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Draft 2026: Undrafted! Diese 10 College-Stars könnten trotzdem noch durchstarten
Veröffentlicht:
von Mike StiefelhagenNFL
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Videoclip • 01:27 Min
Nach dem NFL Draft ist vor dem nächsten Kampf um den Kaderplatz: Auch 2026 blieben mehrere spannende Talente ungedraftet. Warum Diego Pavia, Le’Veon Moss, Jaydn Ott und Co. trotzdem NFL-Chancen haben.
257 Spieler wurden im NFL Draft 2026 ausgewählt.
Doch nach dem letzten Pick ist der Kampf um die Talente noch lange nicht vorbei. Denn direkt danach beginnt die Jagd auf die besten Undrafted Free Agents.
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Denn nicht jeder spätere NFL-Profi wird gedraftet. Manche Spieler rutschen wegen Positionswert, Verletzungshistorie, fehlender Top-Athletik oder schlicht wegen der Tiefe ihrer Klasse durch.
Für Teams kann genau das zur Chance werden: Sie bekommen günstige Talente, ohne Draft-Kapital zu investieren.
Auch 2026 gibt es einige Namen, bei denen sich die Frage stellt: Wie konnten sie überhaupt ungedraftet bleiben? ran nennt Euch zehn College-Stars, die noch verfügbar sind und spekuliert, wo sie landen könnten.
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Was ist ein Undrafted Free Agent?
Vorab erklärt: Undrafted Free Agents, kurz "UDFAs", sind Spieler, die im Draft nicht ausgewählt wurden.
Nach der siebten Runde dürfen sie frei mit allen Teams verhandeln.
Für die Teams ist dieser Markt enorm spannend. Sie können Talente mit Potenzial holen, ohne einen Pick auszugeben.
Für die Spieler zählt vor allem die richtige Situation: Wo ist der Kader dünn? Wo passt das System? Wo gibt es eine echte Chance auf den 53-Mann-Kader oder zumindest das Practice Squad?
10. Joe Fagnano, Quarterback, UConn
Rookie-Minicamp: Baltimore Ravens.
Joe Fagnano hat nach dem Draft eine Einladung zum Rookie-Minicamp der Baltimore Ravens erhalten. Damit bekommt der Quarterback zumindest die Möglichkeit, sich auf NFL-Niveau zu zeigen.
Der Weg ist für ihn trotzdem extrem schwierig. Baltimore hat mit Lamar Jackson einen unumstrittenen Franchise-Quarterback. Dahinter geht es für Spieler wie Fagnano nicht um eine direkte Rolle, sondern um Aufmerksamkeit im Training, saubere Reps und die Chance, länger im Gebäude zu bleiben.
Für ihn zählt vor allem, ob er schnell Entscheidungen trifft, den Ball sicher verteilt und im Camp genug Ruhe ausstrahlt. Mehr als eine kleine Tür ist diese Einladung noch nicht.
Aber genau mit solchen Türen beginnen manche NFL-Karrieren.
Statistisch kommt Fagnano aus einer starken College-Saison. 2025 warf er für UConn 3.448 Yards, 28 Touchdowns und nur eine Interception. Dazu kamen 131 Rushing Yards und drei weitere Touchdowns am Boden. Besonders auffällig: Er startete alle zwölf Spiele und lieferte unter anderem Partien mit 362 Passing Yards gegen Boston College und 446 Yards gegen Florida Atlantic ab.
9. Bryce Foster, Interior Offensive Line, Kansas
Status: Noch ohne bestätigte Verpflichtung.
Mögliche Fits: Panthers, Saints, Patriots oder Seahawks.
Bryce Foster spielt auf keiner spektakulären Position.
Aber Interior Offensive Linemen bekommen nach dem Draft oft noch Chancen, weil Teams im Sommer Tiefe auf Guard und Center brauchen.
Foster bringt ein Profil mit, das für mehrere Teams interessant sein kann. Gerade auf den inneren Line-Positionen zählt Verlässlichkeit: Technik, Kraft, Kommunikation und die Fähigkeit, mehrere Spots abzudecken.
