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Formel 1: Alpine legt Einspruch nach Monaco-Grand-Prix ein - riesiger Wirbel um Zeitstrafen gegen Pierre Gasly & Co.

Veröffentlicht:

von Dominik Hager

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Formel 1 - Fans spotten über Monaco: "Asphalt hält nicht mal bis zur Zielflagge"

Videoclip • 02:06 Min


Der Monaco-Grand-Prix sorgt mit diversen Strafen für viel Frust und Wirbel. Alpine legt Einspruch gegen die Rennwertung ein.

Der Formel-1-Grand-Prix von Monaco war zwar wie gewohnt nicht von Überholmanövern geprägt, lieferte dafür aber umso mehr Gesprächsstoff.

Neben mehreren Safety-Car-Phasen und einer zwischenzeitlichen Rennunterbrechung sorgten zahlreiche Zeitstrafen für Wirbel. Meist wurden diese aufgrund von Tempoverstößen in der Boxengasse ausgesprochen.

Zwar kommt es durchaus mal vor, dass unvorsichtige Piloten hier geblitzt werden, jedoch nicht in dieser Häufigkeit. Besonders leiden musste das Team Alpine, welches aufgrund einer Zeitstrafe gegen Pierre Gasly einen Podiumsplatz verlor.

Der französische Rennstall legte Einspruch gegen die Wertung ein. "Diese Strafen wurden gegen mindestens vier Teams verhängt, was einen starken Grund für eine Überprüfung darstellt", sagte Teamchef Flavio Briatore mehrere Stunden nach Rennende in Monte-Carlo laut einem "dpa"-Bericht.

Gasly hatte hinter Kimi Antonelli und Lewis Hamilton die Ziellinie auf Rang drei liegend überquert, fiel aufgrund einer Strafe jedoch auf Platz sieben zurück. Isack Hadjar profitierte und feierte seinen ersten Podiumsplatz im Red Bull.

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Formel 1: Gasly nach verlorenem Podiumsplatz mächtig angefressen

Selbstredend war die Enttäuschung bei Gasly groß. "Ich habe mir zehn Jahre den verdammten Hintern abgearbeitet für einen solchen Moment, wir haben alles richtig gemacht. Ich glaube nicht, dass mich gerade irgendwas mehr schmerzen könnte", sagte der Franzose dem Fachportal "The Race" zu dem verpassten Podestplatz.

Gasly war zudem der Ansicht, dass es bei der Vergabe der Strafen nicht gerecht zugegangen sei. Unter anderem wurden Hamilton und Hadjar nicht bestraft, obwohl sie in der Safety-Car-Phase einen zu großen Abstand zum Vordermann ließen.

Messfehler? Russell und Hamilton sprechen Klartext

Das Alpine-Team hat jedoch den Glauben daran nicht verloren, dass es beweisen kann, das Tempolimit in der Boxengasse von 60 km/h nicht überschritten zu haben.

Die Tatsache, dass auch Ferrari-Pilot Lewis Hamilton, Mercedes-Fahrer George Russell, Oscar Piastri von McLaren und Gaslys Teamgefährte Franco Colapinto geblitzt und bestraft wurden, lässt den Schluss zu, dass ein Messfehler vorlag.

"Ich war nicht zu schnell", zeigte sich Hamilton schockiert über seine Strafe. "Ich habe gehört, dass das heute viele Leute erwischt hat, und die sind wahrscheinlich gar nicht zu schnell gefahren", fügte der Engländer hinzu.

"Das zeigt, dass es vielleicht ein Problem bei der Software oder so etwas gab. Ich habe auf den Knopf gedrückt und bin dann 60,1 Kilometer pro Stunde gefahren. 60 ist okay, 60,1 ist nicht mehr zulässig. Das ist mir passiert und da stehe ich jetzt", monierte auch Russell.

Der von Russell angesprochene Knopf soll eigentlich die Wirkung haben, dass das Tempolimit nicht überschritten wird.

Formel 1: Entscheidung kann sich über Wochen ziehen

Stellt sich die Frage, wie es nun weitergeht. Fakt ist, dass die FIA das Monaco-Resultat für offiziell erklärt hat. Die Teams besitzen jedoch das sogenannte Überprüfungsrecht ("Right of Review"), mit dem sie Strafen anfechten können.

Die Regel kann zum Einsatz kommen, wenn "ein wesentlicher und relevanter neuer Sachverhalt bekannt wird, der den Parteien, die die Überprüfung beantragen, zum Zeitpunkt der betreffenden Entscheidung nicht vorlag".

Die Erfolgsaussichten sind laut Angaben des Portals "formel1.de" bei derartigen Fällen aber eher gering. Alpine geht es jedoch offenbar auch darum, nachzuvollziehen, wie genau es überhaupt zu den Strafen kommen konnte.

"Es ist kein Protest oder Einspruch, es ist etwas anderes", stellte Alpine-Geschäftsführer Steve Nielsen in einem Video klar. Man wolle sich "mit der FIA zusammensetzen" und "verstehen", wie sie zu ihrer Entscheidung gekommen ist.

"Es ist eine offene Diskussion mit der FIA darüber, was wir oder vielleicht sie hätten anders machen können", führte er weiter aus. Dies werde "wahrscheinlich in den nächsten Tagen oder vielleicht sogar Wochen passieren".

Dann liegt es an der FIA, zu entscheiden, ob der Alpine-Einspruch erfolgreich ist. Noch besteht also für Gasly die leise Hoffnung, seinen Podiumsplatz doch noch zurückzubekommen. Das Prozedere kann allerdings offenbar noch eine ganze Weile andauern.

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