Fußball-Asienmeisterschaft der Frauen
Asienmeisterschaft: Iranische Frauen-Nationalmannschaft verweigert die Hymne
Veröffentlicht:
von Anne Malinran Fußball
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Videoclip • 12:23 Min
Die iranische Frauen-Nationalmannschaft weigerte sich, bei der Asienmeisterschaft vor ihrem Auftaktspiel gegen Südkorea die Nationalhymne des Islamitischen Regimes zu singen. Zudem setzten die Fans vor Ort in Australien ein starkes Zeichen.
Die Lage in Nahost verbleibt weiterhin angespannt: Die Frauen-Nationalmannschaft des Irans hat bei der Asienmeisterschaft ein Zeichen gesetzt. Vor dem Auftaktspiel gegen Südkorea verweigerten die Spielerinnen die Nationalhymne "Mehr-e Khavaran" des Islamitischen Regimes. Die iranische Trainerin Marziyeh Jafari lächelte dabei stolz.
Nur einen Tag zuvor wurde bestätigt, dass bei US-amerikanisch-israelischen Luftangriffen der oberste Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, der das Land seit 1989 regiert hatte, getötet worden war.
Die Islamische Republik Iran wird immer wieder wegen der Einschränkung der Frauenrechte kritisiert. In einem Bericht von Amnesty International heißt es, dass der Iran "das Recht auf freie Meinungsäußerung, Vereinigungsfreiheit und friedliche Versammlung unterdrückt hat. Frauen und Mädchen, LGBTI-Personen sowie ethnische und religiöse Minderheiten waren systematischer Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt".
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Zeichen von Mut und Stärke
Bereits 2022 verweigerte die Männer-Nationalmannschaft die Hymne bei der Weltmeisterschaft in Katar. Damals aufgrund des Todes einer inhaftierten Iranerin, die angeblich gegen die strikte Kleiderordnung verstoßen hatte, indem sie den Hijab nicht richtig trug. Das Regime hatte daraufhin die Spieler und ihre Familien mit Folter bedroht.
Auch die iranischen Fans vor Ort positionierten sich eindeutig. Ein Block der Supporter zeigte offen die vorrevolutionäre Flagge des Irans, die bis 1979 benutzt wurde. Heute ist sie ein Zeichen des "Nationalen Widerstandsrat Iran", ein Zusammenschluss iranischer Oppositionsgruppen, die sich für eine Abschaffung des Islamitischen Regimes und die Einführung von Menschenrechten und Demokratie sowie die Gleichstellung von Frauen einsetzten.
Bild: IMAGO/Action Plus
Auf politische Nachfragen bei der Pressekonferenz antworteten Trainer und Spielerinnen nicht. "Wir sollten gerade überhaupt nicht über dieses Problem reden", sagte Cheftrainerin Jafari. Sie betonte, dass der gesamte Fokus auf dem Sportlichen liegen sollte. Der Iran verlor 0:3 gegen Südkorea.
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