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DTM 2026: Lexikon der wichtigsten Begriffe im Motorsport

Veröffentlicht:

von Tom Offinger

ran racing DTM

DTM: Irre Rennsaison 2025! Der etwas andere Jahresrückblick

Videoclip • 09:53 Min


Die wichtigsten Begriffe der DTM, falls Tobi Schimon, Andrea Kaiser und Co. in der neuen Saison (live auf ProSieben und Joyn) wieder Fachchinesisch reden sollten.

Die DTM startet im April in Spielberg am Red Bull Ring in die neue Saison (live auf ProSieben und kostenlos streamen auf Joyn). Damit du mitreden kannst, findest du in unserem DTM-Lexikon die wichtigsten Begriffe in alphabetischer Reihenfolge.

Abtrieb oder auch Anpressdruck

Das ist die Kraft, mit der die Autos auf die Strecke gedrückt werden. Diese Kraft wird vor allem durch die Aerodynamik, also aerodynamische Teile wie Flügel oder Aufhängungsteile, erzeugt. Je mehr Abtrieb ein Auto hat, desto besser liegt es auf der Strecke.

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Aerodynamik

Damit wird die Luftleitung um das Auto herum beschrieben, dadurch soll das Fahrverhalten positiv beeinflusst werden. Wie schafft man es, durch die dem Auto entgegenkommende Luft möglichst viel Anpressdruck zu erzeugen? Im Motorsport ist dies längst eine Wissenschaft für sich.

Auslaufzone

Der Bereich neben der normalen Strecke. Auf modernen Kursen gerne asphaltiert und damit nicht so folgenreich wie auf Old-School-Strecken, wo der Fahrer immer noch im guten, alten Kiesbett landet.

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Balance of Performance

Oder auch kurz "BoP". Vereinfacht gesagt, wird damit versucht, die unterschiedlichen Fahrzeug-Konzepte der verschiedenen Hersteller anzugleichen. In der DTM gibt es seit 2021 Konzepte wie Front-, Mittel- und Heckmotor sowie diverse Motoren-Varianten: Acht- oder Zehnzylinder, Turbo- oder Saugmotor. Die Angleichung erfolgt unter anderem durch Anpassungen des Fahrzeuggewichtes, der Fahrhöhe, des Lufteinlasses bzw. des Ladedrucks. Das Ziel: Alle Autos sollen auf Augenhöhe sein.

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Bolide

So wird zwar auch ein Meteor genannt, ist hier aber ein anderes Wort für ein Rennauto.

Boxenstopp

Er ist in der DTM Pflicht, mindestens einmal muss das Auto also in die Box. Beim Boxenstopp stürzen sich neun Mechaniker in die Arbeit, um die Reifen zu wechseln, technische Probleme zu beheben oder das Auto zu reparieren. Der Zeitpunkt des Stopps ist zudem eine taktische Komponente in der DTM.

Das Team von Lucas Auer beim Boxenstopp.

Bild: IMAGO/Eibner


Boxentafel

Sie wird an der Start-Ziel-Geraden herausgehangen, um mit dem Fahrer zu kommunizieren. Die Kommunikation ist allerdings stark eingeschränkt. Im Grunde darf dem Fahrer nur noch mitgeteilt werden, wenn er in die Box kommen soll oder wenn es eine Notsituation gibt.

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Boxengasse

Die schmale Fahrbahn direkt vor den Boxen, die von der Rennstrecke abgetrennt wurde. Hier gilt ein Geschwindigkeitslimit. Übertritt man dieses Limit, gibt es eine Strafe.

Boxenampel

Funktioniert wie eine normale Straßenampel, zeigt rot oder grün. Sie steht am Ende der Boxengasse und regelt die Zufahrt auf die Strecke.

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Chassis

Bezeichnet das Fahrgestell der DTM-Autos.

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Cockpit

Der Arbeitsplatz der Fahrer.

Donut

Es ist eine kleine Kunst für sich und in vielen Rennserien das Ritual des Rennsiegers: das Auto mit durchdrehenden Rädern auf der Stelle im Kreis drehen zu lassen und so für ordentlich Qualm zu sorgen.

DMSB

Der Deutsche Motor Sport Bund e.V. mit Sitz in Frankfurt am Main. Der DMSB ist die offizielle Behörde für Automobil- und Motorradsport in Deutschland, er hat die Aufsicht über die motorsportlichen Veranstaltungen, für die er zuständig ist - darunter auch die DTM. Zudem ist der DMSB der deutsche Vertreter in internationalen Organisationen und Gremien wie etwa dem Automobil-Weltverband FIA.

Drive Through Penalty

Oder Durchfahrtsstrafe. Wird die Strafe verhängt, muss der Fahrer einmal durch die Boxengasse fahren, natürlich mit der vorgeschriebenen reduzierten Geschwindigkeit. Den Pflicht-Boxenstopp darf er mit der Strafe nicht kombinieren.

