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Tennis: Boris Becker traut Alexander Zverev Wimbledon-Coup zu - Sprung an die ATP-Spitze "nicht unmöglich"

Veröffentlicht:

von Dominik Hager

:newstime

Alexander Zverev spricht über Familienpläne

Videoclip • 01:10 Min • Ab 12


Alexander Zverev ist nach seinem French-Open-Sieg bereit, weitere Meilensteine zu erreichen. Boris Becker traut dem Deutschen viel zu.

Mit dem Sieg bei den French Open konnte Alexander Zverev seinen ersten Gand-Slam-Titel feiern. Folgerichtig fährt der 29-Jährige mit ordentlich Rückenwind zum prestigeträchtigen Rasen-Turnier nach Wimbledon.

Wirklich gute Erinnerungen hat er an das Grand-Slam-Turnier in England allerdings nicht. Zwar erreichte Zverev viermal das Achtelfinale, kam aber nie über dieses hinaus.

Tennis-Legende Boris Becker sieht allerdings keinen Grund, warum Zverev nicht auch das Wimbledon-Turnier gewinnen könnte.

"Er hat die Qualität für mehr Grand Slams. Aber er muss sich die Ziele stecken. Sein Ziel war immer: Ich will meinen Major! Den hat er jetzt. Es gibt keinen Grund für mich, warum er nicht auch Wimbledon gewinnen kann", machte er in seinem Podcast "Becker Petkovic" deutlich.

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Wimbledon: Stich sieht Zverev neben Sinner als Top-Favorit

Michael Stich, ebenfalls ein Ex-Wimbledon-Sieger, sieht Zverev auch reif für einen Coup auf Rasen. "Früher hat er sogar einmal gesagt, Rasen wäre sein bester Belag. Das ist vielleicht doch nicht so. Aber die Unterschiede zwischen den Belägen sind nicht mehr so groß wie früher“, verdeutlichte dieser in einer Medienrunde mit "Amazon Prime"  mit dem Verweis, dass die Stars nun auf jedem Untergrund ähnlich agieren.

"Das heißt, dass er mit allen mithalten kann. Er muss nur an sich glauben. Und ich glaube, das wird er tun, weil er seinen ersten Grand Slam gewonnen hat", zeigte er sich optimistisch.

Stich sieht den gebürtigen Hamburger sogar in einer Favoritenrolle: "Zverev und Jannik Sinner sind für mich die beiden Top-Favoriten", verdeutlichte er.

Tennis: Becker traut Zverev Sprung an die Eins zu

Becker geht sogar noch einen Schritt weiter und hält es sogar für möglich, dass Zverev zum Jahresende an der Spitze der Weltrangliste thronen wird.

"Alcaraz ist seit Wochen verletzt. Bei Sinner weiß man nicht, wie er (nach seinem frühen Aus bei den French Open) zurückkommt. Sascha hat so konstant gespielt über das Jahr, hat in Paris die 2.000 Punkte mitgenommen. Wenn er so weiterspielt, kann sein Ziel sein, am Jahresende die Nummer eins zu sein. Das ist nicht unmöglich", stellte er eine gewagte These auf.

Im ATP-Ranking führt der Italiener Jannik Sinner aktuell deutlich mit 13.450 Punkten vor dem Spanier Carlos Alcaraz (9.460 Punkte). Zverev hat mit 7.190 Punkten als Ranglisten-Dritter über 6.000 Punkte Rückstand auf Sinner.

Unmöglich wäre eine Zverev-Aufholjagd allerdings nicht. Der Deutsche hat in Wimbledon und bei den US Open 2025 nur Runde eins und Runde drei erreicht. Zudem hat er im zweiten Halbjahr nur einen Finaleinzug auf ATP-Ebene verbuchen können. In der Jahreswertung hat Zverev also beste Chancen, Ende Dezember noch deutlich besser dazustehen als aktuell.

Im Jahr 2026 stand Zverev neben seinem French-Open-Sieg im Halbfinale der Australian Open und kam bei seinen Turnierteilnahmen stets relativ weit. Um wirklich eine Chance zu haben, müsste er aber wohl auch Sinner im direkten Duell mal wieder knacken.

Zuletzt hagelte es gegen den Italiener neun Pleiten in Serie. In den letzten sechs Duellen konnte Zverev nicht mal einen Satz gewinnen.


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