Sein Weg in die NFL wird aber nur über harte Camp-Arbeit führen. Wenn irgendwo Verletzungen auftreten oder ein Team zusätzliche Konkurrenz in der Offensive Line sucht, könnte Foster noch auf das Radar kommen.
Bei Offensive Linemen erzählen klassische Boxscore-Zahlen nur wenig. Wichtig ist deshalb vor allem seine Erfahrung: Foster startete 2025 alle zwölf Spiele für Kansas als Center. Schon 2024 hatte er alle zwölf Partien begonnen und half einer Jayhawks-Offense, die im Schnitt 211,4 Rushing Yards pro Spiel auflegte. Laut "PFF" spielte er 2025 insgesamt 748 Offensive Snaps, ließ keinen Sack und nur 13 Pressures zu.
8. Fa'alili Fa'amoe, Offensive Tackle, Wake Forest
Status: Noch ohne bestätigte Verpflichtung.
Mögliche Fits: Patriots, Titans, Bears oder Rams.
Offensive Tackles sind in der NFL wertvoll. Selbst dann, wenn sie noch Entwicklungszeit brauchen.
Deshalb gehört Fa’alili Fa’amoe zu den interessanteren Spielern, die nach dem Draft noch auf eine klare Chance warten.
Tackles mit Größe und Potenzial werden selten komplett ignoriert. Teams nehmen im Training Camp gerne zusätzliche Linemen mit, weil die Belastung hoch ist und Tiefe auf dieser Position schnell entscheidend wird.
Fa’amoe ist kein Kandidat für sofortige Spielzeit. Aber als Entwicklungsprojekt könnte er für Teams interessant sein, die Geduld mitbringen und an Technik, Fußarbeit und NFL-Tempo arbeiten wollen.
Auch bei Fa’amoe liegt der Wert weniger in klassischen Statistiken, als in Erfahrung und Auszeichnungen. Er kam in seiner College-Karriere auf 41 Spiele, davon zwölf in der Saison 2025 für Wake Forest. Zudem wurde er 2025 als All-ACC Honorable Mention ausgezeichnet und stand vor der Saison unter anderem auf der Polynesian College Football Player of the Year Watch List.
7. Eric McAlister, Wide Receiver, TCU
Status: Noch ohne bestätigte Verpflichtung.
Mögliche Fits: Panthers, Bills, Chargers oder Saints.
Eric McAlister gehört zu den Wide Receivern, die nach dem Draft weiter um eine Gelegenheit kämpfen.
Auf seiner Position ist die Konkurrenz besonders hart. Fast jedes Team hat nach Draft und UDFA-Phase volle Receiver-Räume.
Genau deshalb muss McAlister schnell auffallen. Für Spieler wie ihn reicht es nicht, solide zu sein. Ein Big Play im Camp, gute Arbeit als Special Teamer oder Value als möglicher Returner können den Unterschied machen.
Receiver haben im Sommer oft viele Gelegenheiten, weil in Preseason und Training zahlreiche Reps verteilt werden. McAlister muss daraus Kapital schlagen, sobald (!) sich eine Chance ergibt.
Seine Zahlen sprechen für Big-Play-Potenzial: McAlister fing 2025 für TCU 72 Pässe für 1.190 Yards und zehn Touchdowns. Dabei kam er auf starke 16,5 Yards pro Reception und durchschnittlich 91,5 Receiving Yards pro Spiel. Genau diese vertikale Komponente könnte ihn für Teams interessant machen, die im Camp noch nach Größe und Explosivität auf Receiver suchen.
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6. David Gusta, Defensive Line, Kentucky
Status: Noch ohne bestätigte Verpflichtung.
Mögliche Fits: Bengals, Cowboys, Cardinals oder 49ers.
David Gusta ist ein interessanter Name für Teams, die noch Tiefe in der Defensive Line suchen. Interior Defensive Linemen werden nicht immer früh geholt, können aber im Camp enorm wertvoll werden.
