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Italien: Verbandspräsident Gabriele Gravina tritt nach verpasster WM-Qualifikation zurück - auch Buffon gibt auf
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von SID, ran.deran Fußball
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Der italienische Verbandspräsident Gabriele Gravina hat als Konsequenz auf die verpasste WM-Endrunde 2026 seinen Rücktritt erklärt. Auch Gianluigi Buffon gibt seinen Job auf.
Verbandspräsident Gabriele Gravina ist zwei Tage nach dem Scheitern der italienischen Nationalmannschaft in den WM-Playoffs zurückgetreten.
Diesen auch von der Politik geforderten Schritt verkündete der italienische Fußball-Verband FIGC am Donnerstag nach einer Sondersitzung seines Präsidiums
Am 22. Juni soll es auf einer außerordentlichen Verbandsversammlung Neuwahlen geben. Am Dienstag hatte Italien auch die dritte WM-Endrunde in Folge verpasst, der viermalige Weltmeister unterlag Bosnien-Herzegowina mit 1:4 im Elfmeterschießen.
Sportminister Abodi will Neuaufbau - auch Ikone Buffon tritt ab
Die Personalie Gravina war in Italien schnell zum Politikum geworden. Zunächst hatte die zweitstärkste Regierungspartei Lega den Rücktritt des 72-Jährigen gefordert, dann sprach sich der parteilose Sportminister Andrea Abodi für eine Demission des seit 2018 amtierenden Verbandschefs aus. Teile des Parlaments schlossen sich dieser Forderung an.
"Es ist offenkundig, dass der italienische Fußball neu aufgebaut werden muss. Dieser Prozess muss mit einer Erneuerung der Verbandsspitze beginnen", hatte Abodi gesagt.
Auf "X" verkündete zudem Ex-Nationaltorhüter Gianluigi Buffon, dass er seine Rolle als Teamkoordinator der italienischen Nationalmannschaft aufgibt. "Nachdem Präsident Gravina nun beschlossen hat, zurückzutreten, fühle ich mich frei, das zu tun, was ich für eine verantwortungsvolle Handlung halte, denn obwohl ich aufrichtig glaube, dass wir mit (Nationaltrainer) Rino Gattuso und all seinen Mitarbeitern in der sehr kurzen Zeit, die der Nationalmannschaft zur Verfügung stand, viel im Hinblick auf Teamgeist und Zusammenhalt aufgebaut haben, war das Hauptziel, Italien zurück zur Weltmeisterschaft zu bringen", schreibt der Weltmeister von 2006: "Und wir haben keinen Erfolg gehabt."
Zudem betonte er: "Die Nationalmannschaft zu vertreten, ist für mich eine Ehre und eine Leidenschaft, die mich seit meiner Kindheit in ihren Bann gezogen hat." Die ausführliche Nachricht endet mit dem Satz: "Ich trage alles in meinem Herzen, voller Dankbarkeit für das Privileg und die Lehre, die mir diese intensive Erfahrung, selbst in ihrem schmerzhaften Epilog, hinterlässt."
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