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WM 2026: Die FIFA bremst mit den ständigen Unterbrechungen den Fußball aus - ein Kommentar

Aktualisiert:

von Raman Rooprail

ran Fußball

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Videoclip • 06:21 Min


Trinkpausen, VAR-Unterbrechungen und verspätete Anpfiffe: Die WM 2026 kommt früh aus dem Rhythmus. Schon nach dem ersten Turniertag entsteht bei vielen Fans der Eindruck, dass der Ball zu oft ruht. Damit schadet die FIFA dem Produkt Fußball. Ein Kommentar

Fußball, trinken, Werbung – und wieder von vorn.

Bei der WM 2026 bekommt man schnell das Gefühl: Wer hier 90 Minuten Fußball sehen will, braucht vor allem eine Menge Geduld.

Besonders die Trinkpausen sorgen für Diskussionen. Pro Halbzeit gibt es eine fest eingeplante Unterbrechung. Natürlich steht die Gesundheit der Spieler an erster Stelle. Bei extremer Hitze sind Trinkpausen nicht nur sinnvoll, sondern alternativlos.

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Spielfluss leidet

Doch am ersten WM-Tag drängte sich die Frage auf, ob die Voraussetzungen dafür tatsächlich gegeben waren. Wenn bereits bei Temperaturen deutlich unter der 30-Grad-Marke pausiert wird, wirkt das zumindest diskussionswürdig.

Das Problem ist dabei weniger die einzelne Trinkpause als die Summe der Unterbrechungen.

Schon vor dem Anpfiff wird die Geduld der Zuschauer häufig auf die Probe gestellt. Zwischen offizieller Anstoßzeit und dem ersten Ballkontakt verstreichen teilweise mehrere Minuten. Dazu kommen die fest eingeplanten Trinkpausen und die ohnehin regelmäßig auftretenden VAR-Checks, die Spiele immer wieder für längere Zeit unterbrechen können. So rollt der Ball selten länger als 20 Minuten am Stück.

Fußball verliert Dynamik

Jede einzelne Maßnahme mag für sich genommen begründbar sein. Zusammengenommen entsteht jedoch ein Problem: Der Spielfluss leidet.

Fußball lebt von Dynamik. Von Druckphasen. Von Mannschaften, die ihren Gegner minutenlang bearbeiten. Von Emotionen, die sich innerhalb weniger Augenblicke aufbauen. Genau diese Elemente verlieren an Wirkung, wenn Partien immer wieder zum Stillstand kommen.

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Andere Regelanpassungen fruchten

Dabei zeigt die FIFA an anderer Stelle durchaus, dass sinnvolle Regelanpassungen möglich sind. Die strengeren Vorgaben gegen Zeitspiel bei Einwürfen sind beispielsweise ein Schritt in die richtige Richtung. Solche Änderungen fördern den Fußball.

Die zahlreichen Unterbrechungen dagegen bewirken das Gegenteil.

Gerade bei einem Turnier in Nordamerika entsteht teilweise der Eindruck, als solle das Produkt Fußball noch stärker inszeniert werden. Mehr Show, mehr Ablauf, mehr Kontrolle. Doch die größte Stärke dieses Sports war immer seine Einfachheit. Der Ball rollt – und das Spiel entwickelt seine eigene Geschichte.

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Es wird zu wenig Fußball gespielt

Je häufiger dieser natürliche Fluss unterbrochen wird, desto mehr geht davon verloren.

Die FIFA wird argumentieren, dass alles dem Wohl der Spieler dient. Das ist grundsätzlich nachvollziehbar. Doch zwischen notwendigem Schutz und übertriebener Vorsicht gibt es einen Unterschied.

Nach den ersten Eindrücken dieser WM haben viele Fans genau das Gefühl: Es wird zu viel unterbrochen.

Und wenn die größte Kritik an einem Fußballturnier lautet, dass zu wenig Fußball gespielt wird, sollte das den Verantwortlichen zu denken geben.

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