American Football
NFL: Nach Trump-Kritik setzt sich die Liga zur Wehr
Veröffentlicht:
von ran.deNFL
Nanu?! NFL-Star trägt Freundin auf Händen
Videoclip • 01:00 Min
Streaming-Anbieter breiten sich auch in der NFL aus. Weil das die Kosten für die Fans in die Höhe treibt, schimpft Donald Trump auf die Liga. Diese sieht sich im Recht und wähnt sich als Vorbild.
Die NFL expandiert nicht nur hinsichtlich der Austragungsorte, sondern auch mit Blick auf die Übertragungspartner. Während in der Saison 2026 erstmals auch Saisonspiele in Frankreich und Australien stattfinden und in insgesamt acht Ländern gespielt wird, werden die Partien nicht nur bei den klassischen TV-Sendern wie "ESPN", "CBS" oder "NBC" zu sehen sein, sondern auch bei Streaming-Anbietern.
So konzentriert sich "YouTube TV" auf den Football-Sonntag, "Amazon Prime Video" ist donnerstags dabei und "Netflix" zeigt unter anderem Christmas Games. Laut "Football Forever" müssten Fans, die jedes NFL-Spiel der Saison sehen wollen, Abos bei zehn verschiedenen Anbietern abschließen. Die Kosten werden auf 700 bis 1000 US-Dollar geschätzt.
Das ist auch für Donald Trump offenbar deutlich zu viel Geld. Im Interview für die Sendung "Full Measure with Sharyl Attkisson" wurde der US-Präsident von der Moderatorin darauf angesprochen, ob seine Regierung nicht reagieren müsse, wenn der Lieblingssport der US-Amerikaner auf diese Weise immer teurer werde.
"Ich denke, es ist echt hart. Das ist hart. Wir haben viele Menschen, die Football lieben. Das sind großartige Menschen. Aber sie haben nicht genug Geld, um das zu bezahlen", monierte der 79-Jährige. Nachdem er sich auch über die neue Kickoff-Regel ausgelassen hatte, legte Trump auf eine weitere Nachfrage zu einer möglichen politischen Intervention nach: "Es ist schon sehr traurig, wenn man so vielen Menschen Football vorenthält. Sehr traurig. Ich mag das nicht."
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NFL bei Streaming-Anbietern: "Wir lieben unser Modell"
Wie "ESPN" berichtet, setzt sich die NFL gegen die Kritik des Staatsoberhauptes zur Wehr. Hans Schroeder, NFL Executive Vice President of Media Distribution, sagte demnach am Rande von Diskussionen über den neuen Spielplan, es sei nicht geplant, die Zusammenarbeit mit den Streaming-Anbietern aufzugeben.
"Wir lieben unser Modell", betonte der NFL-Offizielle: "Wir glauben, dass wir – was die Verbreitung betrifft – das fanfreundlichste Paket anbieten, das es in irgendeiner Sportart oder in der Unterhaltungsbranche gibt." 87 Prozent der Spiele werden laut der Liga auf frei empfangbaren Partnersendern ausgestrahlt. Mit der Zusammenarbeit mit Streaming-Anbietern werde jedoch auch dem heutigen Konsumverhalten der Verbraucher Rechnung getragen.
Zwar seien die klassischen TV-Sender nach wie vor ein "faszinierendes Zuhause" für die Fans, doch würden diese immer mehr Zeit auf Streaming-Plattformen verbringen. Beide Optionen müssten sich also ergänzen.
"Wenn wir uns auf Netflix begeben, entscheiden wir uns für eine Plattform, die bereits weit verbreitet ist und auf der sich eine Vielzahl von Zuschauern tummelt, darunter zahlreiche NFL-Fans", erklärte Schroeder.
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Ermittelt die US-Justiz bald gegen die NFL?
Das US-Justizministerium soll die NFL-Übertragungen bereits hinsichtlich möglicher rechtswidriger Praktiken überprüfen. Kritik setzte es auch von der National Association of Broadcasters (NAB) und dem "Fox"-Ehrenvorsitzenden Rupert Murdoch.
Jeff Miller, NFL Executive Vice President of Communications and Public Affairs and Policy, verwies laut "ESPN" darauf, dass sich die Liga dazu verpflichtet habe, im frei empfangbaren TV präsent zu sein und dies auch bleiben werde, um die Fans zu erreichen. Daher sei die Kritik nicht nachzuvollziehen.
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