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Weltmeisterschaft

WM 2026: Argentinien bevorzugt? Statistiken der Innenverteidiger nähren den Verdacht

Veröffentlicht:

von Tobias Wiltschek

ran Fußball

WM 2026: Fan-Prügelein bei England vs. Argentinien

Videoclip • 01:29 Min


Die Statistiken von Cristian Romero und Lisandro Martinez zeigen Auffälligkeiten, die eine brisante Vermutung nahelegen.

Wird Argentinien nun bei der WM bevorzugt behandelt oder nicht? Diese Debatte gehört zu den brisantesten im bisherigen Verlauf des Turniers und dürfte vor dem Halbfinale gegen England noch einmal neuen Schwung bekommen.

Das liegt auch daran, dass die beiden beinharten Innenverteidiger der Argentinier in der Premier League – also im Land des kommenden Gegners – spielen.

Cristian Romero kickt für Tottenham Hotspur, Lisandro Martinez für Manchester United. Für ihre Klubs sammelten beide Abwehrspieler in der Vergangenheit insgesamt schon zahlreiche Gelbe und Rote Karten.

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Romero wurde in der Premier League schon viermal vom Platz gestellt

Nach Berechnungen des Podcasts "50+2" hat Martinez in seiner bisherigen Historie bei United alle 336 Minuten, also weniger als jedes vierte Spiel, eine Karte gesehen. Romero bringt es für die Spurs demnach sogar auf eine Karte pro 257 Minuten, was nicht einmal die Distanz von drei Spielen entspricht. Vier der insgesamt 40 Karten bei Romero waren übrigens Gelb-Rot oder Rot.

Bei der Weltmeisterschaft aber steht nach fünf Spielen bei beiden noch eine Null, was Gelbe oder Rote Karten betrifft. Zufall?

Die Statistiken für sich alleine genommen lassen noch nicht darauf schließen, dass die beiden Abwehrspieler bevorzugt behandelt werden.

Es ist aber auch nicht so, dass sie nun plötzlich nur noch fair verteidigen würden. Beispiele für harte, taktische, aber auch eben clevere Fouls gibt es genug.

Ich will nicht glauben, dass Argentinien bewusst bevorzugt wird

Schiedsrichter-Experte Urs Meier

Urs Meier nach Viertelfinale fassungslos

Das jüngste Beispiel war das Viertelfinale gegen die Schweiz, das auch Urs Meier fassungslos zurückgelassen hat. Er wolle nicht in den Chor der Verschwörungstheoretiker einstimmen, betonte die Schiedsrichter-Legende im ran-Interview: "Ich will nicht glauben, dass Argentinien in meiner Welt des Schiedsrichterwesens, der Fairness und Ehrlichkeit bewusst bevorzugt wird."

Aber wenn man diese Szenen sehe, "kommt man schon auf den Gedanken, wieso es so für Argentinien läuft. Wenn man sich den Fall Embolo anschaut, ist das eine unstrittige Schwalbe. Aber es stellt sich die Frage, warum er das gemacht hat. Er wurde das ganze Spiel über gehalten und getreten. Jedes Mal kam wieder ein Ellbogen", so Meier.

Häufig waren es auch in diesem Spiel Romero und Martinez, die den Schweizer Stürmer Breel Embolo immer wieder mit kleinen und gröberen Fouls traktierten.

Romero kommt gegen Ägypten ohne Gelbe Karte davon

Belegt sind auch Vorkommnisse aus dem Achtelfinale gegen Ägypten, in dem sich vor allem Romero nicht über eine Gelbe Karte hätte beschweren können. Erst rammte er in der 21. Minute kurz nach dem verschossenen Elfmeter von Lionel Messi seinen Gegenspieler Emam Ashour mit einer Art Bodycheck zu Boden.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff senste er dann im Mittelfeld Superstar Mo Salah von den Beinen, indem er ihn am Fußgelenk getroffen hatte. In beiden Situationen entschied der Franzose Francois Letexier zwar auf Freistoß für Ägypten, die eigentlich fällige Gelbe Karte ließ er aber in der Brusttasche stecken.

Und so kommt es, dass die beiden argentinischen Haudegen auch vor dem Spiel gegen England noch immer ohne jede Gelbe Karte stehen.

Es erfordert nicht viel Fantasie sich auszumalen, dass Romero und Martinez auch gegen die Nationalelf ihrer Arbeitgeber das eine oder andere Mal im Fokus stehen werden. Man darf gespannt, wie viel Härte sie diesmal an den Tag legen und wie viel ihnen US-Schiedsrichter Ismail Elfath durchgehen lassen wird.

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