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WM 2026 - Ex-USA-Coach Jesse Marsch: "Mussten Spieler regelrecht anflehen, die Nationalhymne zu singen"

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von ran.de

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Videoclip • 02:08 Min


Das Singen der Nationalhymne ist rund um die US-Nationalmannschaft aktuell ein wichtiges Thema. Ex-Co-Trainer Jesse Marsch gab nun interessante Einblicke.

Der ehemalige Co-Trainer der US-amerikanischen Nationalmannschaft, Jesse Marsch, hat verraten, dass er die amerikanischen Spieler manchmal "anflehen" musste, die Nationalhymne zu singen.

Das erklärte der 52-Jährige, der mittlerweile Cheftrainer Kanadas ist, auf einer Pressekonferenz im Vorfeld des WM-Auftaktspiels seiner Mannschaft gegen Bosnien und Herzegowina.

Marsch über kanadische Nationalmannschaft: "Sie sind stolz darauf, hier zu sein"

Dabei zieht er einen Vergleich zur kanadischen Nationalmannschaft: "Jeder einzelne dieser Jungs ist durch und durch Kanadier", sagte er.

"Und der Stolz, den sie empfinden, wenn sie das Trikot überziehen, das Land vertreten und die Nationalhymne hören ... In den USA mussten wir die Spieler manchmal anflehen, die Nationalhymne zu singen. Diese Jungs (die kanadischen Spieler, Anm. d. Red) singen die Nationalhymne, sie schmettern sie aus voller Kehle, weil sie dem Land zeigen wollen, wie stolz sie darauf sind, hier zu sein, Kanadier zu sein und zu repräsentieren, wofür Kanada steht."

Marsch, der später unter anderem RB Leipzig und Leeds United trainierte, war zwischen 2010 und 2011 unter Bob Bradley Co-Trainer der US-Boys. Bei der WM 2010 erreichte das Team die K.-o.-Runde, schied dort allerdings bereits im Achtelfinale mit 1:2 nach Verlängerung gegen Ghana aus.

Kanada startet heute (ab 21:00 Uhr im Liveticker und Livestream) gegen Bosnien und Herzegowina in die WM-Gruppenphase. Die USA spielen gegen Paraguay (ab 3:00 Uhr im Liveticker).

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USA-Trainer Mauricio Pochettino will Nationalhymne ebenfalls nicht singen

Doch nicht nur damals war die Nationalhymne der USA ein Thema bei einer WM. Vor kurzem hatte Mauricio Pochettino, der aktuelle Trainer der Nationalmannschaft, angekündigt, dass er die Hymne nicht mitsingen werde.

Er erklärte: "Ich repräsentiere die USA nur durch den Sport. Dafür werde ich bezahlt. Die Hymne zum Beispiel - ich werde sie nicht mitsingen. Aber ich werde alles geben, um das Land würdig zu vertreten."

Innenpolitisch und international steht das WM-Gastgeberland wegen zahlreicher Skandale und Debatten unter Druck. Vor diesem möchte der 54-Jährige seine Mannschaft abschirmen: "Wir sind alle sensibel gegenüber Ungerechtigkeit in der Welt. Niemand will Gewalt, alle wollen, dass alle glücklich sind, genug zu essen haben. Aber unsere Aufgabe ist es, ein Team auf eine WM vorzubereiten."

Dabei hofft er darauf, bei dem Turnier "gute Emotionen" sowie "Zuneigung, Freude, Hoffnung, Liebe, Empathie" zu erzeugen.

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