Einführungsrunde

Sie findet vor jedem Start eines Rennens statt. Die Fahrer drehen dann noch eine Runde, um Bremsen und Reifen auf Temperatur zu bringen. Anschließend erfolgt der fliegende Start.

Fahrhilfen

In der DTM gab es früher den verstellbaren Heckflügel (DRS) oder den Push-to-Pass-Knopf als Überholhilfen. 2021 mit den GT3-Autos fiel er weg, dafür gibt es die Fahrhilfen Anti-Blockier-System (ABS) und die Traktionskontrolle.

Flaggen

Sie kommen während eines Rennwochenendes regelmäßig zum Einsatz und werden von den Streckenposten geschwenkt. Sie dienen als Kommunikationsmittel zwischen der Rennleitung und den Fahrern. Die Bedeutung gilt weltweit.

Fliegender Start

Stehende Starts sind das Salz in der Suppe in der Anfangsphase eines Rennens, weil die Fehlerquote hoch sein kann und die Spannung dadurch steigt. Die DTM setzt allerdings seit 2021 auf sogenannte fliegende Starts, also Rennstarts, während die Autos schon in der Reihenfolge ihrer Startaufstellung hintereinanderfahren.

Blaue Flagge

Sie ist für die Bummler. Wird sie geschwenkt, wird dem Fahrer deutlich gemacht: Den überrundenden Hintermann bitte so schnell wie möglich überholen lassen.

Gelbe Flagge

Kommt bei Gefahr zum Einsatz, zum Beispiel bei einem Unfall. Sie bedeutet: langsamer fahren und nicht überholen.

Eine der bekanntesten Flaggen des Motorsports: die gelbe Flagge.

Bild: IMAGO/Eibner


Grüne Flagge

Die Gefahr ist vorüber, es kann wieder Gas gegeben werden.

GT3

GT oder "Gran Turismo", eine Fahrzeugkategorie für seriennahe Straßensportwagen, auf die die DTM seit 2021 setzt. Sie wurde 2006 ins Leben gerufen. Die Grundidee: Verschiedene Fahrzeuge, die keinem einheitlichen Reglement entsprachen, sollten gegeneinander antreten. Um diese Autos aneinander anzugleichen und spannende Rennen zu haben, wird die "Balance of Performance" genutzt.

Rote Flagge

Die Session wird angehalten. Eine rote Flagge ist daher immer ein schlechtes Zeichen. Meist ist dann etwas Schlimmeres passiert, das die Rennleitung dazu zwingt, die Session zu unterbrechen oder sogar abzubrechen.

Schwarze Flagge

Sie wird zusammen mit der Startnummer des Fahrers gezeigt. Der betroffene Fahrer wird vom Rennen ausgeschlossen und muss sofort an die Box.

Schwarz-weiß karierte Flagge

Das Rennen oder die jeweilige Session ist zu Ende.

Freies Training

Findet an einem DTM-Rennwochenende zweimal am Freitag statt und dauert einmal 45 und einmal 30 Minuten. In dieser Zeit wird in erster Linie am Setup für Qualifying und Rennen gearbeitet.

Graining

Bezeichnet die "Körnung" der Reifen. Eine Folge von Überbelastung, dabei beginnt der Reifen, sich zu schälen. Die Oberfläche löst sich langsam auf, die Gummischnipsel kleben an der Lauffläche des Reifens fest. Die Folgen: weniger Grip und mehr Untersteuern.

Gummi-Abrieb

Beschreibt die Abnutzung der Reifenoberfläche. Je besser man die Reifen schont und mit ihnen umgeht, desto weniger Abrieb haben sie und halten länger.

Grid

Englisches Wort für die Startaufstellung.

Grid Girls

In der Formel 1 gibt es sie nicht mehr. Sie sollen die Startaufstellung verschönern, stehen vor jedem Auto und halten die Startnummern mit dem Konterfei des Fahrers in die Höhe.

Grid Girl in der Startaufstellung

Bild: IMAGO/Eibner


Grid Penalty

Einige Vergehen werden mit einer Grid Penalty bestraft. Das bedeutet nichts anderes, als dass der bestrafte Fahrer in der Startaufstellung um eine bestimmte Anzahl an Plätzen zurückgestuft wird.

Grip

Kann man mit "Griffigkeit" übersetzen. Bedeutet im Motorsport, wie viel Haftung das Auto auf der Strecke hat. Dabei gibt es den aerodynamischen Grip, zum Beispiel durch den Heckflügel. Oder den mechanischen Grip, der durch die Reifen verursacht wird. Je mehr Grip, desto schneller geht es durch die Kurven.

HANS

Abkürzung für "Head and Neck Support", also Kopf- und Nackenstütze. Ein System, das den Fahrer bei Unfällen vor Verletzungen im Kopf- und Nackenbereich schützen soll. Die Stützeinrichtung besteht aus Kohle- und Aramidfaser-Werkstoff und soll extreme Kopfbewegungen sowie das Aufschlagen im Cockpit und auf das Lenkrad verhindern.

