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NFL - Hot Takes nach erstem Saisondrittel: Josh Allen schreibt Geschichte, Carolina Panthers spielen um Super Bowl
Aktualisiert:
von Raman RooprailNFL
NFL: Die besten Plays der Week 6
Videoclip • 09:54 Min
Überraschungen, Enttäuschungen, unerwartete Gewinner: Die NFL hat im ersten Saisondrittel schon einiges geboten. Das war aber noch lange nicht alles. ran blickt auf den weiteren Saisonverlauf und stellt sechs Hot Takes auf.
Das erste Drittel der NFL-Saison liegt hinter uns - und langweilig war es bislang ganz sicher nicht. Überraschende Siege, unerwartete Rückschläge und Teams, die sämtliche Erwartungen auf den Kopf stellen, haben die ersten Wochen geprägt. Eben typisch NFL: Es lässt sich nichts sicher vorhersagen.
Vermeintliche Titelkandidaten wie die Los Angeles Rams kämpfen mit massiven Problemen, während Teams wie die Minnesota Vikings plötzlich zum ernsthaften Playoff-Kandidaten werden. Dazu kommen individuelle Leistungen, mit denen vor Saisonbeginn wohl nur die wenigsten gerechnet hätten.
Die Liga hat einmal mehr bewiesen, wie schnell sich Kräfteverhältnisse verschieben können. Doch sind die bisherigen Entwicklungen wirklich schon ein verlässlicher Hinweis darauf, wie die Saison weitergeht?
ran stellt nach dem ersten Saisondrittel Hot Takes für die restliche Spielzeit auf.
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Josh Allen wird als erster Starting-Quarterback mehr Rushing Touchdowns als Passing Touchdowns haben
Was erstmal verrückt klingt, ist nach sechs Wochen gar nicht so unwahrscheinlich. Bisher steht Josh Allen nämlich bei neun Passing Touchdowns und acht Rushing Touchdowns. Mit letzterem Wert führt er sogar die NFL an.
Das hat vor allem einen entscheidenden Grund: Allen ist trotz des starken Running Backs James Cook der unangefochtene Short-Yardage-Back der Buffalo Bills. Sechs seiner acht Rushing Touchdowns erzielte Allen per Tush Push, bei nur zwei Scores scrambelte Allen in die Endzone. Dabei fällt auf, dass die Bills bereits von der Zwei-Yard-Linie auf Allens Qualitäten als Rusher setzen - und das auch schon bei First Down. Die Erfolgsquote liegt gerade bei mehreren Chancen für Allen bei nahezu 100 Prozent.
Rechnet man jetzt noch mögliche Touchdowns als Scrambler hinzu, sind im Durchschnitt etwa 1,5 Rushing Touchdowns pro Spiel mehr als realistisch. Damit läge Allen bei 17 Saisonspielen bei rund 25 Rushing Touchdowns, womit er seinen NFL-Rekord von 15 Rushing Touchdowns in einer Saison pulverisieren würde.
Unabhängig davon, dass damit einhergehen würde, dass seine Passing Touchdowns zwangsläufig sinken, sind seine Zahlen im Passspiel ohnehin in den vergangenen Jahren stetig gesunken. Seit 2020 sind seine Werte bei den Passing Touchdowns rückläufig. Fand Allen damals noch 37 Mitspieler in der Endzone, waren es 2025 nur noch 25.
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Carolina Panthers erreichen das NFC Championship Game
Die NFL ist eine verrückte Liga. Nachdem die Carolina Panthers 2015 mit Cam Newton den Super Bowl erreichten, erlebte die Franchise viele Jahre Tristesse. Mit Bryce Young sollte alles besser werden, doch der Quarterback enttäuschte vor allem in seinen ersten beiden Saisons und wurde zwischenzeitlich sogar auf die Bank verbannt.
Auch wenn es in der vergangenen Saison für die Playoffs reichte, zeigte Young immer wieder ganz schwache Momente - nur die wenigsten Fans haben vor seiner vierten NFL-Saison noch an den Quarterback geglaubt. Doch der ehemalige Nummer-1-Pick hat das Blatt tatsächlich gewendet. Elf Passing Touchdowns bei nur zwei Interceptions sowie durchschnittlich 310 Passing Yards pro Spiel sind absolute Top-Werte.
Dazu kommt, dass Carolina einen relativ einfachen Weg in die Playoffs hat. Die NFC South bietet kaum Konkurrenz, vor der Spielzeit hätten die meisten wohl noch auf die Tampa Bay Buccaneers als Konkurrent um die Division-Krone getippt, das hat sich nach sechs Wochen aber wohl erledigt. Dementsprechend wäre ein Playoff-Heimspiel keine Überraschung, mit der Qualität der Panthers ist in diesem Jahr aber noch mehr möglich als nur ein Heimspiel in der Post Season. Womöglich geht es sogar richtig tief in die Postseason.
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Houston Texans drehen die AFC South
Es war ein absoluter Horrorstart für die Houston Texans: Nach vier Wochen musste das Team um Quarterback C.J. Stroud vier Niederlagen hinnehmen. Doch zuletzt ging es wieder bergauf, mit den Tennessee Titans und Jacksonville Jaguars wurden zwei Division-Konkurrenten geschlagen.
