WM 2026
WM-Playoffs: Ex-Schalker Daniel Caligiuri im ran-Interview über Italiens drohende Blamage
Aktualisiert:
von Mike Stiefelhagenran Fußball
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Videoclip • 01:13 Min
Italien kämpft in den WM-Playoffs gegen den nächsten historischen Tiefpunkt. Ex-Profi Daniel Caligiuri spricht im ran-Interview über Nordirland, Trainer Gennaro Gattuso, die Krise der Squadra Azzurra und wieso er nie für Italien debütierte.
Das Interview führte Mike Stiefelhagen
Italien kämpft einmal mehr um die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft. Und der Druck auf die Squadra Azzurra könnte kaum größer sein.
Nach einer enttäuschenden Qualifikationsphase wartet in den WM-Playoffs mit Nordirland zunächst die erste Hürde, bei einem Weiterkommen würde ein weiteres Entscheidungsspiel folgen. Entweder gegen Wales oder gegen Bosnien und Herzegowina.
Die Fallhöhe ist enorm. Sollte Italien erneut scheitern, wäre es die dritte verpasste WM in Folge. Eine Entwicklung, die für den viermaligen Weltmeister und Europameister von 2021 kaum vorstellbar scheint, die aber längst Fragen nach den strukturellen Problemen des italienischen Fußballs aufwirft.
Im exklusiven ran-Interview spricht Ex-Profi Daniel Caligiuri, der selbst italienische Wurzeln hat und einst dicht vor einem Debüt für die Nationalmannschaft stand, über die Lage der Azzurri und den Trainer Gennaro Gattuso.
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WM-Playoffs: Italien gegen Nordirland unter Druck
ran: Herr Caligiuri, in den WM-Playoffs steht für Italien nun das erste von theoretisch zwei Entscheidungsspielen an. Zunächst geht es gegen Nordirland. Ein Pflichtsieg oder der nächste Gipfel einer historischen Blamage?
Daniel Caligiuri: Natürlich ist es ein Pflichtsieg, aber ich denke, die Vergangenheit mit den verpassten WM-Teilnahmen steckt noch in den Köpfen. Deswegen wird es keine leichte Aufgabe, weil es ein K.-o.-Spiel ist.
ran: Sollte Italien weiterkommen, würde im nächsten Entscheidungsspiel Wales oder Bosnien und Herzegowina warten. Gegen welchen dieser beiden Gegner würden Sie lieber antreten? Und warum?
Caligiuri: In solchen K.-o.-Spielen für die WM-Teilnahme muss man jeden Gegner schlagen. Deswegen ist es egal, gegen wen man spielt.
ran: Italien unterlag in seiner Qualifikationsgruppe klar gegen Norwegen. Die Leistungen enttäuschten mehrfach. Was fehlt dieser Mannschaft aktuell, wo liegt aus Ihrer Sicht das größte Problem?
Caligiuri: Das kann ich aus der Ferne auch nicht beurteilen. Aber ich denke, die hatten in der Vergangenheit einen großen Umbruch und die mussten sich erst mal finden.
Ex-Bundesliga-Profi Caligiuri erklärt fehlendes Italien-Debüt
ran: Sie haben selbst italienische Wurzeln und standen einst vor Ihrem Debüt für die Squadra Azzurra. Dazu kam es nie, obwohl ihre Leistungen stimmten. Woran ist es damals am Ende gescheitert? Bereuen Sie im Rückblick etwas?
Caligiuri: Das kann ich bis heute leider nicht sagen, woran es gelegen hat. Es war auf jeden Fall ein schönes Erlebnis. Im Nachhinein würde ich sagen, dass ich mich früher für eine Nation hätte entscheiden sollen, anstatt beide offen zu halten.
Serie A-Abstieg ein Faktor für schwächere Nationalmannschaft?
ran: Die Serie A wird weiterhin als eine der stärksten Ligen Europas wahrgenommen. Gleichzeitig gibt es aber auch Kritik. Stadien werden nicht immer voll, die Infrastruktur bröckelt und international schließt man immer schwächer ab. Wird die Liga inzwischen überschätzt? Hat eine möglicherweise fehlende Qualität auf Vereinsebene auch direkte Auswirkungen auf die Nationalmannschaft?
Caligiuri: Schwer zu sagen. Ich finde trotz allem die italienische Liga noch sehr, sehr gut. Auch wenn jetzt alle italienischen Teams in der Champions League nicht mehr dabei sind. Ich hoffe aber trotzdem, dass Italien bei der WM dabei ist.
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Italien: Wäre ein Ex-Schalker die bessere Wahl gewesen?
ran: Mit Trainer Gennaro Gattuso steht aktuell ein sehr emotionaler Trainer an der Seitenlinie, der ebenfalls in der Kritik steht und bei einem Scheitern wohl kaum zu halten wäre. Was halten Sie von ihm?
Caligiuri: Ich bin und war schon immer ein riesiger Gattuso-Fan. Seine aktive Zeit in Mailand an der Seite von Andrea Pirlo habe ich sehr genossen. Als Trainer hat er heute natürlich einen anderen Druck und braucht Ergebnisse.
ran: Ihr früherer S04-Coach Domenico Tedesco wurde zwischenzeitlich ebenfalls als möglicher Kandidat gehandelt. Italien lehnte ab. Tedesco übernahm dann Fenerbahce Istanbul. Dort hat er einen Punkteschnitt von 2,21 und verlor nur eines von 24 Spielen in der Liga. Fenerbahce mischt wieder in der Meisterschaft mit. Unter ihm wurden Sie auf Schalke eine Schlüsselfigur. Wäre er aus Ihrer Sicht vielleicht sogar die bessere Wahl gewesen? Was zeichnet ihn als Trainer besonders aus?
Caligiuri: Das kann ich jetzt nicht sagen, ob er besser passen würde. Aber Tedesco ist ein sehr, sehr guter Trainer, dem ich es auch zutrauen würde.






