Bundesliga
Hamburger SV: Der HSV ist eine Bereicherung für die Bundesliga - aber die echte Herausforderung kommt jetzt – ein Kommentar
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von Martin Volkmar:newstime
Fußball-Weltmeister stürzt nach Karriereende in tiefe Krise
Videoclip • 01:10 Min • Ab 12
Der Hamburger SV hat sich eindrucksvoll im Oberhaus zurückgemeldet. Doch so berechtigt die momentane Hochstimmung ist, so schwer wird die Aufgabe, auch im nächsten Jahr erstligareif zu bleiben.
Besser als der Hamburger SV kann man einen Jahrestag eigentlich nicht begehen.
Am 10. Mai 2025 feierte der Traditionsverein nach sieben harten Zweitliga-Jahren durch ein 6:1 gegen Ulm im Volksparkstadion endlich die langersehnte Rückkehr in die Bundesliga.
Und genau ein Jahr später feierte der HSV an derselben Stelle mit seinen treuen Fans am vergangenen Sonntag den vorzeitigen Klassenerhalt – passend mit einem verdienten 3:2-Heimsieg gegen Europa-League-Finalist SC Freiburg.
Kein Wunder, dass die Stimmung in der Arena herausragend war und die Mannschaft lange nach Abpfiff noch bejubelt wurde – was allerdings auch keine Ausnahme war.
Wobei ohnehin kaum jemand widersprechen wird, dass ein Klub wie der HSV mit seiner Geschichte und seiner Power in die Bundesliga gehört.
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Hamburger SV: Alle Heimspiele ausverkauft
Trainer Merlin Polzin bedankte sich daher auch explizit bei den Anhängern für die bemerkenswerte Unterstützung über die gesamte Saison hinweg.
Alle 17 Heimspiele waren mit 56.947 Zuschauern ausverkauft, das ist in der Bundesliga sonst nur Meister FC Bayern gelungen. Und lediglich vier Klubs hatten aufgrund der größeren Stadionkapazitäten mehr Besucher.
Neben den Zahlen ist aber auch die Atmosphäre mindestens erstklassig, nach Ansicht von Experten ist der enorme Support des Teams von allen Tribünenseiten nur mit der Begeisterung in Dortmund zu vergleichen.
Wobei ohnehin kaum jemand widersprechen wird, dass ein Klub wie der HSV mit seiner Geschichte und seiner Strahlkraft in die Bundesliga gehört.
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Bis zu 18 HSV-Spieler könnten gehen
Tradition allein reicht aber nicht, sondern entscheidend ist auf dem Platz. Umso größer ist die Zufriedenheit in der Hansestadt, dass sich der HSV aktuell als Tabellenelfer und mit elf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz so vergleichsweise souverän aus der Abstiegszone befreit hat.
Zumal es zu Saisonbeginn und nach einer relativ erfolglosen Vorbereitung große Zweifel gab, ob der radikale Umbau des Teams mit der Trennung von Aufstiegshelden wie Davie Selke oder Sebastian Schonlau der richtige Schritt war.
Doch dieser sportliche Neustart war genau die richtige Weichenstellung, um auch im Oberhaus mithalten zu können. Maßgeblich verantwortlich für die Generalüberholung der Mannschaft war der damalige Sportvorstand Stefan Kuntz.
Und genau dessen Expertise wird nun fehlen, wenn die Hanseaten erneut vor einem großen Umbruch stehen. Laut lokaler Medien könnten zwischen zwölf und 18 (!) Spieler den Klub verlassen, darunter der schon jetzt schmerzlich vermisste Topspieler der Saison, Verteidiger Luka Vuskovic.
HSV-Herausforderung kommt erst jetzt
Viel Arbeit wartet also auf Sportdirektor Claus Costa und die Kuntz-Nachfolgerin Kathleen Krüger, die allerdings keinerlei Erfahrung auf dem Transfermarkt mitbringt.
So berechtigt also die momentane Hochstimmung an der Elbe ist, so schwer wird ab sofort die Aufgabe, Trainer Polzin auch in der bekanntlich für einen Aufsteiger immer viel schwierigeren zweiten Saison einen bundesligatauglichen Kader zur Verfügung zu stellen.
Die echte Herausforderung für den HSV und seine Bosse kommt erst jetzt.
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