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2. Bundesliga

1. FC Nürnberg in der Krise: Muss Miroslav Klose um seinen Job bangen?

Veröffentlicht:

von Chris Lugert

2. Bundesliga

Auf Ex! Bochum-Star fängt Becher bei Jubel und trinkt

Videoclip • 01:01 Min


Der 1. FC Nürnberg ist aktuell in der Krise. Nach einer vielversprechenden Vorsaison ist die Stimmung im Keller. Wird es auch für Miroslav Klose eng?

Von Chris Lugert

Am 16. März 2025 war die Welt beim 1. FC Nürnberg noch in Ordnung, mehr noch: Der "Club" mit Trainer Miroslav Klose befand sich auf einem absoluten Stimmungshoch.

Die Franken hatten soeben das Derby gegen die SpVgg Fürth mit 3:0 gewonnen und lagen in der Tabelle der 2. Bundesliga auf Rang sieben. Nur vier Punkte fehlten zum Relegationsplatz. Im Umfeld träumte so mancher bereits vom Aufstieg, die junge Truppe begeisterte mit tollem Fußball.

Doch was zu diesem Zeitpunkt niemand ahnen konnte: Aus den folgenden acht Spielen bis zum Saisonende sollten nur noch zwei Siege folgen. Und die neue Saison noch schlimmer beginnen.


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Nach drei Spieltagen liegen die Nürnberger als einziges noch punktloses Team am Tabellenende. Es ist der schlechteste Saisonstart in der Zweitliga-Historie des Vereins. Die gute Stimmung aus dem März ist längst verflogen, es herrscht blanke Frustration. Zumal es auch im DFB-Pokal die Blamage beim Regionalligisten FV Illertissen gab.

Die Gründe für diesen Absturz sind vielfältig - und werden mit jeder weiteren Niederlage auch beim Trainer gesucht. Klose ist das bewusst, es geht auch um seinen Job. "Ich weiß, dass es gewisse Mechanismen im Fußball gibt, was auch ganz normal ist. Wir müssen schleunigst punkten", sagte er nach dem 1:2 bei Preußen Münster.

Nürnberg: Erschreckende Leistung in Münster

Vor allem die erste Halbzeit bei den Preußen war ein einziger Nürnberger Offenbarungseid. Zwar gelang danach eine Leistungssteigerung, doch Zählbares sprang erneut nicht dabei heraus - und es bleibt die Frage, wie solche Vorstellungen wie im ersten Durchgang überhaupt möglich sind.

Sportvorstand Joti Chatzialexiou stellte klar, dass Fußball "ein Ergebnissport" sei, stärkte Klose aber zunächst noch den Rücken. Laut "Bild" könnte das Heimspiel am Freitag gegen den SC Paderborn jedoch eine Art Endspiel werden. Eine weitere Pleite und der Weltmeister von 2014 ist akut gefährdet.

Dem Trainer werde dabei zur Last gelegt, keine echte Spielidee auf den Platz zu bringen, auch taktisch sei weiterhin nicht einmal klar, welches System überhaupt gespielt werden soll.

Bundesliga-Transfergerüchte: Kim rückt in den Fokus des FC Chelsea

  • Minjae Kim (FC Bayern)
    Der FC Chelsea beschäftigt sich laut Bayern-Insider Christian Falk mit einer möglichen Verpflichtung von Abwehr-Star Minjae Kim. Zwar liege noch kein konkretes Angebot vor, jedoch haben die "Blues" angeklopft. Der FC Bayern würde sich demnach ab 30 bis 40 Millionen Euro gesprächsbereit zeigen. Auch Tottenham, AC Mailand und Inter Mailand seien am Südkoreaner interessiert, ...

