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WM 2026 - Christoph Kramer fordert VAR-Revolution: Aus für Super-Slow-Motion
Aktualisiert:
von Franziska Wendlerran Fußball
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Drei Rote Karten sorgen im Eröffnungsspiel der WM für Aufsehen. TV-Experte Christoph Kramer fordert in der Folge eine VAR-Revolution.
Im Eröffnungsspiel der Fußball-WM ging es bunt zu. Gleich drei Rote Karten wurden von Referee Wilton Sampaio verteilt, zwei Südafrikaner und ein Mexikaner mussten den Platz vorzeitig verlassen.
Im Zuge der Rot-Flut zeigte sich TV-Experte und Ex-Profi Christoph Kramer im "ZDF" verärgert und forderte eine Revolution des VAR.
Stein des Anstoßes war die zweite Rote Karte in der 84. Minute, als der Südafrikaner Themba Zwane Gegenspieler Roberto Alvarado auf den Kopf schlug und vom Platz musste.
"Was ich immer schon sage: Also der größte Dorn im Auge ist mir beim VAR diese Super-Slow-Mo", begann sich Kramer zu echauffieren.
Die extrem langsame Super-Zeitlupe steht nicht nur den TV-Zuschauern, sondern selbstverständlich auch dem Video-Referee zur Verfügung. Bild für Bild können strittige Szenen damit bis in das kleinste Detail angesehen werden.
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Kramer über die Slow-Mo-Zeitlupe erbost
Zur Verdeutlichung seiner Kritik simulierte Kramer in der Folge einen vorgetäuschten Ellbogenschlag in Richtung Gesicht von Expertenkollege Per Mertesacker. Sein Kommentar dazu: "Also wenn ich jetzt bei Per so mache – spiel' das mal in Super-Slow-Mo ab."
Für den lachenden Mertesacker "passiert jetzt mal gar nichts", die Intention von Kramer wurde aber deutlich. "Genau, gar nichts, weil du ein Baum bist. Aber wenn du das in Super-Slow-Mo abspielst ... Es kommt immer darauf an, wie du fällst", fügte der einstige Mittelfeldspieler an.
Und weiter: "Ich habe zwei Jahre mit VAR gespielt. Wenn mich da einer nur berührt hat – ich habe Sanitäter kommen lassen! Ich bin so lange liegen geblieben, weil ich natürlich wusste: Der Schiedsrichter guckt es sich in Super-Slow-Mo aus ganz vielen Perspektiven an. Und wenn er mich trifft – und ich falle gut und ich mache so ein Gesicht – sieht es in der Super-Slow-Mo auch noch schlimmer aus."
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Kinhöfer stimmt Kramer zu
Für den Weltmeister von 2014 ist klar: "Dann findest du Elfmeter noch und nöcher, wo einfach in der Realgeschwindigkeit keiner ist. Und deswegen würde ich mich freuen, wenn man einfach nicht in Super-Slow-Mos oder in Zeitlupe etwas abspielt, sondern einfach immer nur Realgeschwindigkeit. Weil, da siehst du einfach, ist nichts."
Zustimmung bekam Kramer übrigens auch vom Schiedsrichter-Experten des Senders, Thorsten Kinhöfer.
"Man sieht, dass der mexikanische Spieler die Karte fast zieht. In Realgeschwindigkeit und ohne Schauspielkunst des Spielers wäre es nicht zu einer Roten Karte gekommen. Regeltechnisch dennoch vertretbar, weil man eine Schlagbewegung hat", erklärte der ehemalige Referee.
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