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Relegation live in SAT.1 und auf Joyn

Relegation: VfL Wolfsburg vs. SC Paderborn - Dieter Hecking im ran-Interview: "Ich brauche dieses Adrenalin"

Aktualisiert:

von ran

ran Fußball Bundesliga

Dieter Hecking vor Relegations-Spielen: "Ich brauche den Druck!"

Videoclip • 01:26 Min


Der VfL Wolfsburg muss nach einer holprigen Saison die Extra-Runde in der Relegation gegen den SC Paderborn drehen. Vor dem Hinspiel (heute ab 19:50 Uhr live in Sat.1 und auf Joyn) erklärt VfL-Trainer Dieter Hecking seine Herangehensweise im ran-Interview.

Vor dem Relegations-Hinspiel zwischen dem VfL Wolfsburg und dem SC Paderborn (ab 19:50 Uhr live in Sat.1 und im Livestream auf Joyn) ist die Anspannung in der Autostadt groß.

Mit einem 3:1-Sieg beim FC St. Pauli retteten sich die "Wölfe" am letzten Bundesliga-Spieltag noch in die Relegation.

Gerade einmal drei Zweitligisten konnten sich seit 2009 in den Aufstiegsspielen durchsetzen, weshalb die Favoritenrolle klar beim VfL liegt.

Wie die Mannschaft mit dem vermeintlichen Druck umgeht, erklärt Wolfsburg-Trainer Dieter Hecking im ran-Interview.

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Dieter Hecking: "Du brauchst diese Anspannung ..."

ran: Herr Hecking, wie ist die Lage beim VfL gerade? Beschreiben Sie, wie es der Mannschaft in dieser schwierigen Situation geht.

Dieter Hecking: Ach, sie ist gar nicht so schwierig. Man darf sich nicht einreden, dass sie schwierig ist. Wir kommen aus einer ganz schwierigen Situation. Es hätte nämlich alles vorbei sein können, wenn wir auf St. Pauli verloren hätten. Wir haben uns diese beiden Spiele verdient, weil wir in den letzten Wochen sehr gut und sehr viel investiert haben. Wir haben diese Relegationsspiele gewonnen und wir haben jetzt die Chance, den Verbleib in der Bundesliga zu gewinnen - und darauf haben wir hingearbeitet. Jetzt haben wir diese beiden Spiele und wollen sie natürlich auch dementsprechend bespielen.

ran: Wie gehen Sie dabei mit dem "Abstiegs"-Druck um?

Hecking: Ich glaube, es ist ganz normal, dass du den Druck spürst. Immer wenn es um etwas geht, ob es ein Finale ist, ob du um die Meisterschaft spielst, international spielst oder im Abstiegskampf. Der ist noch mal ein bisschen brutaler, weil du weißt, dass für die Mitarbeiter, für den gesamten Verein, aber auch für die Spieler und den Trainer sehr viel auf dem Spiel steht. Trotzdem musst du diese Anspannung spüren. Wenn es mir egal wäre, wäre ich der Falsche für die Situation. Mir ist es nicht egal und ich brauche das auch. Ich brauche dieses Adrenalin in mir. Ich weiß aber auch, dass vor dem Spiel die Phase kommen werde, wo ich runterdampfe und mich in die Verfassung bringe, wo ich sage: Jetzt brauchst du einen klaren Kopf und keine Emotionen mehr.

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Dieter Hecking über Christian Eriksen: "Er ist total geerdet"

ran: Welche Rolle spielt Christian Eriksen bei dem Ganzen? Ein erfahrener Spieler wie er hat alles erlebt, auf hohem Niveau gespielt und kam hier mit großen Vorschusslorbeeren an. Welche Rolle spielt er für Sie?

Hecking: Vor zwei, drei Wochen hat er ein Interview gegeben und hat gesagt, dass wenn wir den Klassenerhalt schaffen, ist das für ihn genauso hoch zu bewerten wie eine Meisterschaft. Und das sagt ja eigentlich über diesen Spieler alles aus. Er ist total geerdet, er weiß, was wichtig ist. Er ist keiner, der ein großes Tamtam um seine Person macht. Er versucht es in seiner unnachahmlichen Art, mit seiner Erfahrung, mit seiner Aura und will so mit dieser Mannschaft erfolgreich Fußball spielen. Und deshalb ist er für mich ein ganz, ganz wichtiger Spieler in der Mannschaft.

ran: Fußballerische Qualität und Marktwerte haben Sie auf der Pressekonferenz vor dem Spiel als nicht wichtig bezeichnet. Was meinen Sie damit konkret auf das Spiel bezogen?

