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Champions League: Rette uns gegen Arsenal vor dem England-GAU, PSG! - Kommentar
Aktualisiert:
von Leopold Grünwaldran Fußball
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Bei einem Sieg des FC Arsenal im Champions-League-Finale hätten englische Teams alle drei Europapokal-Wettbewerbe der Saison gewonnen. Eine drohende Katastrophe für Fußball-Europa, die ausgerechnet Paris Saint-Germain zur Brandmauer für den Kontinent macht. Ein Kommentar.
Es wäre ein Super-GAU für Fußball-Europa, was dem Kontinent da am Samstagabend ab 18 Uhr in Budapest droht.
Denn nach den Siegen von Aston Villa im Europa-League-Finale (3:0 gegen den SC Freiburg) und Crystal Palace im Endspiel der Conference League (1:0 gegen Rayo Vallecano) könnte mit dem FC Arsenal ein weiterer englischer Verein die Champions League gewinnen.
Drei europäische Pokal-Wettbewerbe und dreimal kommt der Sieger aus der Premier League? Viel schlimmer könnte es wohl kaum kommen. Nicht nur, weil sich das Inselvolk mit dem Austritt aus der EU politisch ins Abseits gestellt hat.
Sondern, auch weil die Fans des englischen Oberhauses zur chronischen Selbstüberschätzung neigen. Für die Anhänger des Premier-League-Kults gibt es nichts Besseres als das, was Vereine wie Nottingham oder Leeds Woche für Woche auf den Rasen "zaubern".
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CL-Abschneiden als bestes Argument gegen England-Arien
Man überschlägt sich vor Begeisterung, wenn Tottenham sich trotz irrsinniger Transfer-Ausgaben erst am letzten Spieltag der Saison vor dem Abstieg rettet. Man bewundert die Emotionen im "Mutterland des Fußballs", obwohl Stehtribünen und Fan-Kultur seit Jahrzehnten aus den Stadien verbannt sind und Tickets für den "normalen" Fan eigentlich nur noch mit dem Verkauf einer Niere finanzierbar sind.
Doch solche Umstände halten die England-Apostel nicht davon ab, "ihre" Liga in den Himmel zu loben. Zu groß ist die Anziehungskraft der Summen, die die Teams dank der lukrativen TV-Deals ausgeben können. Klar, was will man auch mehr?
Nun droht bei einem Triumph von Arsenal am Samstag die Lautstärke des Kanons der Premier-League-Lobpreisungen von ohrenbetäubend zu gehörschädigend anzusteigen. Schließlich ist das Abschneiden der englischen Klubs in der Königsklasse das beste Argument, um die Jubelarien im Keim zu ersticken, nachdem sich über Geschmack nicht streiten lässt. Es kann auf dem europäischen Festland wirklich niemand wollen, dass diese schlagkräftige Waffe in tausend Teile zerbricht.
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PSG als Brandmauer gegen englische Selbstbeweihräucherung
Das macht Paris Saint-Germain zu einer Brandmauer gegen den Schwall an englischer Selbstbeweihräucherung, der zwangsläufig auf einen Gunners-Sieg folgen würde.
Ausgerechnet PSG. Ein Verein, der den Menschenrechtsfreunden aus Katar gehört. Ein Klub, der seit der Übernahme durch die Araber vor 15 Jahren rund zwei Milliarden Euro nur für Spielerkäufe ausgegeben hat. Ein Sinnbild für den Kommerz im modernen Fußball. Abkehr vom Superstar-Wahn der Neymar-Ära hin oder her.
Und trotzdem bleibt eine Titelverteidigung der Franzosen das kleinere Übel. Wirkt eine weitere europäische Krone für Paris doch wie eine Mücke, die einen während einer heißen Sommernacht im Schlafzimmer nervt, gegenüber einem Premier-League-Fan mit Oberwasser, der eher wie ein Hornissennest unter dem Kopfkissen daherkommt.
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