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NFL - Vikings, Falcons und Co.: Die Sparsamen der Free Agency 2026
Veröffentlicht:
von Kai EsserNFL
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Videoclip • 01:10 Min
Die heiße Phase der Free Agency ist vorbei, die besten Spieler sind vom Markt. Doch einige Teams haben sich zurückgehalten. Warum eigentlich? ran wirft einen Blick in die jeweiligen Kader und Strategien der Front Offices.
Wie in jedem März sind die Free Agency und das eingeläutete neue Ligajahr eine wilde Zeit.
Franchise-Legenden unterschreiben woanders, Top-Stars sacken Rekordsummen ein und viele Teams gehen auf Shopping-Tour.
Allerdings: Viele Teams halten sich auch bedeckt und geben kaum etwas aus für neue Spieler.
Warum eigentlich? Die Gründe sind unterschiedlich. ran wagt eine Analyse.
Jacksonville Jaguars: Keine Free Agents, kein Bedarf
Das Team, das mit Abstand am wenigsten in der Free Agency getan hat, waren die Jacksonville Jaguars. Ganze zwei Spieler verpflichtete Jacksonville bisher (Stand: 17.03.2026). Running Back Chris Rodriguez sowie Edge Rusher Dennis Gardeck, wobei der nur halb zählt, da er bereits 2025 für Jacksonville spielte.
Warum haben die Jaguars nur einmal zugeschlagen? Die relativ simple Antwort: Weil sie nicht mehr mussten. Mit Travis Etienne und Devin Lloyd hat Jacksonville nur zwei Full-Time-Starter verloren. Ersterer wurde mit Rodriguez adäquat ersetzt.
Freilich, der Verlust von Lloyd tut weh, aber der Draft steht Ende April vor der Tür und die Jaguars dürften dort einen Ersatz für den Linebacker finden, wenn sie denn wollen.
Ansonsten ist der Kader gut besetzt: Trevor Lawrence als Quarterback ist genau so klar wie Brian Thomas und Travis Hunter auf der Receiver-Position. Logisch, man kann sich immer verbessern und die Jaguars dürften Angebote gemacht haben, aber dass eben jene Offerten ausgeschlagen wurden, bricht ihnen nicht das Genick.
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Minnesota Vikings: Alles, aber günstig
Nur einen externen Free Agent mehr haben die Minnesota Vikings geholt. Neben Cornerback James Pierre holten sich die Vikings mit Kyler Murray auch noch einen letztjährigen Starting Quarterback.
Dennoch: Mit insgesamt nur 16,1 Millionen Dollar Ausgaben hat kein Team weniger als die Mannen aus Minneapolis ausgegeben.
Weil aufgrund des hohen garantierten Gehalts bei den Arizona Cardinals jedoch Murray für das sogenannte Veteran's Minimum von knapp über einer Million spielen kann, bekommen die Vikings viel Gegenwert für vermeintlich knappes Geld. Hätte Minnesota Marktpreis für Murray bezahlen müssen, wären sie vermutlich auf einmal ins Liga-Mittelfeld gesprungen.
Zudem gibt es einen kleinen Kurswechsel bei den Vikings. Im vergangenen Jahr gaben sie noch über 400 Millionen für Spieler aus, die nur bedingt funktionierten. Mit dem knappen Cap Space, den die Vikings hatten, haben sie das Bestmögliche gemacht. "Große Teams wurden erbaut, nicht gekauft", hieß es zuletzt von Interims-GM Ron Brzezinski.
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Atlanta Falcons: 14 Verträge, kaum Kosten, kaum Spielraum, viel Potential
Mit bis dato 14 vergebenen Verträgen sind die Atlanta Falcons auf Platz sieben in der NFL Free Agency - warum tauchen sie trotzdem in dieser Auflistung auf?
Die 14 Verträge haben insgesamt ein Gesamtvolumen von 30,3 Millionen, das macht Platz 30 in der Liga. Man muss kein Genie in Mathematik sein um festzustellen, dass die meisten dieser Verträge am unterem Minimum kratzen. Die teuersten Free Agents waren - kein Witz - Kicker Nick Folk und Punter Jake Bailey.
"Wir wollten in die Breite investieren, wir haben nicht viele Draft Picks." In der Tat, die Falcons haben nur fünf Picks im kommenden Draft, den ersten an Stelle 48.
Abschenken werden die Falcons die Saison allerdings nicht. Analog zu Kyler Murray konnten sich die Falcons Tua Tagovailoa für einen Spottpreis sichern, zudem haben sie gerade in der Defense vielversprechende Spieler, die in ihr zweites Jahr kommen. Und die Cap-Space-Situation entspannt sich 2027 wieder etwas.
Philadelphia Eagles: Ein typischer Howe Roseman - mit Risiko
Es war schon immer die Devise der Philadelphia Eagles unter Howie Roseman, eher auf die eigenen Talente zu setzen. Wenn ein Splash Move in der Free Agency kommt, dann nur, wenn er das Team wirklich immens verstärken könnte. So gesehen bei A.J. Brown vor einigen Jahren oder Saquon Barkley vor der Saison 2024.
Und in dieser Saison gab es diesen einen Impact Player offenbar nicht, die Eagles gaben für sechs Free Agents nur knapp 35 Millionen Dollar aus.
Mit Tariq Woolen und Arnold Ebiketie haben die Eagles zwar zwei gute Verteidiger geholt, mit Reed Blankenship, Jaelen Philipps und Nakobe Dean jedoch auch drei Stützen der Defense verloren.
Das Ziel: Logisch, im Draft für Nachschub sorgen. Das ist immer mit Risiko verbunden. Wenn man allerdings einem GM in der Liga bei so einer Aufgabe vertrauen kann, ist es Roseman.
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