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WM 2026

WM 2026: Gewalttätige Ausschreitungen nach anhaltenden Protesten in Mexiko-Stadt vor Auftakt

Veröffentlicht:

von Anne Malin

ran Fußball

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Videoclip • 03:47 Min


Kurz vor dem WM-Auftakt heizt sich die Stimmung in der mexikanischen Hauptstadt weiter auf. Die anhaltenden Proteste gegen fehlende Infrastruktur und die Fußballweltmeisterschaft haben mittlerweile zu gewalttätigen Ausschreitungen geführt.

Die Situation in Mexiko-Stadt bleibt angespannt. Bereits seit Tagen kommt es zu Massenprotesten rund um das Aztekenstadion.

Laut Berichten der englischen Tageszeitung "The Guardian" soll es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Protestierenden gekommen sein.

Die Demonstranten seien demnach mit Tränengas bekämpft worden, wobei fünf Personen verletzt worden seien.

WM 2026 in Mexiko: Lehrkräfte protestieren für bessere Arbeitsbedingungen

Im Angesicht der anstehenden Eröffnungsfeier demonstrieren in Mexiko-Stadt mehrere Interessengruppen gegen unterschiedliche Probleme. Lehrkräfte der Bildungs-Gewerkschaft CNTE protestieren seit Tagen für bessere Arbeitsbedingungen, angemessenere Löhne und fordern die Rückkehr des staatlichen Renten-Systems. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum bezeichnete die Proteste als "Provokation".

"Wie soll irgendjemand von uns mit diesen Antworten zufrieden sein?", sagte ein Demonstrant in Mexiko-City gegenüber "The Guardian". "Wir wissen genau, wer von den [staatlichen Investitionen] in die Weltmeisterschaft profitiert. Wir werden es jedenfalls nicht sein – solche Dinge kommen niemals der Mittelschicht zugute, sondern denen, die ohnehin schon alles haben."

Neben der CNTE haben auch andere Gewerkschaften zu Protesten aufgerufen. Verkehrsbeschäftigte haben Straßen blockiert, um gegen unsichere Arbeitsbedingungen im ÖPNV zu protestieren und auch Landwirte fordern Reformen. Die Sexarbeiter in Mexiko-Stadt protestieren zudem gegen Verschönerungsprojekte der Stadt und den Bau von Radwegen, mit der Begründung, dass dies ihren Zugang zu Kunden einschränke.

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Proteste in Mexiko: Stimmung heizt sich vor WM-Auftakt auf

Andere Demonstranten nutzen die Aufmerksamkeit der anstehenden WM, um auf ein anderes Problem in Mexiko aufmerksam zu machen.

Laut der "BBC" sind gegenwärtig rund 133.000 Menschen in Mexiko-Stadt vermisst gemeldet. Familienmitglieder und Angehörige demonstrieren regelmäßig gegen die fehlende Hilfe durch Behörden und die Regierung. Die UNO hat die Krise um das Verschwinden von Menschen in Mexiko als "eine menschliche Tragödie von enormem Ausmaß" bezeichnet.

Die Demonstranten prangern an, dass die mexikanische Regierung Steuergelder in das Ausrichten der Weltmeisterschaft investiert, statt sich um die Probleme der Bevölkerung zu kümmern. "Spielt nicht mit unserem Leid", steht auf einem Plakat. Auf einem anderen Banner steht geschrieben: „Die WM ist wieder zu Hause. Wann kommen unsere Lieben zurück?"

Bild: IMAGO/ZUMA Press


Mexiko: Probleme stauen sich schon lange auf

Nach den Zusammenstößen mit der Polizei breite sich laut übereinstimmenden Medienberichten die angeheizte Stimmung immer weiter aus. Die Probleme, gegen die die Bevölkerungen protestieren würden, würden sich schon lange aufstauen und die Menge an Demonstrationen würde die Situation hochschaukeln.

Die Polizei richtete rund um das Stadion eine 1,6 km lange Sicherheitszone ein, um die Protestierenden von den WM-Feierlichkeiten fernzuhalten.

Auch interessant: WM 2026 - Pressestimmen: "Gianni Infantinos Trumpsches Geschwafel ist ein chaotischer Start in die Weltmeisterschaft"

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