzt zeigen und auf den Platz bringen." Immerhin sind ja auch erst fünf der zehn Qualifikationsspiele vorüber - also noch genug Zeit für eine deutsche Aufholjagd in der Tabelle.

In der Offensive liegen die Hoffnungen der deutschen U21 gegen Nordirland und Griechenland vor allem auf Kölns Shootingstar Said El Mala - und der präsentiert sich zuletzt in guter Verfassung.

"Said hat sehr viel Spaß hier, wir lachen viel und das zeigt er auch auf dem Platz. Also ohne viel Gedanken, zielstrebig, hat gestern eine richtig geile Bude im Training gemacht", sagte Jeltsch: "Da machen wir uns keine Sorgen, dass er abliefert gegen Nordirland".

Jeltsch über mögliche WM-Teilnahme: "Natürlich könnte ich ..."

Sowohl bei der U21 als auch in weiterer Folge im Klub können und wollen sich sowohl El Mala als auch Jeltsch noch für einen möglicherweise Last-Minute-Platz im deutschen WM-Aufgebot empfehlen. Hätte Jeltsch aber im Sommer 2026 überhaupt noch Zeit oder schon Urlaub gebucht?

"Natürlich könnte ich, aber ja, also wird man dann sehen", sagt Jeltsch und gesteht: "Natürlich ist das ein Traum, aber ich versuche einfach, so viel wie möglich in meinem Verein zu spielen, so gut wie möglich zu spielen, konstante Leistungen zu bringen. Und dann werden wir sehen, ob es klappt".

Im VfB-Trikot sammelt der frühere Nürnberger jedenfalls durchaus Argumente, um vielleicht doch noch auf den WM-Zug aufzuspringen. Immerhin hat Jeltsch in der laufenden Saison für die Schwaben schon 33 Pflichtspiel-Einsätze bestritten.

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Im Training gegen Undav - Jeltsch: "Am Anfang hatte ich damit noch mehr Probleme"

Mit Deniz Undav ist einer von Jeltsch' VfB-Kollegen in Topform und daher auch bei der A-Nationalmannschaft mit dabei. Der 29-Jährige hat in der laufenden Saison bereits 23 Pflichtspiel-Treffer für die Schwaben erzielt und zudem 13 Tore vorbereitet.

Im Training bekommt es auch der frühere U17-Welt- und -Europameister Jeltsch immer wieder mit Undav zu tun. Wie verteidigt man so einen Klasse-Stürmer? "Manchmal so, manchmal so. Das ist natürlich ein super Fußballer, ein Instinkt-Fußballer. Wie er seinen Körper reinstellt, das ist manchmal schwer", erzählt Jeltsch von seinen Trainings-Erfahrungen gegen Undav, "am Anfang hatte ich damit noch mehr Probleme, als ich neu war. Und ich glaube, man sieht das auch in der Bundesliga, wie er das macht".

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