AMERICAN FOOTBALL
NFL: Tush Push wird wohl nicht verboten
Aktualisiert:
von ranVor allem die Philadelphia Eagles nutzen den Tush Push häufig.
Bild: Icon Sportswire
Der Tush Push ist seit längerer Zeit ein Streitthema in der NFL. Ein Verbot des kontroversen Plays bleibt jedoch unwahrscheinlich.
Der Großteil der NFL-Funktionäre kommt in dieser Woche in Indianapolis zum Scouting Combine zusammen. Schon vor dem Start der Talenteschau hat sich der Co-Vorsitzende des NFL-Wettbewerbsausschusses, Rich McKay, zu möglichen Regeländerungen in dieser Offseason geäußert.
Der Tush Push soll dabei jedoch kein großes Thema sein: "Ich habe keinen Vorschlag eines Teams dazu gesehen. Daher würde ich mir das nicht vorstellen. Aber man weiß ja nie", sagte der 66-Jährige.
Der Tush Push war lange Zeit das gefürchtete Markenzeichen der Philadelphia Eagles. Bei dem Spielzug erhält der Quarterback den Ball und wird von seinen Mitspielern von hinten/oben nach vorne gedrückt. Es handelt sich dabei um eine Abwandlung des Quarterback Sneak, die meistens dann eingesetzt wird, wenn eine Mannschaft nur noch einen sehr geringen Raumgewinn für ein First Down oder einen Touchdown erzielen muss.
NFL: Antrag für Verbot des Tush Push gescheitert
Da der Spielzug kaum bis gar nicht zu verteidigen ist, wurde lange Zeit über ein Verbot diskutiert. Vor allem in der Super-Bowl-Saison der Eagles 2024 äußerten viele Teamchefs ihren Unmut. Im vergangenen Frühjahr hatte ein entsprechender Antrag für ein Verbot aber nicht die nötige Dreiviertel-Mehrheit der Teameigner erreicht und war damit gescheitert.
Im September hatte "ESPN"-Insider Adam Schefter berichtet, dass in dieser Offseason nicht unbedingt mit einem weiteren Anlauf gerechnet werde.
Generell erwartet McKay kein "großes Jahr" für Regeländerungen. "Das Spiel befindet sich an einem ziemlich guten Punkt", sagte er. Zudem habe er bislang keinen Vorschlag bezüglich der Änderung der Setzliste für die Playoffs gesehen, nachdem es dazu auch in der vergangenen Saison mal wieder Diskussionen gegeben hatte. Im Kern stand erneut das Problem, dass ein Division-Gewinner mit einer schlechteren Bilanz als ein Wild-Card-Team dennoch immer Heimrecht hätte.
Der Wettbewerbsausschuss hatte zudem eine lange Unterhaltung über die Catch-Regel der NFL. Nach einer Reihe kontroverser Entscheidungen im Jahr 2025 - insbesondere in Bezug auf das Zeit-Element, das für einen gültigen Catch erforderlich ist - sagte McKay: "Unsere heutige Technologie ist außergewöhnlich; die Möglichkeit, Bild für Bild vorzugehen und alles zu verlangsamen, ist für viele Dinge eine großartige Lösung, bringt aber für andere auch Herausforderungen mit sich. Wir müssen sicherstellen, dass unsere Regeln in ihrer schriftlichen Form nicht nur mit dem Geschehen auf dem Spielfeld übereinstimmen, sondern auch damit, wie es in der Zeitlupe wahrgenommen wird."
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