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Formel 1 - Cadillac-Chaos: Team-Besitzer erklärt Hintergründe zum Teamchef-Wechsel
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von ran.deran Mehr Sport
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Videoclip • 01:12 Min
Der überraschende Abschied von Graeme Lowdon bei Cadillac wirft Fragen auf. Geschäftsführer Dan Towriss stellt nun klar: Die Trennung war seine Entscheidung und keineswegs einvernehmlich.
Der überraschende Rauswurf von Teamchef Graeme Lowdon bei Cadillac sorgt in der Formel 1 für Gesprächsstoff. Geschäftsführer Dan Towriss machte nun deutlich, dass die Entscheidung allein von ihm getroffen wurde. "Es war keine einvernehmliche Entscheidung. Es war meine Entscheidung", sagte der Amerikaner und bestätigte damit, dass Lowdon seinen Posten nicht freiwillig räumte.
Lowdon hatte das Formel-1-Projekt von Cadillac über Jahre mit aufgebaut, musste seinen Platz nun aber für Marcin Budkowski räumen. Laut Towriss liefen die Überlegungen zu einem möglichen Führungswechsel bereits seit einigen Monaten. "Wir haben wirklich darüber nachgedacht, wie die nächste Phase für Cadillac in der Formel 1 aussieht", erklärte er. In den Gesprächen mit Budkowski habe man schließlich den Eindruck gewonnen, die richtige Besetzung für die Zukunft gefunden zu haben: "Wir waren begeistert von den Gesprächen mit Marcin und davon, wie sich dieser Kontakt entwickelt hat."
Für Lowdon kam das Aus dennoch überraschend. Towriss verriet, dass er den Briten erst am Morgen der Bekanntgabe informiert habe. "Von der Seite her war es also ein sehr kurzfristiges Gespräch", sagte er. Gleichzeitig betonte er, dass es in der Formel 1 kaum möglich sei, einen solchen Wechsel über längere Zeit geheim zu halten. "Es gab keinen anderen Weg."
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Formel 1: Cadillac mit schwieriger erster Saison
Spekulationen, Lowdon habe lediglich eine Übergangslösung dargestellt, wies Towriss zurück. "Ich halte es nicht für fair zu sagen, dass er in einer Interimsfunktion hier war", erklärte der Cadillac-Boss. Vielmehr sei die Entscheidung das Ergebnis unterschiedlicher Vorstellungen über die weitere Entwicklung des Teams gewesen. Details dazu wollte er jedoch nicht nennen. "Wo unsere Ansichten übereingestimmt haben und wo nicht, sind natürlich Gespräche, die zwischen Graeme und mir bleiben werden."
Gleichzeitig würdigte Towriss die Arbeit seines bisherigen Teamchefs ausdrücklich. "Ich habe immensen Respekt vor dem, was erreicht wurde", betonte er. Über fast vier Jahre hinweg habe Lowdon entscheidend daran mitgewirkt, das Projekt aufzubauen und für den Formel-1-Einstieg vorzubereiten.
Der Zeitpunkt des Wechsels überrascht dennoch. Cadillac bestreitet erst seine erste Saison in der Formel 1. Zwar konnte der Rennstall phasenweise mit Aston Martin mithalten, nach den jüngsten Entwicklungen ist das Team jedoch wieder ans Ende des Feldes zurückgefallen. Als einziges Team wartet Cadillac weiterhin auf die ersten WM-Punkte. Towriss sieht den Führungswechsel dennoch als richtigen Schritt: "Wir sind Graeme noch einmal sehr dankbar für das, was er in das Team eingebracht hat, und freuen uns sehr auf Marcins Führung und darauf, wie die Zukunft für Cadillac aussieht."
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