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Champions League

Champions League: Schiedsrichter-Legende Urs Meier äußert sich zum Handelfmeter gegen den FC Bayern

Veröffentlicht:

von Tobias Wiltschek

ran Fußball

FC Bayern - Joshua Kimmich trotzt Ergebnis: "Keine Niederlage"

Videoclip • 05:58 Min


Die Schiedsrichter-Legende aus der Schweiz kommt zu dem Schluss, dass der Handelfmeter zu vertreten ist. Entscheidend dabei sei eine Bewegung von Alphonso Davies.

Es lief bereits die Nachspielzeit der ersten Hälfte im Champions-League-Halbfinale in Paris, als es zu DER Aufreger-Szene des gesamten Hinspiels kam.

Bayerns Abwehrspieler Alphonso Davies bekommt nach einer Flanke von Ousmane Dembele den Ball aus kurzer Distanz an die Hand.

Schiedsrichter Sandro Schärer lässt zunächst weiterspielen, wird dann aber vom VAR in die Review-Area gebeten und gibt nach Ansicht der Bilder dann doch Elfmeter für PSG.

Eine knifflige Entscheidung. Das betont auch Schärers Schweizer Landsmann Urs Meier.  "Der Schuss kommt aus naher Entfernung und geht vorher noch an den Körper und dann an die Hand. Das sind eigentlich Kriterien für ein Nicht-Handspiel, mal ganz grundsätzlich", sagt die Schiedsrichter-Legende bei ran.

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Meier: "Ich kann den Entscheid mit diesen Bildern nachvollziehen"

Dann aber lässt der das große ABER folgen: "Warum hat er auf Elfmeter entschieden? Ich kann mir nur vorstellen, dass es die Bewegung war, die der Spieler dann schlussendlich gemacht hat."

Davies nehme die Arme hinter den Körper, so Meier weiter, "er weiß genau, was gleich passiert. Er weiß, es kommt ein Schuss und es wird gefährlich, wenn er irgendwie an die Hand geht."

Jetzt aber kommt für Meier die entscheidende Bewegung des Kanadiers: "Anstatt er aber die Arme hinter dem Körper lässt, nimmt er sie nach vorne in dem Moment, wo der Schuss kommt. Das ergibt keinen Sinn. Das ist wahrscheinlich das Kriterium gewesen, warum Sandro Schärer dann auf Elfmeter entschieden hat."

Der 67-Jährige argumentiert weiter: "Wenn das das Kriterium ist, müsste man auf Elfmeter entscheiden. Ich kann den Entscheid mit diesen Bildern nachvollziehen. Es sieht einfach komisch aus, dass er mit dem Arm genau in dem Moment nach vorne geht. Diese Bewegung ist einfach nicht natürlich."

Dass Davies kurz vor dem Handspiel noch einen Schritt nach vorn macht, ist für Meier bei der finalen Beurteilung dieser Szene letztendlich nicht entscheidend.

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Gräfe sieht "natürliche Position" des Arms von Davies

Anders beurteilt Manuel Gräfe die Situation, der keinen Strafstoß gegeben hätte. "Man sieht, dass der Arm vorher schon mit der Schrittbewegung rausgeht, was eher natürlich ist und dann schon in der Position ist", schreibt der deutsche Ex-Schiedsrichter in der "Bild". "Danach wird die Flanke erst geschlagen, trifft dann die Hüfte und wird dann erst abgelenkt in eine schon länger vorhandene, natürliche Position."

Auch für Christoph Kramer war es "kein Elfmeter". Der frühere Nationalspieler ließ seinem Ärger über die Entscheidung schon in der Halbzeitpause des Spiels freien Lauf.

Seine These: Die hochauflösende Super-Zeitlupe führe zu verzerrten Wahrnehmungen. In diesem Fall würde das Handspiel von Davies in nicht mehr natürlicher Weise dargestellt.

Urs Meier leitete in seiner Karriere fünf Halbfinalspiele in der Champions League

Bild: IMAGO/Langer


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Kramer ärgert sich über Super-Slow-Mo

"Das ist wieder die Super-Slow-Mo, weil der Arm so wegflattert. In der Normalen ist es das nicht. Es ist wieder das Schlimmste im Fußball, das sind die Super-Slow-Mos. Da sieht alles so viel schlimmer aus. Und da flattert die Hand so acht Sekunden weg", echauffierte sich Kramer bei "Amazon Prime Video".

Schiedsrichter-Experte Lutz Wagner indes konnte Schärers Entscheidung nachvollziehen und stützte damit auch Meiers These. "Mit den Bildern von der gegenüberliegenden Seite sieht man, dass der Arm zuerst nicht in der Flugbahn des Balles ist. Er ist sogar hinter dem Rücken verschränkt. Dann geht der linke Arm raus und vergrößert damit die Abwehrfläche", erläuterte Wagner.

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