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Bundesliga - Gladbachs "Scheißjahr": Wieder Minus und Rücktrittsforderungen
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von SIDran Fußball Bundesliga
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Videoclip • 01:58 Min
Die Negativserie geht bei Borussia Mönchengladbach auch neben dem Platz weiter. Zum fünften Mal in sechs Jahren fährt die Borussia finanzielle Verluste ein und halbiert damit das Eigenkapital im Verglich zu 2019.
Drei Spieltage vor Schluss hat die Borussia den Klassenerhalt noch nicht sicher. Dazu hat Borussia Mönchengladbach auch im Geschäftsjahr 2025 Verluste gemacht. Das Minus beim Fußball-Bundesligisten lag nach Steuern bei 3,9 Millionen Euro und bewegte sich damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (-2,4 Millionen).
Das gab Geschäftsführer Stefan Stegemann auf der Mitgliederversammlung am Montagabend bekannt. Allein bei den TV-Erträgen standen im Jahr 2025 fast 5,5 Millionen Euro weniger auf der Habenseite als noch ein Jahr zuvor. Für die Borussia war es das fünfte Minus in den vergangenen sechs Jahren, vor allem die Corona-Zeit hatte den fünfmaligen Meister getroffen.
Das Eigenkapital der Gladbacher, das 2019 noch bei 103,3 Millionen und 2024 bei 48,9 Millionen lag, beträgt aktuell 44,9 Millionen Euro. Der Umsatz stieg derweil von 184 auf 189 Millionen.
Präsident Rainer Bonhof: Es sei ein "Scheißjahr"
Gladbachs Präsident Rainer Bonhof hat deshalb kurz vor Ablauf der Saison von einem "Scheißjahr" für den fünfmaligen deutschen Meister gesprochen. "Ich hatte gedacht, wir sind stabiler, das ist leider nicht eingetreten. Wir sind alle den Leidensweg mitgegangen", sagte der Weltmeister von 1974 auf der Mitgliederversammlung mit tränenerstickter Stimme.
Bonhof und der Rest des Präsidiums sahen sich am Montag auch Rücktrittsforderungen ausgesetzt. Auf Flugblättern drückte die aktive Fanszene ihre Sorge aus. "Borussia Mönchengladbach hat keine Zeit mehr zu verschwenden, auch nicht bis zum Ende der aktuellen Präsidiumslegislatur 2027", war dort zu lesen. Unterschrieben war der Text vom FPMG Supporters Club, der Interessenvertretung für alle Fans von Borussia Mönchengladbach, und den Ultras.
Bonhof führt die Borussia seit 2024 an, Wahlen standen auf der Versammlung nicht an. "Es ist uns kein Anliegen, verdiente Vereinslegenden wie Ex-Weltmeister Bonhof hier irgendwie zu demontieren", hieß es weiter. Es bestehe aber der "Eindruck, dass wir aktuell an oberster Stelle nicht so aufgestellt sind, wie es die schwierigen Zeiten erfordern werden."
Borussia Mönchengladbach: "Wir brauchen ein paar Arschlöcher in der Mannschaft"
Viel Applaus erhielt dagegen Rouven Schröder. Der erst während der Saison geholte Sportchef kündigte für den Sommer einen Umbruch an. "Wir brauchen ein richtig gutes Transferfenster. Für mich ist ein Wort wichtig: Mut. Wir brauchen Mut zu Veränderung", sagte Schröder. Gleichzeitig sei es seine Aufgabe, die Kaderkosten zu senken, ohne an Qualität einzubüßen.
Trainer Eugen Polanski gab sich kämpferisch und blickte bereits Richtung der kommenden Saison: "Wir haben eine gute Fußball-Mannschaft, haben gute Charaktere. Aber tatsächlich fehlt mir ein bisschen die Gier auf Erfolg. Wir haben sehr liebe Charaktere, wir brauchen ein paar Arschlöcher in der Mannschaft, um Spiele zu gewinnen. Ich bin voller Tatendrang, gewisse Dinge zu ändern, so wie ich sie haben will."
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