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2. Bundesliga - Neu-Wolfsburger Fabian Reese über Frust der Hertha-Fans: "Tut mir aufrichtig leid"

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von ran.de

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Videoclip • 01:27 Min


Fabian Reese sorgte mit seinem Wechsel von Hertha BSC zum VfL Wolfsburg in diesem Sommer für mächtig Aufregung bei seine Anhängern. Nun äußert sich Reese selbst zu den Umstände rund um seinen kontroversen Wechsel und die Kritik um seine Person im Gespräch mit der "SZ".

Kaum ein Wechsel in der 2. Bundesliga dürfte so große Wellen geschlagen haben, wie der Abgang von Fabian Reese von der Hertha zum Ligakonkurrenten aus Wolfsburg. Nachdem der gebürtige Kieler seinen Vertrag erst im vergangenen Jahr langfristig bis 2030 beim Hauptstadtklub verlängert hatte, verabschiedete er sich bereits ein Jahr später.

Besonders von den Anhängern der Berliner hagelte es dafür mächtig Kritik. Schließlich galt Reese als absoluter Fanliebling der Berliner und verkündete seine damalige Vertragsverlängerung im Olympiastadion unter tobendem Applaus der Fans und mit klarem Bekenntnis zum Verein.

Reese zufolge hätten sich alle Beteiligten die Entwicklung zum Zeitpunkt der Vertragsverlängerung "ein Stück weit anders vorgestellt". Doch die Umstände im Verein hätten sich im vergangenen Jahr klar geändert: "Hertha hat einen anderen Weg eingeschlagen, der Verein will sich wirtschaftlich konsolidieren. Dazu gehörte in diesem Sommer der Verkauf von Leistungsträgern", erklärte der Offensivspieler in der "Süddeutschen Zeitung".

Zu diesen zählt auch Reese, der als einer der stärksten Zweit-Liga-Spieler gilt und nicht der einzige Abgang der Herthaner in diesem Sommer war. "Mir wurde gesagt: Pass auf, Fabian, wir müssen Geld generieren, und für dich wäre ein Wechsel die beste Möglichkeit, um in deiner Karriere den nächsten Step zu machen. Das ist mir schon wichtig festzuhalten. Ich war ja nicht der einzige Spieler, der verkauft wurde."

"Wenn jemand wegen meines Wechsels das Vertrauen in Fußballromantik verloren hat, dann tut mir das aufrichtig leid", unterstrich Reese im weiteren Verlauf des Gesprächs und spielte damit auf die teils heftige Kritik aus den Reihen der Hertha-Fans an.

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Hertha BSC: Fabian Reese mit Verständnis für Fan-Ärger

Der Ärger der Herthaner Fans über den Wechsel trotz klarer Vereinsbekenntnis ist für Reese dennoch durchaus nachvollziehbar. Schließlich sind diesen Vereinsinterna nicht bekannt: "Das war ein klares Bekenntnis zum Verein und zur Stadt, deshalb kann ich verstehen, dass es kontrovers aufgenommen wird, wenn man von außen auf diese Entwicklung blickt und keine Interna kennt."

Die heftigen Fan-Reaktionen ließen den Neu-Wolfsburger aber nicht kalt: "Es hat mich jedenfalls getroffen. Alles andere wäre gelogen. Aber ich kann das auch einordnen. Manchmal ist es so, dass positive Gefühle ins Negative umschwenken, in Richtung Enttäuschung, Missgunst, mitunter leider auch Hass."

Dennoch sei nicht nur er selbst für den Wechsel verantwortlich, sondern auch der Klub muss diesem zustimmen: "Ich kann den Unmut wirklich verstehen, doch so einen Wechsel macht man nicht allein. Zahlreiche Entscheidungsträger sind daran beteiligt."

Fabian Reese: Wolfsburg-Star verteidigt öffentliche Selbstinszenierung

Fabian Reese war der Vorzeigeberliner der Hertha, der sich mit Fans und Stadt identifizierte und dies oft auch öffentlich zur Schau stellte. Kritiker, die ihm dahinter eine bewusste öffentlichkeitswirksame Selbstinszenierung unterstellen, kontert er: "Es ist immer so lange gut, bis es nicht mehr gut ist. Wer Teil meiner Reise sein wollte, war immer herzlich eingeladen. Es war für mich aber genauso in Ordnung, wenn Menschen fanden, nee, das ist nicht so meins, ich hab’ da keine Lust drauf. Ich wollte jedenfalls nie bewusst polarisieren."

Das ehemalige Aushängeschild der Berliner spielt zukünftig also für den Ligakonkurrenten. Dennoch bleibt die Zeit  im Hauptstadtklub für Reese in guter Erinnerung.

"Jedes Bekenntnis zu Hertha und Berlin kam aus vollster Überzeugung", so der Ex-Herthaner. "Und deshalb schaue ich mit einem unfassbar guten Gefühl auf diese drei Jahre zurück. Berlin war das bislang schönste Kapitel meines Lebens."

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