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WM 2026: Die Türkei ist bereits jetzt die größte Enttäuschung des Turniers! Ein Kommentar
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WM 2026: Türkei-Fans nach Aus frustriert: "Was für eine Schande"
Videoclip • 01:26 Min
Die Türkei ist bereits nach dem zweiten Gruppenspiel aus der WM 2026 ausgeschieden. Der Geheimfavorit ist damit jetzt schon die größte Enttäuschung des Turniers.
Von Kai Esser
64 Mal schoss die Türkei gegen Australien und Paraguay in Richtung des gegnerischen Tores.
Die Ausbeute? Null. Nada. Niente.
Kein einziger Treffer wollte den Türken gelingen. Ein 0:2 und ein 0:1 nun gegen Paraguay, als zweite Nation nach Haiti steht das Team von Trainer Vincenzo Montella als ausgeschiedenes Team fest. Aus dem Geheimfavoriten wurde der "Geh-Heim-Favorit."
Mit so viel Qualität weder einen Treffer zustande zu bringen und bei der XXL-WM, bei der doppelt so viele Teams weiterkommen wie Ausscheiden, so frühzeitig die Koffer zu packen, macht die Türkei ohne wenn und aber an Turniertag neun bereits zur absoluten Enttäuschung der Weltmeisterschaft.
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WM 2026: 64 Schüsse, null Präzision
Natürlich: Sowohl gegen Australien als auch gegen Paraguay waren sie das bessere Team. Sie bespielten den Gegner bis zum letzten Drittel gut, dominierten den Ballbesitz.
Und dann? Auf einmal Blockade. In den Füßen und im Kopf. Der Strafraum wirkte wie ein Sperrgebiet. Klar, mit insgesamt vier Aluminium-Treffern kann man auch von Pech sprechen, aber irgendwie wirkte es, als würde Entschlossenheit und auch Kreativität fehlten.
Was bei Spielern wie Arda Güler, Kenan Yildiz und Hakan Calhanoglu eigentlich absurd klingt, aber wahr ist. Real Madrid, Juventus Turin, Inter Mailand. Das sind Spieler, auch in der Nationalmannschaft schon ihre Qualitäten unter Beweis gestellt haben - aber nicht in den USA.
"Wir sind besser als die", rief Güler im Spielertunnel vor dem Australien-Spiel. Ein Schlachtruf eines Führungsspielers oder wurde der Gegner unterschätzt? Dieser Clip ist jedenfalls schlechter gealtert als Frischmilch.
Bereits vor dem Turnier gab es Kritik am Kader, ein echter Mittelstürmer würde fehlen. Trainer Montella hatte jedoch durch die Qualifikation genug Kredit. Der ist nun völlig verschwunden.
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WM 2026: Türkei blickt schon nach Großbritannien
Eine so stolze Fußballnation, die 24 Jahre gewartet hatte und nicht völlig zu Unrecht sehr selbstbewusst war, liegt am Boden - erneut am Boden.
War die Europameisterschaft in Deutschland vor zwei Jahren noch ein großer Erfolg mit dem Viertelfinale, in dem man knapp der Niederlande unterlag, wirft dieses Turnier den Verband wieder zurück.
Montella ist kaum mehr tragbar, sein Aus steht bevor. Und dann? Soll es wieder Fatih Terim machen? Er könnte die Spieler immerhin an der Ehre packen, schließlich ist niemand im türkischen Fußball so bewandert.
Fakt ist: Ab heute gilt der Blick der Türkei schon nach Großbritannien. Dort findet in weniger als zwei Jahren die Europameisterschaft statt. Da will die Türkei natürlich dabei sein und - ohne Frage - sie sind qualitativ eins der besten 24 Teams in Europa.
Bis dahin bleibt vor allem die bittere Erkenntnis dieser WM: Eine goldene Generation hat ihre erste WM in den Sand gesetzt. Nicht wegen fehlender Qualität, sondern aufgrund von fehlender Kaltschnäuzigkeit im letzten Moment. Selbst eine komplette zweite Halbzeit in Überzahl gegen ein dezimiertes Paraguay reichte nicht für den Ausgleich.
Das tut weh, das brennt sich ein. Und es wird die Marschroute der nächsten beiden Jahre bestimmen: Bei der EM 2028 darf so etwas nicht noch einmal passieren.
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