Fußball-WM 2026
WM 2026: Thomas Tuchel verleiht England eine Qualität, die bisher zum Titel fehlte
Aktualisiert:
von Christian Stüweran Fußball
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Videoclip • 01:09 Min
England steht gegen Kroatien unter großem Druck, präsentiert sich aber nervenstark. Die Mannschaft scheint bereit, die seit 60 Jahren andauernde Durststrecke ohne Titel zu beenden. Das liegt auch an Thomas Tuchel. Ein Kommentar.
Als Titelanwärter galt England schon im Vorfeld der WM.
Mit dem 4:2-Sieg gegen Kroatien haben die "Three Lions" nun ihre Ambitionen unterstrichen. Denn die Engländer besiegten eine erfahrene Mannschaft, die bei der WM 2018 Vizeweltmeister geworden war und 2022 in Katar den dritten Platz belegt hatte. Das Spiel war also eine echte Standortbestimmung.
Nicht nur ein überragender Harry Kane, sondern die ganze Mannschaft zeigte eine Qualität, die England in den letzten Jahren teilweise abging: Nervenstärke. Das haben die "Three Lions" auch ihrem deutschen Trainer Thomas Tuchel zu verdanken.
WM 2026: England massiv unter Druck
Als die Kroaten in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zum 2:2 ausglichen, steckten die "Three Lions" den Wirkungstreffer weg und spielten eine deutlich bessere zweite Halbzeit.
Noch wertvoller wird der Sieg angesichts des Drucks, unter dem das englische Team stand. Denn wie eigentlich immer sind die Erwartungen im Mutterland des Fußballs riesig.
Die "Three Lions" müssen nicht einfach nur gewinnen, sondern auch überzeugen. Der Anspruch ist nicht weniger als der Gewinn des goldenen WM-Pokals.
England: Thomas Tuchel verzichtete auf Stars in seinem Kader
Vor dem Turnier in den USA, Kanada und Mexiko war die Fallhöhe diesmal noch größer, da Tuchel hochkarätige Stars wie Phil Foden (Manchester City), Cole Palmer (FC Chelsea) oder Trent Alexander-Arnold (Real Madrid) zu Hause ließ.
Der Trainer, dem alleine aufgrund seines deutschen Passes schon Skepsis entgegenschlägt, hat eine klare Idee, wie seine Mannschaft spielen und harmonieren soll.
Hätte dies am Mittwochabend in Dallas aber nicht funktioniert, wäre die nicht gerade zimperliche Boulevardpresse wohl über die "Three Lions" und ihren deutschen Trainer hergefallen.
Stattdessen taufte "The Sun" die Mannschaft in Anlehnung an das eigentlich im AT&T Stadium beheimatete NFL-Team kurzerhand in "Dallas Wowboys" um.
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England bei der WM 2026: Endlich ein Titel?
Für viele "Wows" sorgte vor allem der überragende Harry Kane, der nahtlos an seine herausragenden Leistungen beim FC Bayern anschloss. Englands Kapitän blieb cool, als sein in der Anfangsphase verschossener Elfmeter wiederholt werden musste – im zweiten Anlauf traf er eiskalt. Kane führte Zweikämpfe tief in der eigenen Hälfte, kurz vor Schluss blockte er im Stil eines Innenverteidigers einen Schuss vor dem eigenen Tor mit dem Körper.
Bei den letzten Europa- und Weltmeisterschaften war England immer nah dran, scheiterte aber jeweils knapp am großen Coup. Nun hat das Team frisches Selbstvertrauen gesammelt, die Spielidee von Thomas Tuchel ist klar erkennbar. Der deutsche Trainer nominiert nicht nach Namen, sondern hat ein homogenes Mannschaftsgefüge zusammengestellt, in dem jeder seine Rolle kennt.
Dazu kommt mit Harry Kane ein überragender Anführer, der sich auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft befindet.
Die Gelegenheit, die seit 1966 andauernde Durststrecke ohne Titelgewinn zu beenden, scheint so groß wie lange nicht - auch dank des so heftig kritisierten Thomas Tuchel.
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