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FC Bayern: Droht Fan-Ausschluss gegen Paris Saint-Germain? Das sagt Bayern-Boss Christoph Freund

Aktualisiert:

von Tobias Wiltschek

ran Fußball

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Videoclip • 01:49 Min


Das Rückspiel im Viertelfinale der Champions League gegen Real Madrid (4:3) könnte für den FC Bayern München ein böses Nachspiel haben. Sportdirektor Christoph Freund äußert sich zur Möglichkeit eines Fan-Ausschlusses im Halbfinale gegen Paris Saint-Germain.

Für den FC Bayern München könnte der Innenraumsturm einiger Fans in der Allianz Arena ein böses Nachspiel haben: Gegen Ende des Champions-League-Duells mit Real Madrid wurden mehrere Journalisten verletzt.

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat ein Disziplinarverfahren gegen den deutschen Meister eingeleitet, insgesamt geht es im Zusammenhang mit der Partie gleich um mehrere Vorwürfe.

Der "kicker" nannte bereits die Möglichkeit, das im schlimmsten Fall sogar ein Fan-Ausschluss für das Halbfiinal-Rückspiel gegen Paris Saint-Germain drohen könnte.

Bei der Pressekonferenz der Bayern vor dem Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart drückte Sportdirektor Christoph Freund sein Bedauern über die Vorfälle aus. "Dass Journalisten verletzt worden sind, tut uns sehr leid. Wir sind mit den Journalisten und den Gremien im Austausch", sagte Freund. "Am Ende waren es sehr viele Emotionen, auch Chaos."

Auf Nachfrage betonte der Österreicher aber auch, dass die Sorge vor einer drakonischen Strafe durch der UEFA "nicht groß" sei. Denn "der Austausch mit der UEFA ist gut und eng, über die gesamte Saison" sagte Freund und verwies auf den guten Ruf der Allianz Arena: "Es war eine extreme Situation, aber die UEFA weiß, dass es eines der sichersten Stadien ist."

Deshalb gehe er davon aus, "dass wir mit einem vollen Stadion gegen Paris ein Fußballfest feiern können".

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Mehrere Medienvertreter wurden verletzt

Nach dem 4:3-Siegtreffer der Münchner im Viertelfinal-Rückspiel durch Michael Olise (90.+4) waren Fans an die Werbebanden vor der Südkurve gedrängt und hatten mit den Profis gejubelt.

Dabei überrannten sie mehrere der dort postierte Fotografen. Einem Polizei-Bericht zufolge wurden dabei mindestens zwei Frauen und zwei Männer unter den Medienvertretern verletzt. Die Fan-Dachorganisation Club Nr. 12 bat später wegen der Vorfälle um Entschuldigung.

Die UEFA wirft dem FC Bayern angesichts der Vorfälle "Störung durch Zuschauer" vor, hinzu kommen "Blockierung öffentlicher Wege", das "Werfen von Gegenständen" und die "Übermittlung einer für eine Sportveranstaltung ungeeigneten Botschaft (Anti-UEFA-Banner)".

Journalisten-Verband fordert Aufklärung

Aus den Reihen der Journalisten kommt indes die Forderung nach lückenloser Aufklärung der Vorfälle. "Wir werden ein Schreiben an den FC Bayern als Stadion-Betreiber und die UEFA als Veranstalter des Spiels richten, bei dem es zur Verletzung mehrerer Fotografen kam", kündigte Kevin Voigt in der "Bild" an.

Der Vizepräsident des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) forderte, dass "das Geschehene im Sinne der Betroffenen und allen weiteren Journalisten nicht einfach abgehakt werden" dürfe, auch wenn es "inzwischen allen wieder den Umständen entsprechend gut geht", wie er sagt: "Denn es hätte mit etwas Pech auch viel Schlimmeres passieren können.“

FC Bayern: Fans wurden diese Saison bereits ausgesperrt

Die Südkurve hatte im Verlauf des Wettbewerbs schon einmal Schlagzeilen gemacht. Nach dem wiederholten Einsatz von Pyrotechnik wurde sie von der UEFA im Dezember 2025 teilweise gesperrt und eine zwei Jahre gültige Bewährungsauflage ausgesprochen.

Die Bayern entschieden sich daraufhin aus organisatorischen Gründen, die Plätze im Heimspiel gegen Union Saint-Gilloise im Januar vollständig unbesetzt zu lassen. Nun gab es erneut Ärger und ob die Ränge ausgerechnet im wichtigen Duell mit PSG teilweise leer bleiben, ist noch offen.

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