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Formel 1: George Russell fährt Teamkollege Kimi Antonelli hinterher - Mercedes-Star verspielt große Chance - ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Raman Rooprail

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Formel 1: Fan-Ärger über Red Bull! "Terroristen"

Videoclip • 01:25 Min


Kimi Antonelli gewinnt in Miami sein drittes Rennen in Folge. Mercedes-Teamkollege George Russell schaut dabei wieder in die Röhre. Der ursprüngliche WM-Favorit muss schleunigst mehr Leistung zeigen, will er seine große WM-Chance nicht verspielen - ein Kommentar.

Es sollte das Jahr des George Russell werden.

Die Voraussetzungen waren perfekt: Mercedes galt infolge der neuen Formel-1-Regularien lange vor der Saison als klarer Favorit, Russell ging als klare Nummer eins des Teams in die Saison und hatte in Kimi Antonelli einen 19-jährigen Teamkollegen, der in seinem zweiten Jahr keine hohen Ansprüche stellen würde.

Das erste Rennen in Australien bestätigte alle Experten, Russell dominierte das Wochenende und gewann vor Antonelli, ohne von diesem ernsthaft unter Druck gesetzt worden zu sein.

Doch dann kam alles anders: Antonelli gewann nicht nur die nächsten Rennen in China und Japan, gestern machte er in Miami seinen Grand-Prix-Hattrick perfekt. Und Russell fährt dabei chancenlos hinterher. Nachdem er in China noch zweiter wurde, verpasste er wie bereits in Japan mit Platz vier erneut das Podium.

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Formel 1: George Russell musste lange auf WM-Chance warten

Russell steht damit an einem entscheidenden Punkt seiner Karriere – und wirkt ausgerechnet jetzt so angreifbar wie lange nicht.

Jahrelang musste sich der Brite gedulden. Bei Williams fuhr er dem Feld meist hinterher, sammelte zwar intern Anerkennung, aber kaum Resultate. Der Wechsel 2022 zu Mercedes sollte der große Schritt sein – doch er kam genau zu dem Zeitpunkt, als die jahrelange Mercedes-Dominanz endete und Red Bull mit Max Verstappen übernahmen. Russell blieb nur die Rolle des Herausforderers ohne echte Titelchance.

2026 sollte dann alles anders werden. Die Ausgangslage war ideal. Russell brachte die nötige Erfahrung mit, zeigte die Pace zuvor bereits mit Lewis Hamilton im Team und meldete einen legitimen Führungsanspruch an. Alles sprach dafür, dass dies seine Saison werden sollte.

Doch stattdessen bestimmt ein anderer die Schlagzeilen: Kimi Antonelli.

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Formel 1: Kimi Antonelli stellt George Russell in den Schatten

Der 19-Jährige fährt, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Drei Siege in Folge, bemerkenswerte Abgeklärtheit, kaum Fehler – und vor allem: eine Selbstverständlichkeit, mit der er Russell aktuell hinter sich lässt. Es ist nicht nur so, dass Antonelli punktet. Er setzt die Maßstäbe im eigenen Team, während Russell abgeschlagen hinterher fährt.

Und genau das ist das Problem für Russell.

Denn während der Youngster liefert, hadert der 28-Jährige zu oft mit seiner Leistung und dem Auto. Es sind keine katastrophalen Auftritte, keine groben Patzer – aber eben auch keine Ausrufezeichen. Ganz im Gegenteil.

In einem Umfeld, in dem es um Nuancen geht, reicht das nicht. Schon gar nicht, wenn im gleichen Auto ein Teenager konstant besser abliefert.

Für Russell ist das mehr als nur ein sportliches Duell. Es geht um seine Position im Team – und um seine vielleicht einzige realistische Titelchance. Denn solche Fenster öffnen sich in der Formel 1 nur selten. Wer zu lange braucht, sie zu nutzen, wird schnell ersetzt.

George Russell: Verstappen-Gerüchte sorgen für zusätzlichen Druck

Gerade sein ewiger Widersacher Verstappen wurde bereits im vergangenen Jahr lange mit Mercedes in Verbindung gebracht. Sollte Russell weiter straucheln, könnte Teamchef Toto Wolff im Werben um den viermaligen Weltmeister ernst machen.

Natürlich ist die Saison noch lang. Natürlich kann sich das Kräfteverhältnis wieder verschieben. Doch der Trend ist eindeutig – und er spricht nicht für Russell. Wenn er weiter um die Weltmeisterschaft fahren will, muss er schnell reagieren. Konstanter werden. Dominanter auftreten. Vor allem aber: Seinen Teamkollegen wieder hinter sich lassen.

Denn wenn ein 19-Jähriger in seiner zweiten Saison beginnt, ihm den Rang abzulaufen, dann geht es nicht mehr nur um Punkte. Dann geht es um den Anspruch, zur absoluten Spitze zu gehören.

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