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WM 2026: Erst Präsidenten-Kritik für Südkorea-Nationaltrainer, dann sogar eine Morddrohung

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Videoclip • 01:29 Min


Der südkoreanische Staatspräsident hatte den Trainer und die Verbandsführung nach dem Vorrunden-Aus scharf kritisiert. Kurz darauf trat der Trainer zurück. Vor der Rückreise wurden die Sicherheitsmaßnahmen verschärft, weil es eine Morddrohung gegen den Coach gibt.

Erst entschuldigte sich der Staatspräsident bei seinen Landsleuten, dann trat der heftig kritisierte Nationaltrainer zurück: Das Vorrunden-Aus bei der Fußball-WM hat in Südkorea zu schnellen Konsequenzen geführt.

Zunächst schrieb Staatsoberhaupt Lee Jae Myung auf "X" von einer "großen Enttäuschung, die durch dieses inakzeptable Ergebnis verursacht wurde. Wir werden zügig daran gehen, die Sportverwaltung zu reformieren, damit sich so etwas niemals wieder ereignet".

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Wenig später warf Chefcoach Myung-bo Hong das Handtuch. "Ich entschuldige mich aufrichtig bei der koreanischen Öffentlichkeit, die unsere Mannschaft unterstützt hat. Heute trete ich von meinem Amt zurück", erklärte der 57-Jährige auf einer Pressekonferenz am Sonntag im mexikanischen Zapopan, wo die Südkoreaner ihr Trainingslager bezogen hatten.

Hong hatte vor allem wegen seines Verzichts auf Stürmerstar Heung-Min Son in der Startelf bei der unerwarteten 0:1-Pleite gegen Südafrika für Unmut gesorgt. Nach knapp zwei Jahren an der Seitenlinie Südkoreas endet nun seine Amtszeit.

Präsident kritisierte Trainer und Führung

Lee hatte den Trainer und die sportliche Führung als Schuldige ausgemacht. "Wenn Loyalität und Fraktionismus höher bewertet werden als Kompetenz und inkompetente Personen in Führungspositionen berufen werden, ist das Ergebnis so gut wie vorprogrammiert", schrieb er.

Südkoreas dritter Platz nach nur einem Sieg (2:1 gegen Tschechien) sowie einem weiteren 0:1 gegen Mexiko reichte nicht zum Einzug ins Sechzehntelfinale. Im Turnierverlauf hatte ein Streit zwischen dem Team und den Medien die Atmosphäre beim WM-Halbfinalisten von 2002 nachhaltig eingetrübt.

Der Frust in der Heimat schlägt teilweise in Hass um. Die Polizei hat die Sicherheitsvorkehrungen für die Rückkehr der Nationalmannschaft am Flughafen Incheon bereits verschärft. Hintergrund ist die anhaltende Wut vieler Fans auf den inzwischen zurückgetretenen Trainer Hong Myung-bo. In einem südkoreanischen Online-Forum hatte ein anonymer Nutzer sogar angekündigt, Hong bei seiner Ankunft am Flughafen töten zu wollen.

Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtet, werden deshalb am Dienstag zusätzlich 160 Polizeibeamte am Flughafen Incheon im Einsatz sein. Darüber hinaus stellt der Flughafenbetreiber ein 25-köpfiges Sicherheitsteam bereit.

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