Ideallinie

Erklärt sich im Grunde von selbst - ist die ideale Linie, die man auf der Strecke fahren sollte. Verlässt man sie, verliert man Zeit.

Kerbs

Englischer Begriff für Randsteine. Sie grenzen die Strecke von den Auslaufzonen oder Kiesbetten ab.

Parc ferme

Das "Gefängnis" der DTM, die Autos befinden sich im Parc fermé (deutsch: geschlossener Park) unter Aufsicht der Rennleitung. Damit soll sichergestellt werden, dass das Rennen mit dem Auto gefahren wird, mit dem auch das Qualifying bestritten wurde. Es dürfen also zwischen Quali und Rennen nur wenige Arbeiten oder Änderungen an den Autos vorgenommen werden. Zwischen Samstag und Sonntag muss zudem eine festgelegte Ruhezeit eingehalten werden.

Penalty

Englisches Wort für Strafe.

Penalty-Lap-Zone

Markiert einen Abschnitt auf der Strecke, in dem bestrafte Fahrer ihre Strafen "absitzen" müssen. Hierbei wird die Geschwindigkeit merklich gedrosselt. Je nach Schwere des Vergehens muss die Penalty-Lap-Zone in mehreren aufeinanderfolgenden Runden durchfahren werden.

Pole Position

Um sie geht es im Qualifying. Wer die schnellste Zeit fährt, steht in der Startaufstellung ganz vorne, also auf der Pole Position.

Punkte

Mit der Übernahme durch den ADAC gibt es seit 2023 ein neues Punktesystem im Rennen. Nach dem Vorbild des ADAC GT Masters werden die ersten 15 Fahrer mit Punkten belohnt, und zwar nach dem Schema: 25-20-16-13-11-10-9-8-7-6-5-4-3-2-1. Seit 2020 gibt es auch im Qualifying Zählbares: Für die Pole sind es drei Punkte, der Zweitschnellste bekommt zwei und der Dritte einen Punkt.

Qualifying

Findet vor jedem Rennen statt und dauert 20 Minuten. In dieser Zeit wird anhand der Bestzeiten der einzelnen Fahrer die Startaufstellung ermittelt.

Regenreifen

Sie kommen dann zum Einsatz, wenn es regnet. Sie haben für die nasse Strecke ein spezielles Profil. In der Formel 1 kann ein Reifen bei Höchstgeschwindigkeit bis zu 60 Liter pro Sekunde verdrängen.

Strömender Regen am Hockenheimring

Bild: IMAGO/Gruppe C Photography


Indy-Restart

Ist die Safety-Car-Phase beendet, kommt der "Indy-Restart" zum Einsatz. Heißt: Die Autos fahren in Zweierreihen auf die Startlinie zu. Der Führende gibt dabei das Tempo vor. Legt er los, dürfen auch die anderen. Wichtig: Vor dem Überqueren der Startlinie darf kein Auto aus der Formation ausscheren.

Safety Car

Sollte es einen Unfall auf der Strecke geben, kann das Safety Car zum Einsatz kommen, bis die Unfallstelle geräumt ist. Überholen ist in dieser Zeit verboten.

Sandbagging

Der Begriff wird im Zusammenhang mit der "BoP" genutzt, wenn Teams versuchen, nicht alle Karten aufzudecken, um bei der Einordnung besser wegzukommen.

Session

Übersetzt bedeutet es "Sitzung". Jedes Training oder Qualifying wird im Motorsport gerne auch als Session bezeichnet.

Setup

Der englische Begriff für die Einstellungsmöglichkeiten am Auto. Nach dem richtigen Setup wird vor allem in den freien Trainings gesucht. Im Idealfall sollte das Setup perfekt zu den jeweiligen Streckenbedingungen passen, damit das bestmögliche Fahrverhalten gewährleistet ist.

Slicks

Der englische Begriff für einen profillosen Reifen. Er kommt bei trockenen Bedingungen zum Einsatz. In der DTM hat man während des Rennwochenendes nur eine bestimmte Anzahl an frischen Sätzen zur Verfügung. Sind diese aufgebraucht, muss man die bereits benutzten aufziehen. Die Reifen dürfen zudem nicht (wie früher üblich) vorgewärmt werden. Bis sie auf Temperatur sind, fährt sich das Auto wie auf Eis.

Die verschiedenen Reifen der DTM: Oben Slicks, unten Regenreifen

Bild: IMAGO/foto2press


Stewards/Rennkommission

Sie sind die Regelhüter und haben über Monitore stets das ganze Geschehen im Blick. Sie verhängen auch die Strafen.

Track Limits

Die Streckenbegrenzungen. Hält ein Fahrer sie (wiederholt) nicht ein, wird er in der Regel bestraft.

Übersteuern

Übersteuert ein Auto, neigt es dazu, in den Kurven mit den Hinterrädern wegzurutschen und mit dem Heck auszubrechen.

Untersteuern

Das Gegenteil von Übersteuern. Untersteuert ein Auto, schiebt es in einer Kurve über die Vorderräder nach außen.

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