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Kommentar

FC Bayern München: Moment gegen Real Madrid ist gekommen! Wenn nicht jetzt, wann dann? - Kommentar

Aktualisiert:

von Carolin Blüchel

ran Fußball Bundesliga

Tom Bischof und Lennart Karl: Diese Frauen lieben Bayern-Youngster!

Videoclip • 01:30 Min


Der FC Bayern München trifft im Viertelfinale der Champions League auf Real Madrid und selten war die Rollenverteilung vor einem so klar. Bayern kommt als formstärkste Mannschaft Europas, Real als wankender Gigant unter Druck. Die Chance, ein jahrelanges Trauma zu beenden, war nie größer.

Böse Zungen würden sagen, aus der "Bestia Negra" ist in den vergangenen 14 Jahren fast ein Schmusekätzchen geworden. Vier K.o.-Duelle in der Champions League seit 2012, viermal schied der FC Bayern gegen Real Madrid aus. Ein Makel, der sich eingebrannt hat.

Wenn die Münchner dieses Kapitel beenden wollen, dann jetzt im Viertelfinale (Hinspiel am Dienstag um 21 Uhr im Liveticker). Der Rekordmeister spielt eine Saison, die in ihrer Dominanz fast historisch ist: zwei Niederlagen insgesamt. Seit dem Augsburg-Ausrutscher 13 Pflichtspiele ungeschlagen. In der Bundesliga neun Punkte Vorsprung. 100:27 Tore – eine absurde Bilanz, die selbst den Uraltrekord aus der Saison 1971/72 (101 Tore) ins Wanken bringt.

Harry Kane (48 Tore, 5 Assists) trifft in einer Selbstverständlichkeit, die Gegner zermürbt. Michael Olise (16 Tore, 28 Assists) und Luis Diaz (22 Tore, 18 Assists) stehen ihm in nichts nach. Diese Offensive ist eine Naturgewalt.

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FC Bayern strotzt vor Selbstvertrauen

Hinzukommt: Es läuft auch, wenn es nicht läuft. In Freiburg hechelte die Bayern am Wochenende einem 0:2 hinterher, taten sich lange schwer und drehten das Spiel am Ende trotzdem.

Nicht mit den üblichen Protagonisten, sondern mit der zweiten Reihe. In der Nachspielzeit. Lennart Karl traf. Tom Bischof erstmals auch – und dann gleich doppelt.

Schon wieder eine neue Option, wenn’s ums Toreschießen geht. Das ist kein Zufall. Das ist gewachsenes Selbstvertrauen.

Real Madrid verpatzt Generalprobe

Und Real? Zeigt aktuell das Gegenbild. Ja, die Siege gegen Manchester City im Champions-League-Achtelfinale waren eindrucksvoll. Aber City ist derzeit nicht die Übermannschaft früherer Jahre.

In La Liga fehlt Real die Konstanz. Sieben Punkte Rückstand auf Barcelona. Und eine versemmelte Generalprobe.

Während die Bayern in Freiburg spät zurückkamen, passierte den Königlichen gegen Abstiegskandidat Mallorca das Gegenteil: Niederlage in der Nachspielzeit. Das Momentum liegt derzeit nicht in Madrid.

Real-Trainer Arbeloa schon wieder angezählt

Auch auf der Trainerbank nicht. Alvaro Arbeloa ist als Alonso-Nachfolger erst seit Januar im Amt. Seine Mannschaft wirkt noch im Suchprozess und er selbst angeschlagen. Pokal-Aus gegen Albacete, wechselhafte Leistungen und inzwischen auch schon Diskussionen um Auswechslungen.

So zerlegte die komplette spanische Presse Arbeloas Entscheidung, Arda Güler gegen Mallorca frühzeitig vom Feld zu nehmen. Der Trainer gab sich reumütig.

Dem gegenüber steht Vincent Kompany, der aus dem FC Bayern nach einer Trainer-Odyssee endlich wieder eine funktionierende Einheit geformt hat. Unabhängig davon, wer auf dem Platz steht.

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FC Bayern mit breiter Brust - Real Madrid klingt verzweifelt

Wer noch einen letzten Beweis braucht, wer hier als Favorit und wer als Underdog in dieses Duell geht, muss nur genau hinhören.

"Wir haben das gerade schon in der Kabine gesagt: Wenn wir Vollgas geben, können wir jeden Gegner schlagen", kündigte Karl nach dem Freiburg-Sieg mit Blick auf das Viertelfinal-Hinspiel an.

"Meine Spieler müssen an ihre Fähigkeit glauben, das Spiel gewinnen zu können", appelliert Arbeloa dagegen fast schon verzweifelt. Schließlich ist die Königsklasse die letzte verbliebene Titelchance in dieser Saison. Doch so spricht kein Trainer, der sein Team im Vollbesitz seiner Stärke sieht.

FC Bayern: Kimmich rechnet mit Kane-Einsatz

Auch personell verschiebt sich die Balance. Mit Thibaut Courtois (verletzt) und Federico Valverde (gesperrt) fehlen Madrid zwei zentrale Stützen.

Bei den Bayern dreht sich alles um eine Frage: Spielt Kane? Joshua Kimmich geht zumindest davon aus, notfalls "sogar im Rollstuhl". So sehr brennt das Feuer. Bayerns Taktgeber hat derweil selbst noch eine offene Rechnung. Im Bernabeu hat er noch nie gewonnen.

All das zeichnet ein Bild, das es so lange nicht gab: Bayern ist bereit wie nie, Real verwundbar wie lange nicht.

Das garantiert nichts. Aber wenn die "Bestia Negra" wiederauferstehen soll, dann ist jetzt wohl der perfekte Moment.

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