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NFL: Cardinals-Talent mit Ansage - "Haben eine gute Chance, dieses Jahr viele zu überraschen"
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von Luis WoppmannNFL
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Die Cardinals stehen vor einer äußerst schwierigen Saison. Neben einem neuen Head Coach und einem neuen Starting Quarterback wartet ein extrem schwieriger Spielplan auf Arizona. Ein Top-Talent der Franchise ist allerdings überzeugt, dass er und seine Mannschaft in diesem Jahr viele überraschen können.
In der Offseason fand in der NFC West ein regelrechtes Wettrüsten statt. Die Los Angeles Rams gingen All-In und verpflichteten mit Cornerback Trent McDuffie und Edge Rusher Myles Garrett zwei absolute Top-Spieler in der Defensive.
Die Offensive der Franchise war in der abgelaufenen Saisons in erzielten Punkten und Yards sowieso die beste. Die San Francisco 49ers schnappten sich mit Mike Evans einen der zuverlässigsten Wide Receiver der letzten Jahre - zudem können sie auf die Rückkehr einiger verletzter Schlüsselspieler setzen.
Der amtierende Super-Bowl-Sieger aus Seattle war unterdessen damit beschäftigt, ihre Titel-Mannschaft so gut es geht zusammenzuhalten. Bis auf den Abgang von Kenneth Walker - welcher durch Erstrundenpick Jadarian Price und den ehemaligen Packers-Spieler Emanuel Wilson ersetzt wurde - gelang das auch.
Und dann sind da noch die Arizona Cardinals. Neben dem umstrittenen Draft-Pick von Jeremiyah Love steht vor allem der Abgang von Quarterback Kyler Murray im Vordergrund. Der ehemalige Offensive Rookie of the Year und zweimalige Pro Bowler wurde nach sieben Jahren als Starter in der abgelaufenen Saison erst auf die Bank gesetzt und später entlassen.
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Cardinals sind in jedem Spiel der kommenden NFL-Saison Außenseiter
Als neuer Starting Quarterback geht nun Jacoby Brissett in die kommende Saison. Der 33-Jährige konnte in der abgelaufenen Saison mit 21 Touchdowns bei lediglich sieben Interceptions zumindest zeigen, dass er durchaus das Zeug dazu hat, ein solider Starter zu sein.
Große Sprünge sind mit ihm aber wohl nicht zu erwarten - gerade wenn man bedenkt, dass die Cardinals nach der Saison 2015 nur ein einziges Mal in die Playoffs einziehen konnten (2021), und dabei direkt in der Wild Card Round verloren.
Der amerikanische Fernsehsender "NBC" berichtete zudem bereits, dass die Cardinals einen der schwersten Spielpläne in der kommenden Saison haben. Demnach sei die Franchise laut dem Sportwettenabieter "DraftKings" in jedem einzelnen Spiel der Außenseiter.
Im Hinblick auf die starke Draftklasse im kommenden Jahr, die mit Dante Moore und Arch Manning gleich zwei Top-Talente auf der Quarterback-Position vorzuweisen hat, gehen viele davon aus, dass Arizona nicht unbedingt ein Problem damit haben würde, den ersten Pick im kommenden Draft zu haben.
Johnson: "Wir werden bereit sein, wenn es soweit ist"
Cardinals-Cornerback Will Johnson sieht das allerdings wohl anders. Bei einem Auftritt beim "SiriusXM NFL-Radio" sagte der 23-Jährige: "Ich denke, wir haben eine gute Chance vor uns, dieses Jahr viele Leute zu überraschen".
Und weiter: "Ich liebe die Chance, jede Woche gegen die Besten anzutreten. Sie versuchen einfach weiterhin, die Teams gegen uns aufzustellen, aber wir werden bereit sein, wenn es soweit ist."
Der Verteidiger wurde 2025 in der zweiten Runde gedraftet. Im Vorfeld wurde er häufig als Top-10-Pick gehandelt, rutschte aber aufgrund von medizinischen Bedenken hinsichtlich Knieproblemen, die beim Combine festgestellt wurden, unerwartet bis auf Position 47 ab.
In seiner Rookie Saison konnte Johnson direkt überzeugen und in zehn Spielen in der Startformation 37 Tackles, zwei Tackles for loss und ein Forced Fumble verbuchen, ehe er sich im Saisonendspurt erneut am Knie verletzte. Trotz dessen wurde er als einer von zwei Cornerbacks in das PFWA All-Rookie-Team berufen.
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Mike LaFleur das erste Mal als Head Coach bei den Cardinals
Neben einem neuen Starting Quarterback sorgte Arizona auch auf der Position des Head Coaches für frischen Wind: Jonathan Gannon, welcher das Team seit 2023 trainierte, musste gehen. Als Ersatz kam Mike LaFleur, der zuletzt drei Jahre Offensive Coordinator bei den LA Rams war. In Arizona wird er seine erste Stelle als Cheftrainer antreten.
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Bereits jetzt lobt Johnson die Zusammenarbeit mit LaFleur: "Er hat ein gutes Umfeld eingeführt, das sich durch harte Arbeit, Disziplin und Liebe zum Detail auszeichnet und in der kein Tag als selbstverständlich angesehen wird."
Und weiter: "Das sind schon kleine Dinge wie die Umstellung unserer Spinde in der Umkleidekabine, die dafür sorgen, dass sich alle besser integrieren, oder die Aufstellung der Tischtennisplatten - einfach alles, was dazu beiträgt, dass wir alle enger zusammenwachsen."
Das würde sich laut Johnson früher oder später auch auf die Leistung auswirken: "Ich habe das Gefühl, dass die erfolgreichen Teams, in denen ich gespielt habe, immer diejenigen waren, die alle an einem Strang gezogen und wirklich als Einheit gespielt haben. Ich glaube also, dass uns das helfen wird, dieses Jahr weit zu kommen."
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