Sein Profil passt zu einem klassischen Rotationsspieler.
In der NFL brauchen Teams kräftige Defensive Linemen, die gegen den Lauf bestehen, Lücken schließen und über mehrere Drives hinweg körperlich dagegenhalten können.
Für Gusta geht es darum, schnell zu zeigen, dass er physisch mithalten kann. Wer in der Mitte der Defensive Line Stabilität bringt, bekommt im Sommer fast immer noch Chancen von Teams.
2025 kam Gusta für Kentucky in zwölf Spielen auf zwölf Tackles, davon drei für Raumverlust, sowie einen Sack. Die Zahlen wirken nicht spektakulär, passen aber zum Profil eines Interior Lineman, dessen Wert stärker über Gap-Disziplin, Physis und Rotationsarbeit entsteht als über reine Highlight-Stats.
5. Rahsul Faison, Running Back, South Carolina
Status: Noch ohne bestätigte Verpflichtung.
Mögliche Fits: Raiders, Browns, Giants oder Chargers.
Rahsul Faison ist einer der spannendsten Running Backs, die nach dem Draft noch keine feste Rolle gefunden haben. Auf seiner Position kann sich der Markt schnell bewegen.
Running Backs bekommen im Training Camp viele Reps. Teams brauchen frische Beine, vergleichen verschiedene Spielertypen und suchen immer nach günstiger Tiefe. Für Faison ist das eine Chance.
Entscheidend wird aber nicht nur sein Laufspiel sein. Moderne NFL-Backs müssen im Passspiel helfen, Pässe fangen, Blocks aufnehmen und in den Special Teams einsetzbar sein.
Wenn Faison dort überzeugt, könnte er sich noch eine Gelegenheit verdienen.
Bei South Carolina kam Faison 2025 auf 96 Läufe für 470 Yards und drei Touchdowns. Dazu fing er 19 Pässe für 118 Yards. Sein Schnitt von 4,9 Yards pro Carry zeigt, dass er effizient arbeiten kann - für eine NFL-Chance müsste er aber vor allem seine Vielseitigkeit als Receiver, Blocker und Special-Teams-Option unter Beweis stellen.
4. Dontay Corleone, Defensive Line, Cincinnati
Status: Noch ohne bestätigte Verpflichtung.
Mögliche Fits: Giants, Bengals, Steelers oder Chargers.
Dontay Corleone zählt zu den bekannteren Namen unter den Spielern, die nach dem Draft weiter warten.
Sein Profil macht ihn zu einem typischen "Warum ist der noch frei?"-Kandidaten.
Kräftige Interior Defender haben in der NFL grundsätzlich einen Markt. Teams suchen ständig Spieler, die gegen den Lauf Stabilität bringen und in der Rotation wertvolle Snaps übernehmen können.
Dass Corleone noch keine klare Verpflichtung hat, macht seinen Fall umso interessanter. Sportlich bringt er genug mit, um zumindest eine Camp-Chance zu rechtfertigen. Jetzt geht es darum, ob ein Team den Fit sieht und ihm diese Gelegenheit gibt.
Corleone kam 2025 für Cincinnati in zehn Spielen auf 13 Tackles und zwei Quarterback Hurries. Seine Statistik ist nicht die eines dominanten Pass Rushers, doch bei ihm geht es vor allem um Masse, Power und Präsenz in der Mitte. Genau solche Spieler werden in der NFL oft als Rotationsspieler getestet.
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3. Patrick Payton, Edge, LSU
Status: Noch ohne bestätigte Verpflichtung.
Mögliche Fits: Falcons, Cardinals, Bears oder Buccaneers.
Patrick Payton ist einer der auffälligsten Namen auf dieser Liste.
Edge Rusher werden in der NFL immer gesucht, weil Pass Rush zu den wertvollsten Fähigkeiten im modernen Football gehört.
Selbst Spieler, die noch nicht komplett sind, können eine Rolle finden. Ein situativer Pass Rusher muss nicht alles perfekt können. Wenn er in Third Downs Druck erzeugt, kann das bereits reichen, um interessant zu werden.
