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WM 2026 - DFB-Team vs. Elfenbeinküste - Trotz Undav-Show und WM-Euphorie: Nagelsmann muss Lehren ziehen - ein Kommentar

Aktualisiert:

von Martin Volkmar

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WM 2026: Undav-Party und Schiri-Frust! Die Fan-Reaktionen im Netz

Videoclip • 03:07 Min


Trotz des umjubelten wie verdienten Erfolgs gegen die Elfenbeinküste sollte Julian Nagelsmann der Versuchung widerstehen, die Augen vor den offensichtlichen Defiziten zu verschließen. Ein Kommentar.

Nach diesem Spiel herrscht WM-Euphorie in Deutschland. Dafür sorgten die Dramaturgie des Last-Minute-Siegtreffers von Matchwinner Deniz Undav zum 2:1 gegen die Elfenbeinküste und die Fakten.

Denn erstmals seit dem Sommermärchen 2006 hat die DFB-Auswahl zwei Gruppenpartien in Folge bei einer Weltmeisterschaft gewonnen, was der Mannschaft wie damals einen erheblichen Schub geben wird.

Zudem steht die deutsche Nationalelf schon frühzeitig in der nächsten Runde mit besten Chancen auf den Gruppensieg, sodass es kein drittes Vorrunden-Aus in Folge geben wird.

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DFB-Team zeigt Widerstandsfähigkeit

Positiv war neben Super-Joker Undav, der mit dem Doppelpack seine herausragende DFB-Quote weiter ausbaute, sowie dem überragenden Felix Nmecha (beide ran-Note 1) vor allem die Widerstandsfähigkeit des Teams.

Trotz des Rückstands zur Pause, der Probleme in der Rückwärtsbewegung und der bis zu Undavs Einwechslung zu oft ideenlosen und ungefährlichen Offensive gab der viermalige Weltmeister nie auf und drehte die Begegnung noch.

Und dennoch sollte Julian Nagelsmann der nachvollziehbaren Versuchung widerstehen, nun intern alles schönzureden und die Augen vor den offensichtlichen Defiziten bis zum Ausgleich zu verschließen.

Dabei war die fehlende Durchschlagskraft im Angriff bis zu Undavs Einwechslung nicht mal das größte Problem. Vor allem defensiv lief die deutsche Mannschaft genau in die Falle, vor der lange vorher gewarnt worden war.

Obwohl klar war, dass die Elfenbeinküste auf den Außenpositionen ihre größten Stärken hat, sorgten Diomande und Amad fast bei jedem Gegenstoß für Gefahr.

Wie Nagelsmann die Abwehr verändern sollte

Was auch daran lag, dass Joshua Kimmich und auch Nathaniel Brown keine echten, defensivstarken Außenverteidiger sind. Das hätte schon am Samstag schiefgehen können, gegen Weltklasse-Stürmer wie Vinicius Junior oder Kylian Mbappe dürfte es nicht mehr gutgehen.

Nagelsmanns Problem ist, dass er aufgrund seiner Kaderzusammenstellung kaum echte Alternativen hat, rechts hinten gibt es gar keinen Backup. Trotzdem wäre es sinnvoller, mit einem gelernten Innenverteidiger die Abwehr zu stabilisieren.

Kimmich könnte dann auf der Position spielen, auf der er die komplette Saison auf höchstem Niveau beim FC Bayern überzeugt hat: im defensiven Mittelfeld neben Nmecha statt des schwachen Aleks Pavlovic.

Diese und weitere Umstellungen wären auch das richtige Signal des Bundestrainers, dass er seine Lehren zieht und die Auftritte seiner Nachrücker wie auch Nadiem Amiri sieht und belohnt.

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