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WM 2026 - Gerald Asamoah springt Ex-DFB-Star zur Seite: "Schweinsteiger ist kein Rassist"
Aktualisiert:
von SIDran Fußball
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Videoclip • 01:31 Min
Gerald Asamoah verteidigt Bastian Schweinsteiger gegen Rassismus-Vorwürfe. Allerdings beklagt der Ex-Nationalspieler tief verankerte stereotypische Muster.
Der frühere deutsche Nationalspieler Gerald Asamoah wünscht sich in der Debatte um die Beurteilung des afrikanischen Fußballs mehr Sensibilität und Differenzierung.
Mit der weit verbreiteten These, dass "Spieler aus Afrika und allgemein schwarze Fußballer wild, taktisch und technisch schwach und nicht so spielintelligent wie Europäer (also Weiße), dafür körperlich stark, robust und athletisch und so weiter" seien, wäre "schnell ein ganzer Kontinent mit ein, zwei Sätzen beschrieben", schrieb der in Ghana geborene Asamoah bei LinkedIn.
"Ich habe das Gefühl, dass wir uns oft mehr damit beschäftigen, ob jetzt jemand ein Rassist ist oder nicht. Ich würde mir aber wünschen, dass wir uns eher darum kümmern, diese Denkmuster ernsthaft zu hinterfragen", fügte der frühere Schalker hinzu.
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Asamoah schützt Schweinsteiger - und beklagt Stereotypen
Die Debatte ist nicht neu, der frühere Weltmeister Bastian Schweinsteiger hatte sie mit seiner Analyse des zweiten deutschen WM-Vorrundengegners Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) erneut ins Rollen gebracht. Als "ein bisschen unorthodox", "ein bisschen wild" und "vielleicht auch manchmal nicht ganz so von der Taktik geprägt", hatte er den afrikanischen Fußball bezeichnet.
"Ich kenne Basti seit Jahren sehr gut und bin mir ganz sicher: Er ist kein Rassist. Das ist für mich aber auch gar nicht der Punkt, und ihn jetzt öffentlich anzugehen, bringt die Debatte aus meiner Sicht nicht weiter", betonte Asamoah. Jemanden wegen womöglich unbedachter Aussagen in die Rassismusecke zu rücken, sei also deplatziert.
Afrika sei "einfach ein riesiger Erdteil mit so vielen unterschiedlichen Sprachen, Völkern und Kulturen", daher gebe es auch nicht den einen afrikanischen Spielstil. "Eigentlich ist das alles auch erforscht und erwiesen. Aber solche Ansichten halten sich bis heute. Nicht aus bösem Willen", schrieb der 47-Jährige: "Sondern weil diese Stereotypen ganz tief gesellschaftlich verankert sind und wie selbstverständlich weitergegeben werden."
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WM 2026: Asamoah hofft auf fundiertere Analysen des afrikanischen Fußballs
Es sei nötig, diese Denkmuster zu hinterfragen und aufzubrechen. Denn dieser allzu lasche Umgang führe zu "nicht-so-gemeinten, aber eben am Ende trotzdem auch rassistischen Aussagen". Asamoah betonte, er sehe es als möglichen Ansatz, "sich bei dieser Weltmeisterschaft detaillierter und interessierter mit den einzelnen afrikanischen Mannschaften und Ländern zu beschäftigen", sodass tatsächlich eine fundierte Analyse entstehe.
So wie es etwa in Europa der Fall ist. Dort ist bekannt, dass spanischer Fußball anders als schottischer oder deutscher ist. Dies auch für die afrikanischen Länder zu praktizieren, "wäre ein echter Gamechanger".
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