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Motorsport

Formel 1: Gewinner und Verlierer vom Großen Preis im Miami – Antonelli stark, Audi floppt

Veröffentlicht:

von Oliver Jensen

ran Mehr Sport

Formel 1: Fan-Ärger über Red Bull! "Terroristen"

Videoclip • 01:25 Min


Das Rennwochenende der Formel 1 in Miami bot viel Rennaction und zahlreiche Erkenntnisse. ran zeigt die Gewinner und Verlierer.

Mercedes-Pilot Kimi Antonelli hat mit seinem Rennsieg in Miami den Vorsprung in der WM-Wertung ausgebaut.

Dahinter landeten die beiden McLaren-Fahrer Lando Norris und Oscar Piastri auf Rang zwei und drei. Das Rennen war mit den vielen Führungswechseln und Überholmanövern eines der spannendsten der jüngeren Vergangenheit, beinhaltete aber auch einige Fahrfehler und Pannen.

Die neue Formel 1 macht immer mehr Spaß, doch die FIA gibt beim Rennen in den USA teilweise keine gute Figur ab.

ran nennt die Gewinner und Verlierer.

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Gewinner: Das neue technische Reglement

Viele alteingesessene Motorsport-Fans werden das neue technische Reglement vermutlich nie mögen. Kritik ist berechtigt, wenn Rennfahrer nicht ans Limit gehen, um Energie zu sparen. Doch die ersten Anpassungen beim Energiemanagement vor dem Miami-Grand-Prix zeigen bereits Wirkung. Und eines ist klar: Von der Unterhaltung her war das Rennen in Miami richtig stark: viele Führungswechsel, immer wieder Überholmanöver und spannende Positionskämpfe. Das macht beim Zuschauen mehr Spaß als früher, wenn die Rennen gefühlt nach dem Start schon entschieden waren, weil das Überholen kaum möglich war.

Gewinner: Kimi Antonelli

Der dritte Rennsieg in Folge! Der 19-Jährige ist in der aktuellen Form kaum zu stoppen. "Für mich war das heute das beste Rennen, das er bisher gefahren ist", lobte Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Trotz seines jungen Alters macht Antonelli kaum Fehler. Er ist der erste Fahrer der Formel-1-Geschichte, der seine ersten drei Siege in Folge nach seinen ersten drei Pole Positions einfahren konnte. Dabei fällt er am Start jedes Mal zurück, weil der Mercedes hier ein Defizit hat. Doch der Italiener kämpft sich stets wieder nach vorne. In dieser Verfassung ist er reif, um der jüngste Formel-1-Weltmeister aller Zeiten zu werden.

Gewinner: Max Verstappen

Natürlich lief das Rennen für Max Verstappen nicht rund. Kurz nach dem Start beging er einen Fahrfehler und drehte sich. Später überfuhr der Red-Bull-Pilot beim Herausfahren aus der Boxengasse die Linie und kassierte eine Fünf-Sekunden-Strafe. Platz fünf ist für einen viermaligen Weltmeister kein großartiges Ergebnis. Aber: Platz zwei im Qualifying und seine Aufholjagd im Rennen zeigen, das Verstappen wieder schnell ist. Nicht ohne Grund wurde er von den Fans zum Fahrer des Tages gewählt. Mit dem Niederländer ist wieder zu rechnen.

Gewinner: Ivana Knöll

Ivana wer? Viele dürften den Namen von der ehemaligen Miss Kroatien noch nie gehört haben. Dennoch hatte sie beim Großen Preis von Miami ihren großen Moment. Als Ex-Weltmeister und TV-Experte Jenson Button mit zwei Moderatoren im Live-TV von "Sky" durch die Boxengasse ging und sportliche Fragen beantwortete, ging die im bauchfreien Top gekleidete Knöll an ihnen vorbei. Der Kameramann vergaß kurzzeitig, wen er zu filmen hat – und legte seinen Fokus auf Knöll. Der Clip ging wenig später viral. Eine bessere PR kann es nicht geben.

