Boxen
Oleksandr Usyk vs. Tyson Fury: Fury schimpft über Urteil: "Ein Weihnachtsgeschenk"
Bild: 2024 Getty Images
Oleksandr Usyk bleibt das Maß aller Dinge im Schwergewichtsboxen. Der Ukrainer gewann am Samstag in Riad auch den Rückkampf gegen Tyson Fury über zwölf Runden einstimmig nach Punkten (jeweils 116:112). Der Brite versteht die Welt nicht mehr.
Damit verteidigte der 37-Jährige die WM-Gürtel der Verbände WBA, WBO und WBC erfolgreich.
Durch den 23. Erfolg im 23. Profikampf triumphierte Usyk auch im zweiten Duell mit Fury, nachdem er im vergangenen Mai durch einen knappen Punktsieg die Titel aller vier großen Verbände vereint und sich zum unumstrittenen Weltmeister gekürt hatte.
Diesen Status verlor er allerdings schnell wieder, da er den IBF-Gürtel wegen des Fury-Rematches nicht gegen einen Pflichtherausforderer verteidigen wollte und niederlegte. Jenen Titel hält mittlerweile Furys Landsmann Daniel Dubois.
Für Fury war es indessen die zweite Niederlage im 37. Fight als Profi (34 Siege, ein Remis).
Dabei sah sich der "Gypsy King" selbst als Sieger. Die Kampfrichter hätten Usyk "ein Weihnachtsgeschenk überreicht. Ich dachte, ich hätte beide Kämpfe gewonnen. Aber jetzt habe ich zwei Niederlagen auf meinem Konto", schimpfte er.
Auch für Promoter Frank Warren war die Wertung pro Usyk "verrückt".
Usyk: "Fury macht mich stark"
Der Titelverteidiger selbst hatte dagegen nur lobende Worte für seinen Kontrahenten. Fury sei ein großartiger Kämpfer und habe eine ebenso großartige Leistung abgeliefert.
Fury sei sein "bester Freund". "Das waren unglaubliche 24 Runden für meine Karriere", sagte er mit Blick auf die beiden Kämpfe. "Tyson Fury macht mich stark."
Kommt es nun zur Trilogie? Das bleibt offen. Bei einem Sieg Furys hätte eine Klausel für einen dritten Kampf gegriffen.
Usyk hatte bereits vor dem Fight für den Siegfall mit einer Rückkehr ins Cruisergewicht (eine Gewichtsklasse unter dem Schwergewicht) geliebäugelt, wo er einst ebenfalls unangefochtener Champions gewesen war.
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