    RHR-Foto

  • Minjae Kim (FC Bayern)
    ...noch deutet aber nichts konkret auf einen Abschied hin. Laut Falk ist Kim auch ohne Stammplatz mit seiner Rolle in München zufrieden. Die Bayern schätzen den Innenverteidiger als starken ersten Backup, selbst wenn dieser dafür ein sehr deftiges Gehalt bezieht. Stand jetzt habe Kim nicht die Absicht, die Bosse über einen Wechselwunsch zu informieren.

    Marco Canoniero

  • Yan Diomande (RB Leipzig)
    Leipzig-Youngster Yan Diomande zählt zu den großen Entdeckungen der Saison. Dies hat offenbar auch Manchester United festgestellt, die laut der spanischen Zeitung "Sport" Interesse am 19-Jährigen haben sollen. Demnach hätte der Flügelspieler die ManUnited-Bosse mit seiner "Schnelligkeit und Dribbelfähigkeit" beeindruckt. Allerdings läuft sein Vertrag bei RB bis Sommer 2030, sodass die mögliche Ablöse sehr hoch ausfallen dürfte.

    AFP/SID/RONNY HARTMANN

  • Victor Osimhen (Galatasaray Istanbul)
    Victor Osimhen steht nun wohl doch auf dem Zettel des FC Bayern. Der Rekordmeister prüft laut "FussballTransfers", ob ein Transfer des nigerianischen Torjägers möglich sein könnte. Osimhen wurde dem FC Bayern bereits im Winter angeboten, allerdings lehnte Max Eberl einen Transfer damals noch ab. Nun beschäftigen sich die Münchner Verantwortlichen erneut mit dem Angreifer. Auch Osimhen selbst kann sich einen Wechsel nach München offenbar gut vorstellen. Neben dem FC Bayern zeigen allerdings auch andere Klubs Interesse - darunter mehrere Vereine aus Saudi-Arabien.

    IMAGO/Buzzi

  • Luka Vuskovic (Hamburger SV)
    Kann der HSV Innenverteidiger Luka Vuskovic halten? "Ich bin Überzeugungstäter. Natürlich glaube ich auch fußballromantisch an Dinge, die schwer vorzustellen sind", sagte Hamburgs Trainer Merlin Polzin der "Bild". Der Kroate ist von Tottenham Hotspur ausgeliehen und liegt bei einem Marktwert von 40 Millionen Euro. Dabei wähnt sich Polzin mit einem Trumpf in der Hand. "Wir wissen auch, was im November passiert..." Dabei spielt Polzin auf das Comeback von Lukas Bruder Mario Vuskovic nach Doping-Sperre an.

    IMAGO/HMB-Media

  • Said El Mala (1. FC Köln)
    Köln-Juwel Said El Mala steht bei einigen Klubs auf dem Zettel, einer wirbt aber wohl besonders intensiv um die Dienste des 19-Jährigen: Brighton & Hove Albion mit Trainer Fabian Hürzeler. Laut "Sky" plant der Premier-League-Klub im kommenden Sommer einen weiteren Vorstoß. Schon in den vergangenen beiden Transferfenstern hat der Klub demnach erfolglos wegen eines möglichen Transfers angefragt. Sein Vertrag in Köln läuft noch bis 2030.

    IMAGO/Revierfoto

  • Rocco Reitz (Borussia Mönchengladbach)
    Borussia Mönchengladbach könnte im Sommer 2026 wohl Rocco Reitz verlieren. Laut "Sky" soll RB Leipzig großes Interesse am 23-Jährigen haben. Dem Bericht nach hat Reitz in seinem Kontrakt offenbar eine Ausstiegsklausel in Höhe von 28 Millionen Euro. Zudem gibt es wohl auch weitere Interessenten wie Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und Brighton & Hove Albion. Reitz' Vertrag bei den "Fohlen" läuft noch bis Sommer 2028.