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Gewinner: McLaren

Zu Saisonbeginn schien es noch so, als hätte McLaren den Anschluss verloren. Doch das Rennen in Miami war ein großer Schritt nach vorne. Erst der Doppelsieg im Sprint, dann die Plätze zwei und drei im Rennen – jeweils mit Lando Norris vor Oscar Piastri. "In der Fabrik wurde mit den Upgrades wirklich stark gearbeitet. Die Fahrer haben eine tolle Leistung gezeigt, die Strategie war gut", lobte CEO Zak Brown.

Verlierer: Die FIA

Das Rennen war bereits um 20:40 Uhr deutscher Zeit vorüber, doch erst kurz vor Mitternacht war klar, wer auf welchem Platz gelandet ist. Charles Leclerc bekam eine 20-Sekunden-Strafe, weil er mehrfach die Strecke verlassen hatte. Der Ferrari-Pilot fiel von Platz sechs noch auf acht zurück, Lewis Hamilton (Ferrari) und Franco Colapinto (Alpine) rückten dafür nach vorne. Heißt: Das Rennergebnis wurde mehr als drei Stunden später komplett verändert – eine blöde Situation für Fahrer und Fans. Zukünftig sollte sich die FIA weniger Zeit lassen!

Verlierer: George Russell

Eigentlich galt George Russell als der große WM-Favorit, weil er im besten Auto sitzt und viel Erfahrung mitbringt. Tatsächlich aber kann der Mercedes-Pilot mit seinem jüngeren Teamkollegen kaum mithalten, landete in Miami erneut nur auf Platz vier. Russell gibt sich dennoch entspannt: "Er ist ein fantastischer Fahrer", sagt er über Antonelli und fügt hinzu: "Ich habe Optimismus in mir. Es kommt noch viel und wir werden schauen, dass wir in den nächsten Wochen wieder zurückkommen."

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Verlierer: Charles Leclerc

Ist der kurze Aufschwung von Ferrari schon wieder vorüber? Schien es zum Saisonstart noch so, als könnten die Italiener am ehesten mit Mercedes mithalten, haben sie den Vorsprung auf McLaren und Red Bull offenbar bereits eingebüßt. Umso schlimmer, wenn Leclerc in den letzten zwei Runden einen sicheren Podiums-Platz herschenkt. Erst ließ er sich von Piastri überholen, dann leistete er sich einen Dreher, beschädigte den Wagen, wurde zweimal überholt, verließ mehrfach die Rennstrecke und kassierte dafür auch noch eine Zeitstrafe. Resultat: Ein enttäuschender Platz acht! Leclerc gab anschließend zu: "Mein Fehler ist inakzeptabel."

Verlierer: Audi

Bei Audi folgt eine Panne auf die nächste. Nico Hülkenberg musste sein Fahrzeug im Rennen nach wenigen Runden abstellen, bereits am Freitag hatte er einen technischen Defekt. Teamkollege Gabriel Bortoleto wurde im Sprintrennen aufgrund eines zu hohen Ansaugdrucks im Motor disqualifiziert. "Unsere Pace ist nicht so schlecht", sagte Hülkenberg. "Aber wir müssen es halt auch irgendwie umsetzen, eher auf den Asphalt bringen, die Flagge sehen und die Autos durchbringen." Dies scheint für Audi derzeit eine schwere Aufgabe zu sein.

Verlierer: Isack Hadjar

Er bekam sich überhaupt nicht mehr ein. Immer wieder schlug sich Isack Hadjar auf den Helm und schrie vor Frust. Kurz zuvor hatte er einen Fahrfehler begangen und sein Fahrzeug in der sechsten Runde gegen die Bande gesetzt. Es war ein Rennen zum Vergessen: Im Qualifying fuhr er immerhin auf Platz neun, wurde dann aber disqualifiziert und auf den letzten Startplatz gesetzt, weil ein Regelverstoß am Unterboden festgestellt wurde. Der Red Bull wäre schnell genug gewesen, um dennoch in die Punkte zu fahren, doch der Fahrfehler von Hadjar machte diese Hoffnung zunichte.

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