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WM-Streit eskaliert! Gianni Infantino stellt Ultimatum - UEFA reagiert

Aktualisiert:

von ran.de/SID

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Trump will Infantino als neuen UN-Generalsekretär

Videoclip • 01:01 Min • Ab 12


Gianni Infantino will die WM und Klub-WM privatisieren. Der FIFA-Boss setzt die Fußballverbände diesbezüglich nun offenbar unter Druck.

Der Fußball-Weltverband FIFA plant den Verkauf von Minderheitsanteilen von 20 bis 30 Prozent an einem neuen kommerziellen Unternehmen, welches künftig die WM und Klub-WM kontrollieren und 20 Milliarden Dollar wert sein soll.

Laut Berichten von "Times", "Telegraph" und "Financial Times" sollen schon vorläufige Vereinbarungen über die Bedingungen eines Deals unterzeichnet worden sein, der einen Wert von umgerechnet mehr als 17 Milliarden Euro haben könnte. Es heißt, die Regierung von US-Präsident Donald Trump sei bezüglich des Plans bereits konsultiert worden.

Nach der Bestätigung der Privatisierungspläne durch die FIFA vermeldete zunächst "Sky News", dass FIFA-Boss Gianni Infantino den Fußballverbänden ein Ultimatum gestellt habe. Demnach haben diese offenbar bis zum 19. September Zeit, um zu entscheiden, ob sie die Pläne unterstützen.

Pikant: Sollte ihm die Mehrheit der Verbände zustimmen, werden die ablehnenden Verbände dem Bericht zufolge angeblich leer ausgehen und auf die versprochenen 40 Millionen US-Dollar verzichten müssen. Die Summe wurde dabei von Infantino wohl sogar noch einmal verdoppelt.

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FIFA-Ultimatum an Verbände: UEFA mit weiterem Statement

Nachdem über ein angebliches Ultimatum der FIFA an die Verbände berichtet wurde, setzte die UEFA ein Statement ab: "Wir haben heute erfahren, dass die FIFA den Verbänden eine Frist gesetzt hat, innerhalb derer sie ihre Vorschläge unterstützen müssen, andernfalls wird das Angebot einer einmaligen Auszahlung zurückgezogen. Das sagt bereits alles, was man über diesen Plan wissen muss."

Und weiter: Nach Gesprächen mit zahlreichen Akteuren aus dem gesamten Fußball weiß die UEFA jedoch, dass es erheblichen und wachsenden Widerstand gegen das Vorhaben der FIFA gibt. Die FIFA darf unseren Sport nicht weiterhin dazu nutzen, sich selbst und ihre Freunde zu bereichern. Wir können den Sport auf die richtige Weise weiterentwickeln. Es ist an der Zeit, Verbänden, Vereinen, Ligen, Spielern und Fans Vorrang einzuräumen."

FIFA will Fußball-WM verkaufen: UEFA äußert Kritik

Vorbehaltlich der Zustimmung durch den Kongress und das Council plant der Weltverband die Gründung der FIFA Forward Enterprise (FFE), einer Tochtergesellschaft, die alle kommerziellen Aktivitäten und Turnierorganisationen bündeln soll.

Demnach würde diese unter "alleiniger Kontrolle" der FIFA stehen. Und: "Langfristige Investoren sollen sorgfältig ausgewählt werden und Minderheitsbeteiligungen ohne Kontrollrechte an der FFE erwerben", hieß es im FIFA-Statement.

Die UEFA äußerte bereits Kritik daran und schrieb, dass damit eine Grenze überschritten werde, "die die führenden Institutionen des Fußballs niemals überschreiten dürfen. Die UEFA nimmt diese Angelegenheit äußerst ernst. Das sollten auch alle nationalen Fußballverbände tun."

Und weiter: "Die Seele und die Führung des Fußballs sind keine Vermögenswerte, mit denen gehandelt werden darf – insbesondere dann nicht, wenn völlig intransparent ist, wer finanziell davon profitiert. Keiner von uns besitzt den Fußball. Es ist nicht an der FIFA, ihn zu verkaufen." Ein namentlich nicht genannter Insider sprach in der "Times" gar davon, dass der FIFA-Plan einer "Atombombe" gleichkomme.

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WM-Verkauf: Welche Rolle spielt die Trump-Familie?

Unterstützung bekommt der Weltverband bei seinem Vorhaben von der Bank JPMorgan und Joshua Kushner, dem Gründer von Thrive Capital, einer Investmentfirma, die heute eine der bekanntesten Geldgeber der Tech-Branche ist.

Joshua ist der Bruder von Jared Kushner, der wiederum der Ehemann von Ivanka Trump ist und in der ersten Amtszeit von Donald Trump dessen Chefberater im Weißen Haus war. Joshua Kushner hat sich in der Vergangenheit jedoch eher von den Absichten der Trump-Familie distanziert und gilt eher als Anhänger der Demokraten.

Mit den zusätzlichen Einnahmen könnte Infantino seine Position als FIFA-Präsident weiter stärken. Schon die WM 2026 war finanziell ein riesiger Erfolg, der alle Erwartungen übertroffen hat. Infantino kann damit noch mehr Geld an die nationalen Verbände weiterleiten und sich so deren Gunst für die kommende Wahl im März 2027 sichern.

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FIFA: Gianni Infantino will seine Macht weiter stärken

Die immer stärker voranschreitende Kommerzialisierung der FIFA stößt derweil auf viel Kritik unter Fans, die den Preis dafür mit hohen Ticketkosten zahlen müssen.

Die FIFA sprach von einem laufenden "Konsultationsprozess" infolge eines Vorschlags, der darauf abziele, "das volle wirtschaftliche Potenzial der Übertragungsrechte und Sponsoringverträge über das gesamte Turnierportfolio im Männer-, Frauen- und Jugendfußball auszuschöpfen".

Die Mittel für die 211 Mitgliedsverbände würden sich durch den Verkauf laut FIFA mehr als verdoppeln. Von derzeit acht Millionen US-Dollar pro Vierjahres-Zyklus stiege der Betrag demnach zunächst auf 20 Millionen und bis 2038 auf bis zu 24 Millionen US-Dollar. Im Zuge des Ultimatums ist sogar von 40 Millionen die Rede.

Da ein Großteil der Einnahmen an die 211 Mitgliedsverbände geht, dient Infantino das Geld als Machtinstrument. Der FIFA-Chef will sich im kommenden Jahr bis 2031 im Amt bestätigen lassen.

Anders als der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sollen laut Guardian "mehr als 200" Verbände ein Unterstützerschreiben für die Wiederwahl des Schweizers bereits unterzeichnet haben. Der "Guardian" hatte zuletzt berichtet, dass die FIFA durch das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada rund 13,1 Milliarden Euro eingenommen haben soll.

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