Für Payton spricht genau dieses Potenzial. Sollte ein Team noch zusätzliche Konkurrenz auf der Edge-Position suchen, dürfte er zu den ersten Namen gehören, die genauer geprüft werden.
2025 sammelte Payton für LSU 34 Tackles, fünf Tackles for Loss, einen Sack, sechs Pass Breakups und neun Quarterback Hurries. Die Sack-Zahl fällt niedrig aus, die Hurries und abgewehrten Pässe zeigen aber, dass er Einfluss auf Passing Downs nehmen kann. Für Teams könnte genau diese Mischung aus Länge, Aktivität und Entwicklungspotenzial interessant sein.
2. Diego Pavia, Quarterback, Vanderbilt
Rookie-Minicamp: Baltimore Ravens.
Diego Pavia ist die größte Story in dieser Gruppe. Der Quarterback von Vanderbilt blieb im Draft unberücksichtigt, bekam aber eine Einladung zum Rookie-Minicamp der Ravens.
Er war im College ein auffälliger Spieler, überzeugte mit Mentalität, Kreativität und Führungsqualität. Trotzdem reichte es nicht für einen Draft-Pick. Angeblich auch wegen seines Auftretens außerhalb des Platzes.
In Baltimore ist die Ausgangslage schwierig. Lamar Jackson ist gesetzt, und auch dahinter ist der Platz begrenzt. Für Pavia geht es deshalb zunächst nicht um eine Kaderrolle, sondern darum, im Minicamp so stark aufzutreten, dass aus der Einladung mehr wird.
Seine Chance liegt in seinem Spielwitz. Quarterbacks, die nicht perfekt ins klassische NFL-Raster passen, werden im Draft oft kritisch bewertet. Im Camp können sie aber zeigen, dass sie mehr vorzuweisen haben als nur ein ungewöhnliches Profil.
Sportlich war Pavia 2025 einer der produktivsten Quarterbacks des Landes. Für Vanderbilt warf er in 13 Spielen für 3.539 Yards, 29 Touchdowns und acht Interceptions bei einer Completion Rate von 70,6 Prozent. Dazu kamen 862 Rushing Yards und zehn Touchdowns am Boden. Er führte Vanderbilt zu einer 10-3-Saison, wurde SEC Offensive Player of the Year und erhielt den Johnny Unitas Golden Arm Award.
1. Zxavian Harris, Defensive Tackle, Ole Miss
Status: Noch ohne bestätigte Verpflichtung.
Mögliche Fits: Bengals, Cowboys, Chargers, Saints oder Giants.
Zxavian Harris steht an der Spitze dieser Liste.
Der Defensive Tackle von Ole Miss gehört vom Talent und Positionswert her zu den spannendsten Spielern, die nach dem Draft noch ohne festen Vertrag dastehen.
Sein Profil ist auffällig. Defensive Tackles mit Größe, Kraft und Präsenz in der Mitte finden normalerweise einen Markt. Gerade Spieler, die gegen den Lauf helfen und durch ihre Physis auffallen, sind für NFL-Teams immer interessant.
Dass Harris noch wartet, macht seinen Fall besonders spannend. Rein sportlich bringt er genug mit, um eine Chance zu bekommen. Gleichzeitig zeigt sein Status, dass Teams bei ungedrafteten Spielern sehr genau abwägen: Talent allein reicht nicht immer, wenn Fit, Risiko oder Kaderlage nicht passen.
Die College-Zahlen unterstreichen, warum Harris in dieser Gruppe ganz oben steht. 2025 kam er für Ole Miss in 15 Spielen auf 58 Tackles, neun Tackles for Loss, drei Sacks und eine Interception. Dazu bringt er mit rund 2,03 Meter und 150 Kilogramm außergewöhnliche Maße für die Interior Defensive Line mit. Diese Kombination aus Größe, Produktion und Positionswert macht ihn zum spannendsten noch offenen Namen nach dem Draft.
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