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Eishockey-WM 2026: "Die unangenehmste Gruppe seit Jahren" - DEB-Star Dominik Kahun im Interview
Veröffentlicht:
von Christoph "Icke" Dommischran Eishockey WM live
Eishockey-WM: Klares Ziel trotz schwerer Gruppenphase für DEB
Videoclip • 02:02 Min
Vor Beginn der Eishockey-WM spricht DEB-Routinier Dominik Kahun im ran-Interview über die Enttäuschung bei Olympia, die WM-Hoffnungen und seine größte private Freude.
Am 15. Mai beginnt in der Schweiz die Eishockey-Weltmeisterschaft. Mit dabei ist dann auch die deutsche Nationalmannschaft, die in der Vorrundengruppe A auf Finnland, Großbritannien, Lettland, Österreich, Ungarn, die USA und den Gastgeber trifft.
Vor allem für einen DEB-Profi wird das Turnier dabei besonders. Routinier Dominik Kahun spielt schon seit vielen Jahren in der Schweiz. Von 2021 bis 2025 war er für den SC Bern aktiv, seit 2025 steht er für Lausanne HC auf dem Eis.
Eishockey-WM 2026: Free-TV-Übertragungen, Joyn-Stream, Modus und Spielplan - alle Infos im Überblick
Vor Turnierbeginn hat sich ran mit dem 30-Jährigen zum Interview getroffen und über seine Erwartungen und Hoffnungen gesprochen.
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DEB-Team mit Enttäuschung bei Olympia
ran: Bei den Olympischen Spielen im Februar erlebte das DEB-Team eine Enttäuschung, scheiterte im Viertelfinale. Wie fällt das Fazit auch im Hinblick auf die anstehende WM aus?
Kahun: Es ist immer schwierig zu sagen, woran es genau gelegen hat. Man kann einfach nur nach vorne blicken. Es ist natürlich bitter, wie es gelaufen ist. Man hat es sich anders vorgestellt. Wenn man so eine Chance hat, im Viertelfinale gegen die Slowakei spielt, will man unbedingt ins Halbfinale einziehen. Das wäre wieder ein Riesenerfolg für das deutsche Eishockey geworden.
ran: Ärgert man sich im Nachhinein?
Kahun: Wir wurden von zwölf Teams Sechster. Im Nachhinein kannst du dir sagen, dass es ganz gut ist. Andererseits wissen wir, dass da viel mehr möglich war. Und das ist dann das Bittere, wenn man zurückblickt. Es ist schade, aber es hilft nichts. Wir müssen alles gut analysieren. Wir müssen uns dann eben wieder für die WM finden.
Kahun lobt deutsche Eishockey-Fans
ran: Wie sehr ist das Thema Eishockey-WM in der Schweiz präsent? Es handelt sich ja um einen richtigen Nationalsport.
Kahun: Es ist für die Schweiz ein riesengroßes Thema. Sie haben ein riesiges Ziel, freuen sich wieder, dass sie zu Hause spielen können und natürlich wollen sie unbedingt die Goldmedaille hier gewinnen. Man merkt das schon. Sie freuen sich sehr, dass sie eine Heim-WM haben und für uns Deutsche ist es natürlich auch sehr geil. Wir sollten auch viele Fans vor Ort haben, weil die WM in Zürich stattfindet. Es wird eine spezielle WM sein.
ran: Was erwarten Sie von den deutschen Fans bei der WM in der Schweiz?
Kahun: Man muss den deutschen Fans einfach einmal ein Kompliment machen, wie sie uns immer unterstützen. Egal in welchem Land die WM ist, die sind immer da und machen eine super Stimmung. Beispielsweise auch im vergangenen Jahr bei der WM in Herning (Dänemark, Anm.d.Red.). Da war hinter dem Tor die ganze deutsche Fankurve da. Man fühlt den Stolz und es ist auch eine Ehre, dass so viele deutsche Fans kommen und uns anfeuern. Und das erhoffen wir uns natürlich auch jetzt in der Schweiz, dass noch mehr deutsche Fans kommen. Und wir wollen denen natürlich etwas zurückgeben.
