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WM 2026 - Felix Nmecha: Glaube, Kontroversen und Homophobie-Vorwürfe beim BVB-Star
Aktualisiert:
von ran.deran Fußball
DFB-Team: Strahlender Nmecha schwärmt von Zusammenspiel mit Pavlovic
Videoclip • 01:46 Min
Felix Nmecha schoss das erste deutsche WM-Tor gegen Curacao und sorgte danach mit einem Gebetskreis auf dem Rasen für Schlagzeilen. Der BVB-Star ist tief gläubig, doch seine Auslegung war in der Vergangenheit mehr als einmal umstritten.
Es war die sechste Spielminute, als Felix Nmecha eine Ablage von Florian Wirtz mit der rechten Innenseite ins Netz jagte und Deutschland mit 1:0 in Führung brachte.
Sein Jubel: Er kniete nieder und legte imaginär eine Krone auf den Rasen. Eine religiöse Geste als Hommage an Jesus Christus als König.
Doch damit nicht genug. Nach dem 7:1-Auftaktsieg versammelte Nmecha Jonathan Tah und drei Spieler des unterlegenen Gegners Curacao um sich.
"Im Spiel waren wir Gegner, nach dem Spiel sind wir alle Christen und Brüder und haben zusammen ein kleines Gebet gesprochen", sagte er. "Wir glauben alle, dass Jesus durch das Spiel verherrlicht wird, deshalb sind wir da zusammengekommen."
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Felix Nmecha: Kontroverse um Vereinigung "Ballers in God"
Nmecha ist eins der Gesichter der Vereinigung "Ballers in God", gegründet vom ehemaligen englischen Profi John Bostock. Über 750.000 Menschen folgen der Gruppe auf Instagram, das Motto lautet: "Impacting the beautiful game for Jesus."
Mitglieder sind unter anderem Brasiliens Torwart Alisson Becker vom FC Liverpool sowie Nmechas BVB-Teamkollegen Julien Duranville und Carney Chukwuemeka.
Harmlose Glaubensgemeinschaft? Nicht ganz. Die Gruppe erklärt auf ihren Kanälen, wie man unchristliche Mitspieler gezielt missioniert - bevorzugt dann, wenn sie verletzt oder gestresst sind.
Kritiker sprechen von psychologisch-manipulativen, sektenähnlichen Strukturen. Dazu kommt: Gründer Bostocks Verbindungen zu Aktivisten der fundamentalistischen Awakening-Bewegung in Europa, die Homosexualität als krankhaft bezeichnet und Konversionstherapien anbietet, sind gut dokumentiert.
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DFB-Team: Homophobe Posts? "Gott liebt wirklich alle"
Nmechas Glaube hat ihn schon mehrfach in Erklärungsnot gebracht. 2023 teilte er Beiträge des US-Rechtsextremisten Matt Walsh, der sich offen gegen LGBTQ*-Rechte einsetzt. Darunter ein Post, der die Pride-Community mit dem Teufel verglich.
Nmecha distanzierte sich später: "Ich muss gestehen, dass ich mit der Mehrheit der Äußerungen von Walsh nicht einverstanden bin." Homophob oder transphob sei er "nicht mal annähernd. Gott liebt wirklich alle".
2025 geriet er erneut in die Schlagzeilen: Nach der Ermordung des Trump-nahen US-Aktivisten Charlie Kirk schrieb Nmecha, Kirk habe "friedlich für seine Überzeugungen eingestanden" - ein Beitrag, den er anschließend löschte.
Als er im Sommer 2023 für rund 30 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg zu Borussia Dortmund wechselte, protestierten Teile der Dortmunder Fanszene gegen die Verpflichtung.
BVB-Präsident Reinhold Lunow und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke führten intensive Gespräche mit dem Spieler und machten klar, dass Nmecha sich trotz seines Glaubens im Verein nicht missionarisch betätigen dürfe.
Im Vertrag soll eine "Instagram-Klausel" enthalten sein, das berichtet die "Sport Bild". Bei Verstößen gegen den Klubwertekodex droht ihm demnach eine Million Euro Strafe. Nach dem Kirk-Post wurde die Klausel angeblich verschärft - Nmechas Social-Media-Beiträge müssen demnach vorab vom BVB freigegeben werden.
Auch der DFB reagierte: "Wir werden das Gespräch mit Felix vor der nächsten Nominierung suchen", hieß es damals. Seitdem wurde Nmecha nicht mehr dahingehend öffentlich auffällig.
Sportlich hat Nmecha beim WM-Auftakt jeden Zweifel beseitigt. Doch sein Name bleibt untrennbar mit Fragen verknüpft, die weit über den Platz hinausgehen.
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