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Fußball-Weltmeisterschaft

WM 2026: Infantino und die FIFA erwägen anscheinend Forderung nach ICE-Stopp

Veröffentlicht:

von Anne Malin

ran Fußball

Was hat es mit dem Profilbild von Lamine Yamal auf sich?

Videoclip • 01:07 Min


Hohe Führungskräfte innerhalb der FIFA sollen zusammen mit Gianni Infantino in Erwägung ziehen, Donald Trump um ein komplettes Aussetzen der ICE-Razzien während der Weltmeisterschaft im Sommer zu bitten.

Die Diskussion rund um die Rolle der amerikanischen Polizei- und Zollbehörde bei der WM ist seit den großflächigen und teils gewaltvollen ICE-Razzien immer weiter hochgekocht. Laut Berichten von "The Athletic" soll die FIFA-Führungsetage nun in Betracht ziehen, Trump um ein Aussetzen der ICE-Tätigkeiten im Sommer zu bitten.

Laut Angaben der "Washington Post", die sich auf Daten von ICE selbst stützt, nahm das Immigration and Customs Enforcement in den sechs Wochen nach dem 24. Januar täglich etwa 1.000 Personen fest, von denen 42 Prozent nicht vorbestraft waren.

Gianni Infantino und Donald Trump: Best Friends?

FIFA-Präsident Gianni Infantino und US-Präsident Donald Trump scheinen im vergangenen Jahr eine enge Beziehung aufgebaut zu haben. Infantino war bei Trumps Amtseinführung anwesend, trat mehrmals im Oval Office in Erscheinung, nahm an Trumps Sitzungen des "Board of Peace" teil und veröffentlichte an diesem Wochenende auf Instagram ein Foto, auf dem er gemeinsam mit Trump bei einer UFC-Veranstaltung in Miami zu sehen ist.

Infantino hat zudem ein FIFA-Büro im Trump Tower in New York City eröffnet und Trump im Dezember den ersten "FIFA-Friedenspreis" verliehen, kurz nachdem Trump den Friedensnobelpreis nicht gewonnen hatte. Circa zwei Monate bevor die USA begannen, den Iran zu bombardieren.

Es ist also durchaus naheliegend, dass Infantino und Trump eine gute Beziehung zueinander haben. Vielleicht genau deswegen sollen einige Mitgliedsverbände der FIFA, insbesondere europäische Länder, den Weltverband hinter verschlossenen Türen über ihre Bedenken informiert haben. Besonders besorgt seien die Nationen wegen möglicher ICE-Aktivitäten während des Turniers.

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WM 2026: ICE im Einsatz

Seit seiner Wiederwahl in 2025 versucht Donald Trump, sein Wahlversprechen der Massenabschiebungen mit Hilfe von ICE durchzusetzen. Dies führte Anfang des Jahres zu tödlichen Zusammenstößen zwischen ICE-Beamten und Demonstranten, die sich nach der Tötung der US-Bürger Renee Good und Alex Pretti lautstark wehrten.

Der amtierende ICE-Direktor Todd Lyons erklärte zuvor, dass die Organisation eine "Schlüsselrolle" bei der Gewährleistung der Sicherheit während der Weltmeisterschaft spielen soll. Die Hauptaufgabe von ICE sollen Ermittlungen im Bereich der inneren Sicherheit sein. Doch Gewerkschaften und Mitglieder des US-Kongresses haben Bedenken geäußert, dass sich die Beteiligung der Behörde auf Razzien in der Nähe von WM-Veranstaltungsorten ausweiten könnte.

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FIFA: Sorgen wegen ICE-Gewalt

Laut "The Athletic" sollen einige hochrangige Führungskräfte innerhalb der FIFA aufgrund der Freundschaft von Infantino und Trump zur Annahme gekommen sein, dass der Italiener seine guten Beziehungen ins Weiße Haus als Druckmittel nutzen könne. So sollen wichtige politische Anpassungen umsetzbar werden. Laut vier Athletic-Insidern sollen die FIFA-Führungskräfte mit Infantino über die Möglichkeit gesprochen haben, Trump direkt zu bitten, die Präsenz der ICE während des Turniers zu reduzieren.

Es ist jedoch unklar, ob Trump bereit wäre, solch einer Bitte nachzukommen oder ob Infantino seine Beziehungen überhaupt spielen lassen will.

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