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Vierschanzentournee: Weltverband verkündet Revolution für kommende Saison
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von ran.deran Mehr Sport
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Videoclip • 01:18 Min
Die Vierschanzentournee feiert im kommenden Winter ein Jubiläum. Dann findet der Wettbewerb erstmals auch im Weltcup der Frauen statt.
Die Vierschanzentournee ist längst das Highlight jeder Skisprung-Saison - zumindest, solange keine Olympischen Spiele anstehen. Binnen gut einer Woche werden über den Jahreswechsel vier Wettbewerbe mit jeweils einem Qualifikations- und einem Wettbewerbstag durchgezogen. In der Regel steht in dieser Zeit nur ein freier Tag an.
Wer am Ende die Adlertrophäe mit nach Hause nehmen darf, kann die Saison für sich schon Anfang Januar als Erfolg verbuchen. Seit 1953 ist das Event fester Bestandteil im Kalender. Bislang aber nur bei den Männern. Doch das wird sich mit der kommenden Saison ändern.
Wie der Ski-Weltverband FIS bekanntgab, hat sein Skisprung-Komitee auf dem Meeting im slowenischen Portoroz am 6. Mai die erste Vierschanzentournee der Frauen für den Winter 2026/2027 bestätigt.
Demnach werden die Frauen zum 75. Bestehen des Events jeweils einen Tag vor den Männern in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen vom Bakken gehen.
In den vergangenen drei Jahren fand bereits jeweils eine Two-Nights-Tour statt, die von der slowenischen Überfliegerin Nika Prevc gewonnen wurde. Diese umfasste Stationen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen. Einem Wettbewerb in Innsbruck stand der FIS zufolge die bislang fehlende Infrastruktur für Sprünge bei Nacht im Weg.
Doch nun sei die berühmte Bergisel-Anlage mit Flutlichtern ausgestattet worden, weshalb die Frauen auch in Österreich unabhängig von der Tageszeit springen können. Immerhin geht die Sonne Anfang Januar schon am Nachmittag unter.
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Vierschanzentournee: FIS-Boss sieht Meilenstein
FIS-Präsident Johan Eliasch nannte die Aufnahme der Vierschanzentournee für Frauen in den Weltcup-Kalender "einen echten Meilenstein in der Geschichte des Skispringens und des Wintersports als Ganzem". Für Deutschlands zweimalige Olympia-Silbermedaillen-Gewinnerin Katharina Schmid ist es "ein längst überfälliger Schritt". Für die 29-Jährige kommt der jedoch zu spät, denn sie hat ihre Karriere nach der vergangenen Saison beendet.
Erstmals wird es im kommenden Skisprung-Winter gleich vier Mixed-Team-Events geben. Neu ist der Wettbewerb im japanischen Sapporo, Neuauflagen steigen im norwegischen Lillehammer, in Willingen und in Lake Placid in den USA, wo im vergangenen Jahr wegen Reparaturarbeiten nicht gesprungen werden konnte.
Auch in Wisla (Polen), Titisee-Neustadt, Engelberg (Schweiz), Lahti (Finnland), Vikersund (Norwegen, Skifliegen) und Oslo (Norwegen) machen Frauen und Männer zur gleichen Zeit Station. Das gilt auch für die Nordische Ski-WM im schwedischen Falun vom 24. Februar bis zum 7. März 2027.
Die FIS erhofft sich durch die Zusammenlegung mehrerer Wettbewerbe größeren Zuschauerzuspruch an den Schanzen. "Nach Jahren, in denen die Tour der Frauen als kleinere, parallele Rennserie lief, ist sie nun ein struktureller Bestandteil des Weltcups. Im Kalender der Saison 2026/27 teilen sich die beiden Geschlechter die Bühne", teilt der Verband mit.
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Vierschanzentournee: Prevc als klare Favoritin
Im kommenden Winter wird es auch erstmals eine Rookie-Wertung geben. Weltcup-Teilnehmer, die 2004 oder später geboren sind, messen sich dabei. Die gewonnenen Weltcup-Punkte werden in das Ranking übernommen, der jeweilige Rookie-Spitzenreiter wird mit einer speziellen Startnummer ausgezeichnet.
Zur Vierschanzentournee der Frauen wird sehr wahrscheinlich Prevc als große Favoritin anreisen. Die Schwester der beiden Vierschanzentournee-Sieger Peter und Domen Prevc hat in den vergangenen drei Saisons den Gesamtweltcup gewonnen. Aus deutscher Sicht liegen die Hoffnungen auf Selina Freitag, Schwester von Ex-Skispringer Richard Freitag und Gesamtweltcup-Zweiter 2024/2025, sowie Agnes Reisch, die den vergangenen Winter als Siebte abschloss - zwei Ränge hinter Freitag.
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