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WM 2026: Die versteckten Kosten für Fans explodieren
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von SID/ranran Fußball
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Videoclip • 01:18 Min
80 US-Dollar für die Bahn, 95 für einen Shuttlebus oder mindestens 220 für einen Parkplatz am Stadion: Sollte die deutsche Nationalmannschaft in der K.o.-Runde der Fußball-WM in Boston spielen, entwickelt sich die Anreise für die Fans zu einem teuren Vergnügen.
Neben den hohen Ticketpreisen des Weltverbandes FIFA sorgen zwei Monate vor dem Turnierstart vor allem die Transportkosten in einigen US-Städten für reichlich Unmut. Das Organisationskomitee in Boston gab am Dienstag bekannt, dass für die Anreise aus der Stadt zum rund 43 Kilometer entfernten WM-Stadion ein Shuttlebus eingesetzt werden soll. Pro Sitzplatz werden 95 US-Dollar für die Hin- und Rückfahrt berechnet.
Es gibt keine Ermäßigungen für Kinder, Menschen mit Behinderung oder Erwachsene ab 60 Jahren. Anfang des Monats hatte bereits der Betreiber des öffentlichen Personennahverkehrs in Boston und Umgebung mitgeteilt, dass der Fahrkartenpreis von 20 US-Dollar für NFL-Spiele der New England Patriots auf 80 US-Dollar bei der WM steigen werde.
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Und Boston ist damit nicht alleine. Auch die Kosten für das Zugticket von New York Pennsylvania Station zum MetLife Stadium wird sich während der WM fast verzehnfachen. Das DFB-Team spielt mindestens einmal im Finalstadion, in der Vorrundengruppe E geht es am 25. Juni gegen Ecuador. Normalerweise kostet eine Hin- und Rückfahrt 12,90 Dollar, im Sommer sollen sich die Preise auf über 100 Dollar erhöhen.
Wer also auf ein Bier im Stadion verzichten kann und schon über 21 Jahre ist, könnte auch einfach ein Auto mieten. Allerdings zahlen Fans in Kansas City für einen Parkplatz bei einem Spiel in der Gruppenphase mit 75 Dollar (ca. 65 Euro) noch am wenigsten.
In Arlington und Miami steigen die Preise für das Halbfinale bzw. Spiel um Platz drei auf 175 Dollar (151 Euro). Beide Stadien sind nicht gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Für das Finale in East Rutherford/New Jersey gibt es ebenso noch keine Preisinformationen wie für die Spiele in Kanada und Mexiko.
Preise in Amerika: Football Supporters Europe üben scharfe Kritik
Das einzige Ziel des Turniers scheine darin zu bestehen, "so viel Geld wie möglich von einem gefangenen Publikum zu erpressen", hatte Ronan Evain, Geschäftsführer der Fanorganisation Football Supporters Europe (FSE), kürzlich bereits kritisiert: "Fans zur Kasse zu bitten, dass sie sich für die sichere und umweltverträgliche Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel entscheiden, ist ein Hohn auf die Klimastrategie der FIFA und ihre Netto-Null-Verpflichtungen."
Bei der WM 2022 in Katar und der EM 2024 in Deutschland hatten Fans mit einem Spielticket kostenlosen Zugang zum öffentlichen Nahverkehr erhalten.
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