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Borussia Dortmund und Sebastian Kehl gehen getrennte Wege
Aktualisiert:
von SID/ranran Fußball Bundesliga
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Paukenschlag in der Bundesliga: Sportdirektor Sebastian Kehl verlässt Borussia Dortmund.
Borussia Dortmund und Sebastian Kehl (46) gehen ab sofort überraschend getrennte Wege.
Der BVB gab die Trennung am Sonntag bekannt. Diese Entscheidung hätten die Geschäftsführung des Klubs und der bisherige Sportdirektor "in einem sehr offenen Gespräch (...) einvernehmlich" getroffen, hieß es in einer Mitteilung des Klubs.
Weil die Arbeit des 46-Jährigen oftmals kritisch gesehen wurde, kommt die Trennung nicht völlig überraschend. Wohl aber der Zeitpunkt der Demission. Zumal der Sportdirektor längst mit den Planungen für die neue Saison beschäftigt war. Auch in den zähen Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung von Nico Schlotterbeck, deren Ausgang die gesamte Ausrichtung des Klubs prägt, hatte er eine große Rolle gespielt.
Man sei zu der Überzeugung gelangt, dass im Sommer der richtige Zeitpunkt für Veränderungen gekommen sei, erklärte Geschäftsführer Lars Ricken. "Damit sich beide Seiten darauf vorbereiten können, haben wir uns einvernehmlich auf eine sofortige Beendigung von Sebastians Tätigkeit verständigt. Sebastian hat enorme Verdienste für unseren Verein und für sein großes Engagement sind wir ihm sehr dankbar."
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Der BVB spielt eine starke Bundesliga-Saison, hat aber wegen der Dominanz des FC Bayern München keine Chance auf den Titel. Im DFB-Pokal und in der Champions League ist Dortmund bereits früh ausgeschieden, insbesondere in der "Königsklasse" wurde das Team den hohen Erwartungen nicht gerecht.
Seit 2018 war Kehl vier Jahre lang Leiter der Lizenzspielerabteilung des BVB, in dieser Zeit gelang Dortmund der DFB-Pokalsieg 2021. Im Sommer 2022 übernahm der ehemalige BVB-Profi den Posten des Sportdirektors, 2024 erreichten die "Schwarz-Gelben" das Finale der Champions League.
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Sebastian Kehl: Extreme Verbundenheit zum BVB
"Borussia Dortmund hat mich mein halbes Leben begleitet und ich habe eine extreme Verbundenheit zu diesem großartigen Klub", wird Kehl in der Mitteilung zitiert. Trotzdem habe man nun gemeinsam das Gefühl entwickelt, dass es an der Zeit sei, neue Wege zu gehen, so Kehl, der als Spieler 13 Jahre in Dortmund verbracht hatte.
Zuletzt gab es Gerüchte über ein mögliches Engagement des 46-Jährigen als Sportvorstand beim Hamburger SV, ein Aufstieg beim BVB war in der Konstellation nicht möglich.
Kehl weiter: "Das Feld hier ist bestellt, ich wünsche dem Verein bei seiner Neuausrichtung nur das Allerbeste und weiterhin die größtmöglichen Erfolge. Borussia Dortmund, das unglaubliche Stadion und die Südtribüne werden immer einen festen Platz in meinem Herzen haben. Es war mir eine Ehre."
Dem BVB steht im Sommer ein Umbruch bevor. Unter anderem Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan werden den Klub verlassen, Felix Nmecha verlängerte seinen Vertrag bis 2030. Eine Entscheidung in der Causa Schlotterbeck steht weiter aus.
Wer auf Kehl folgt, ist offen. Markus Krösche, der bei Eintracht Frankfurt höchst erfolgreich arbeitet, gilt als Kandidat. "Ich bin kein Typ, der jetzt irgendwie die nächsten Schritte plant. Ich bin im Heute und Hier. Und ich bin total gerne bei Eintracht Frankfurt", sagte er am Samstagabend im "Aktuellen Sportstudio" des "ZDF". Sein Vertrag bei den Hessen läuft noch bis 2028.
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