Hecking: Ja habe ich, denn darauf wird es nicht ankommen. Erstmal: Marktwerte ist eine Spielerei für mich wie Krypto-Währung. Da gebe ich eh nicht viel drauf. Fußballerisches Können? Ja, natürlich haben wir gute Spieler. Aber auch gute Spieler können in Drucksituationen Fehler machen. Wir müssen die Fehler minimieren. Fehler können und dürfen als Spieler passieren, aber du darfst deshalb nicht verunsichert sein. Es werden in beiden Spielen Fehler passieren. Wir müssen weniger machen als der Gegner, und das wird die Aufgabe sein. Die Dynamik eines solchen Spiels anzunehmen, das wird die Aufgabe sein.

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Dieter Hecking über Paderborn: "Nicht zu Unrecht Dritter geworden"

ran: Auf der Pressekonferenz haben Sie sich beschwert, dass keiner der anwesenden Reporter eine Frage zu Paderborn stellt. Wie gehen Sie es denn gegen Paderborn an? Die Relegations-Spiele der vergangenen Jahre haben gezeigt, wie knapp diese Spiele werden können ...

Hecking: Es gab die letzten Jahre kaum Relegationsspiele, bei denen die Ergebnisse richtig klar waren. Selbst der VfL Bochum, die das Hinspiel gegen Fortuna Düsseldorf mit 0:3 verloren haben, dreht es im Rückspiel. Paderborn ist eine Mannschaft, die nicht zu Unrecht Dritter geworden ist. Der Trainer (Ralf Kettemann, Amn. d. Red.) hat für diese Mannschaft einen guten fußballerischen Ansatz gefunden und stellt damit viele Gegner vor Aufgaben. Er wird auch uns vor Aufgaben stellen, wie wir es defensiv lösen können. Umso wichtiger wird sein, dass wir erstmal defensiv die Basics abrufen. Wenn wir das schaffen, dann glaube ich schon, dass wir auch im Ballbesitz Lösungen haben werden, um Paderborn weh zu tun. Da haben sie die eine oder andere Schwachstelle, die wir natürlich auch gesehen haben. Aber noch mal: In diesen beiden Spielen kommt es weniger darauf an, was man vorher analysiert, sondern es kommt darauf an, wer es schafft, seinen Plan am besten umzusetzen.

ran: Wir haben uns in der Stadt umgehört und seitdem Sie wieder hier sind, ist das VfL-Umfeld wieder zuversichtlicher und spürt ein bisschen mehr die Verbindung zum Team. Wie gehen Sie damit um? Also, was macht das mit Ihnen? Sie würden ja durchaus gern hier bleiben.

Hecking: Wir hatten besonders nach dem Hamburg-Spiel eine schwierige Phase. Die Reaktion im Stadion hat noch jeder vor Augen, wo wirklich alle gesagt haben, da geht gar nichts mehr. Und jetzt haben wir die Zuversicht zurückgebracht. Wir waren in der Bringschuld als Mannschaft, wir brauchten erstmal gute Leistungen, dass der Fan auch wieder an uns glaubt, dass er die Zuversicht auch wieder spürt: 'Mensch, es lohnt sich doch, den VfL Wolfsburg jetzt zu unterstützen.' Ich hoffe, dass das Stadion hier beben wird, dass sie uns, auch wenn es mal nicht so gut läuft, unterstützen werden. Ich glaube, wir wollen alle, dass wir in der Liga bleiben. Und das wird auch wichtig sein, diese Unterstützung von außen zu spüren. Und was macht das mit mir? Wer mich kennt, weiß, dass ich immer sehr, sehr offen bin in der Kommunikation, dass ich die Dinge klar und realistisch anspreche, und genauso hat man mich jetzt auch wieder kennengelernt. Ich glaube, das ist immer noch der beste Weg, realistisch und wahrheitsgemäß auf Fragen zu antworten, um auch klar zu sagen und zu benennen, was fehlt und was nicht fehlt.

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