    2025 Getty Images

  • Jeremy Monga (Leicester City)
    Beim englischen Zweitligisten sorgt der erst 16-jährige Jeremy Monga für Aufsehen. Entsprechend sind schon einige Topklubs auf den Teenager aufmerksam geworden. Laut "Teamtalk" gehören auch der FC Bayern und Borussia Dortmund zu den Interessenten an Monga. Demnach sollen auch beide Klubs schon Gespräche mit dem Offensivspieler geführt haben, ...

    2025 Getty Images

  • Jeremy Monga (Leicester City)
    ... der aufgrund der Statuten aber erst im Jahr 2027 nach Deutschland wechseln dürfte. Die Konkurrenz im Werben um den Engländer ist aber wohl riesig. Juventus Turin, Real Madrid und PSG haben wohl ebenfalls schon Kontakt zu Monga aufgenommen, auch die englischen Topklubs Liverpool und Tottenham seien hinter dem Toptalent her, heißt es.

    2025 Getty Images

  • Julian Ryerson (Borussia Dortmund)
    Landet ein BVB-Stammspieler beim FC Barcelona? Wie "Sky" berichtet, hat Barca offenbar ein Auge auf Julian Ryerson geworfen. Der Norweger soll demnach ein günstiger Ersatz für Jules Kounde sein, der in Katalonien vor dem Abgang steht. Erste Gespräche sollen demnach bereits stattgefunden haben. Ob der BVB einem Abgang jedoch zustimmen würde, ist offen.

    2025 Getty Images


Klose selbst gibt sich kämpferisch. "Es bleibt ja nichts anderes, wie Positivität hineinzubringen, daran zu glauben. Das lebe ich vor! Ich bin fest davon überzeugt, dass wir das noch drehen können", stellte er klar. Und weiter: "Wir müssen schauen, dass wir Mentalität auf den Platz bekommen. Und zwar von der ersten Minute an."

Doch zur Wahrheit gehört auch, dass Klose kaum auf den Errungenschaften der Vorsaison aufbauen kann. Und hier kommt Chatzialexiou als Hauptverantwortlicher für die Transferphase ins Spiel. Schon im Winter etwa ging Finn Jeltsch, im Sommer wurden Stefanos Tsimas und Jens Castrop abgegeben - um nur ein paar zu nennen.

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1. FC Nürnberg: Qualität im Angriff fehlt

Besonders der Tzimas-Abgang schmerzt: Es ist wohl kein Zufall, dass die Krise im vergangenen März just in dem Moment begann, als sich der Grieche verletzte. Besagtes Derby gegen Fürth, als er den Treffer zum 3:0-Endstand erzielte, war sein letzter Auftritt für Nürnberg. Den Rest der Saison verpasste er mit einer Muskelverletzung.

Die Lücke, die Tzimas hinterlassen hat, soll in der Breite geschlossen werden. Unter anderem kam der 18 Jahre alte Ukrainer Artem Stepanov per Leihe von Bayer Leverkusen, außerdem soll der Ex-Ulmer Semir Telalovic für Tore sorgen. Bislang aber gelang das kaum, Chatzialexious Neuzugänge schlagen nicht ein. Und einen Ersatz für Castrop gibt es noch gar nicht.

Gerade einmal ein Törchen brachte der FCN in der laufenden Zweitliga-Saison zustande, es ist also mehr als offensichtlich, wo der Schuh drückt. Die vier Gegentreffer sind nicht das Problem. Wer wüsste das besser als der WM-Rekordtorschütze Klose? Allein, eine runderneuerte Offensive funktioniert nicht auf Knopfdruck.

"Ich weiß auch, dass wir vorn wieder alles neu haben. Das benötigt Automatismen. Und ich sehe es im Training, dass sich die Spieler schon anders positionieren. Aber ich kann immer wieder darüber reden, so wie es letztes Jahr der Fall war", verweist Klose auf den Prozess.

Doch er weiß auch: "Ich bekomme vielleicht nicht die Zeit. Das ist ein Ergebnissport." Die Zeit droht Klose auszugehen.

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