Vor allem der Sieg gegen Jacksonville wird Houston Auftrieb geben, die nach einem starken Saisonstart fast enteilt wären, jetzt aber nur noch zwei Siege Vorsprung vor Houston haben. Zudem haben sie den Tiebreaker aktuell auf ihrer Seite und das Rückspiel wird in Houston stattfinden.
Positiv fällt bei den Texans vor allem die eigene Offense auf, vor allem das Passspiel von Stroud ist in diesem Jahr auf Top-Niveau. Die so hoch gelobte Defense, die in der vergangenen Saison die beste der Liga war, kommt dagegen noch gar nicht in den Tritt. Bei der Qualität im Kader ist aber davon auszugehen, dass Houston sich hier noch steigern kann.
Auch ein Blick auf den Schedule macht Houston Hoffnung: Die nächsten Aufgaben mit den New York Giants, Los Angeles Chargers, Cleveland Browns und Indianapolis Colts sind allesamt lösbar. Das Rennen um die AFC South ist somit komplett offen.
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New York Jets werden im nächsten Draft drei Top-10-Picks haben
Die New York Jets haben in der vergangenen Saison ihre Defense-Stars Sauce Gardner und Quinnen Williams per Trade abgegeben und dafür insgesamt drei First Rounder von den Colts und Dallas Cowboys erhalten, wovon zwei bereits 2027 fällig werden.
Nach sechs Wochen würde das bedeuten, dass die New Yorker an sechs (Cowboys), neun (Colts) und 13 (eigener Draft-Pick) auswählen dürften. Jets-Fans dürfen aber berechtigte Hoffnung haben, dass sich die Draft-Positionen eher noch verbessern als verschlechtern.
Vor allem der Colts-Pick könnte sich noch richtig auszahlen: Nach der Niederlage gegen die Titans droht in Indianapolis ein Ausverkauf zur Trade-Deadline. Ein kompletter Neustart zur kommenden Saison mit neuem General Manager ist aktuell das wahrscheinlichste Szenario.
Auch Dallas' Leistungen machen Cowboys-Fans nicht gerade Mut. Gegen die Buccaneers und Packers wirkte die sonst stabile Offense komplett zahnlos, die Defense kann ohnehin wenig stoppen.
Bleiben noch die Jets selbst, die bisher trotz ihrer 2:4-Bilanz eher positiv überzeugt haben. Das Team hat auch bei seinen Niederlagen größtenteils gegen klar bessere Mannschaften gut mithalten können. Nichtsdestotrotz fehlt New York die Qualität im Kader, um bei einem harten Spielplan auf mehr als fünf Siege zu kommen.
Bo Nix dreht den Spieß um und fängt mit den Broncos noch die Chiefs ab
Selten hat ein Quarterback nach einem 4:2-Start so viel Kritik abbekommen wie Bo Nix. Keine Frage, auch wenn die Denver Broncos ein erfolgreiches erstes Saisondrittel hinter sich haben, ist die Kritik angesichts der mageren Statistik von Nix berechtigt.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Mannen von Head Coach Sean Payton bis auf das Spiel gegen die Los Angeles Chargers einen harten Spielplan hatten. Im restlichen Saisonverlauf bekommen Nix und Co. häufiger machbare Gegner, angefangen mit den Arizona Cardinals in Woche sieben.
Gegen die Cardinals wird sich der Playmaker sein Selbstvertrauen zurückholen, ehe Denver vor heimischem Publikum mit einem Sieg gegen die noch ungeschlagenen Chiefs die Division wieder offen gestalten kann. Kansas City hatte bisher u.a. mit den Miami Dolphins, Chargers, Colts und Las Vegas Raiders zudem nicht die härtesten Aufgaben. Bereits Niederlagen bei den Seattle Seahawks und den Broncos sowie ein Sieg Denvers in Arizona würde dafür sorgen, dass die Broncos die Division in absehbarer Zeit bereits wieder anführen könnten.
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Ein Team mit negativer Bilanz gewinnt die NFC East
Vor der Saison hätten die meisten Experten getippt, dass die Philadelphia Eagles und Cowboys um die Division spielen. Während den Washington Commanders noch Außenseiterchancen eingeräumt wurden, hätten nur die wenigsten Optimisten auf die New York Giants gesetzt.
Die NFL wäre aber nicht die NFL, wenn nicht die Giants als einziges Team der Division nach sechs Spielen mit einer positiven Bilanz dastehen würden. Das heißt aber auch nicht, dass New York bisher überzeugen konnte. Ohne den verletzten Quarterback Jaxson Dart könnte die Saison von "Big Blue" früher oder später den Bach runtergehen.
Auch den Eagles ist hinsichtlich ihrer dramatischen Ausfälle rund um Star-QB Jalen Hurts nicht zuzutrauen, die Saison mit einer positiven Bilanz zu beenden. Die Commanders stehen erst bei einem Sieg und müssten den Spieß schon gewaltig umdrehen, um die Saison mit acht Erfolgen bei elf ausstehenden Partien zu beenden.
Dallas sollte Stand heute zwar Favorit auf den Division-Titel sein, hat aber immer wieder unerklärliche Schwankungen in der Offense, sodass die Konstanz fehlt, um die eigene schwache Defense auszugleichen. Dementsprechend könnte eine 8:9-Bilanz letztlich für den Titel in der NFC East reichen - oder eben die Giants oder Commanders, die durch das Unentschieden in Woche fünf auf 8:8:1 kommen können.
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