Schwere Gruppenphase bei der Eishockey-WM
ran: Was wollen Sie zurückgeben?
Kahun: Wir wollen wieder besser auftreten, als wir zuletzt aufgetreten sind. Und das natürlich auch im Hinblick auf die Heim-WM nächstes Jahr. Wir wollen uns wieder steigern, wieder das finden, was wir in den vergangenen Jahren gespielt haben. Wir wollen wieder unser bestes Eishockey zeigen.
ran: Die Gegner in der Gruppenphase - unter anderem Finnland, Schweiz, USA und Lettland - sind alles andere als einfach. Was erwarten Sie?
Kahun: Es ist wahrscheinlich seit vielen Jahren die unangenehmste Gruppe, das ist ganz klar. Häufig war es so, dass man einige Top-Gegner hatte und immer dieses eine Finalspiel, so wie im vergangenen Jahr gegen Dänemark. In dieser Gruppe hat man aber plötzlich zwei Teams, die du schlagen musst, um da reinzukommen, anstatt einem Team. Es ist sehr unangenehm, aber wir haben in der Vergangenheit gezeigt, dass wir auch Top-Teams schlagen können. Wir haben gezeigt, dass wir in der Gruppe auch Dritter oder sogar Zweiter werden können. Das Ziel ist das Viertelfinale, da muss man nicht drumherum reden. Das ist ganz klar. Ich glaube, wir gehören auch in die Top 8.
Kahun als Import in der Schweiz?
ran: Sie spielen schon einige Jahre lang in der Schweiz. Vorher waren Sie auch in der DEL beim EHC Red Bull aktiv. Wie fällt der Vergleich beider Ligen aus?
Kahun: Die DEL hat einen großen Schritt gemacht. Das Niveau ist brutal. Ich würde sagen, dass sicherlich sechs, sieben Teams auch hier mitspielen könnten. Der größte Unterschied ist meiner Meinung nach, dass viele Imports der Schweizer Liga direkt aus der NHL kommen. In Deutschland ist es eher so, dass die Spieler, die in der Schweiz gespielt haben, in die DEL wechseln. Das Level der Import-Spieler ist in der Schweiz ein bisschen besser. Auch das Tempo des Spiels ist ein bisschen höher. Aber die DEL ist mittlerweile auf Augenhöhe, da bin ich mir sicher.
ran: Und wie werden Sie wahrgenommen? Als Import? Oder als einer von ihnen?
Kahun: Hier in Lausanne ist die erste Sprache Französisch. Da fühle ich mich mehr wie ein Import. Aber als ich damals in Bern angekommen bin, war es schon immer ganz lustig, aber auch komisch. Ich kann mich mit den Jungs auf Deutsch unterhalten, aber ich zähle immer als Ausländer. Und es gibt ja nur sechs Spots, damals waren es vier. Hier fühlt es sich jetzt mehr danach an, dass ich ein Import bin.
Babyfreuden nach der WM
ran: Nach der WM wartet im Sommer auf Sie ein ganz besonderes Ereignis, Sie werden zum ersten Mal Vater. Wie groß ist die Vorfreude?
Kahun: Wenn man mich gefragt hat, was das Wichtigste im Leben ist, dann habe ich den Sport genannt. Ich bin sehr dankbar dafür, was ich alles erreicht habe. Aber als die Nachricht von Toni (Ehefrau Antonia, Anm.d.Red.) kam, als sie mir gesagt hat, dass wir Eltern werden, da habe ich einfach gemerkt, was wirklich wichtig ist. Es wird ein komplett neues Leben, ein neues Kapitel. Wenn ich früher ein schlechtes Training hatte, war ich sauer auf mich, weil ich ehrgeizig bin. Und jetzt merke ich einfach, da kommt etwas Größeres und die Vorfreude könnte nicht größer sein.
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