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Bundesliga: Schiedsrichter Aytekin kritisiert Wut auf VAR - "Unschöne Entwicklung"
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von ran.deran Fußball Bundesliga
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Videoclip • 01:17 Min
Bundesliga-Schiedsrichter Deniz Aytekin ruft zu mehr Sachlichkeit im Umgang und der Bewertung des Video Assistant Referees (VAR) auf.
Fast an jedem Spieltag der Bundesliga stehen nicht nur die Spieler und Schiedsrichter im Mittelpunkt, sondern allzu oft auch der Video Assistant Referee (VAR).
Nun brach mit Deniz Aytekin einer der führenden deutschen Schiedsrichter eine Lanze für den VAR und warb für mehr Toleranz.
"Das ist eine sehr unschöne Entwicklung", sagte der ehemalige FIFA-Schiedsrichter der "Frankfurter Rundschau" über die negative Stimmung gegenüber dem VAR, "die Schwelle der Akzeptanz von Entscheidungen ist extrem angewachsen. Es wird eine nahezu hundertprozentige Trefferquote erwartet. Die aber kann auch mit Hilfe der Technik nicht geliefert werden."
Aytekin nimmt auch die Trainer in die Pflicht
Vor allem stört Aytekin, dass Fehlentscheidungen oder auch diskutable Entscheidungen im Graubereich "mit aller Vehemenz debattiert" werden. Aytekin stellt fest: "Und wenn es den VAR betrifft, rotten sich ganz gern alle zusammen und machen Stimmung – mit entsprechender Berichterstattung. Diese Dynamik entlädt sich dann entsprechend."
Daher regt der 47-Jährige "eine Kultur der sachlichen Diskussion" an und sieht dabei auch die Trainer deutlich in der Pflicht, ihren Teil beizutragen. "Es ist interessant zu beobachten, dass Trainer stets wissen lassen, junge Spieler dürften Fehler machen. Warum wird eine solche Fehlertoleranz jungen Schiedsrichtern nicht zugestanden? Warum wird da gleich die verbale Keule ausgepackt?", hinterfragt Aytekin kritisch.
Der Unparteiische liefert eine mögliche Erklärung dann auch gleich selbst: "Je größer der Druck und die emotionale Belastung zu spüren sind, desto mehr wird jemand gesucht, auf den dieser Druck abgeschoben werden kann. Da sind wir das schwächste Glied."
Insgesamt hofft Aytekin künftig vor allem auf Respekt und Verständnis für Schiedsrichter und VAR: "Ich würde etwas mehr Reflexion darüber, wie viele komplexe Situationen vernünftig aufgelöst werden, sehr begrüßen.“
Der erfahrene Unparteiische Aytekin kündigte bereits vor einiger Zeit an, dass er seine aktive Karriere nach der Saison 2025/26 beenden werde. In der laufenden Saison leitete er bereits acht Bundesliga- und zwei Zweitliga-Begegnungen.
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