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Nadine Keßler - von der UEFA in die Merz-Regierung: Wer ist die ehemalige DFB-Starspielerin?

Veröffentlicht:

von Anne Malin/SID

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Videoclip • 01:27 Min


Nadine Keßler soll wohl von Friedrich Merz in die deutsche Bundesregierung berufen werden. Wer ist die ehemalige Weltfußballerin?

Laut einem Bericht des "Handelsblatts" soll Bundeskanzler Friedrich Merz die ehemalige deutsche Nationalspielerin Nadine Keßler in das Bundeskabinett berufen haben.

Die aktuelle UEFA-Funktionärin soll auf Christiane Schenderlein als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt folgen. CDU-Politikerin Schenderlein wechselt nach Spahns Rücktritt im Rahmen der Neubesetzungen von Carsten Linnemann in das Bundesgesundheitsministerium.

Offiziell erklärte Merz nur, dass die Nachfolge "zeitnah und zügig" geklärt werde, die Nachfolge von Schenderlein ist noch nicht offiziell bestätigt. Merz und die UEFA lehnten bis jetzt ab, diesen Medienbericht zu kommentieren.

Nadine Keßlers erfolgreiche Fußball-Karriere

Heute leitet Keßler die Abteilung für Frauenfußball, sie ist Beraterin und Botschafterin für die Entwicklung des Frauenfußballs bei der UEFA.

Doch vor ihrer Karriere als Fußballfunktionärin war Keßler eine erfolgreiche Fußballspielerin. Ab 2004 spielte sie beim damaligen Bundesligaabsteiger 1. FC Saarbrücken. In den Folgejahren 2006 und 2007 wurde die Mittelfeldspielerin jeweils Torschützenkönigin der 2. Bundesliga Süd und stieg bis 2009 zwei Mal mit den Saarländern in die Bundesliga auf.

Danach wechselte sie zum 1. FFC Turbine Potsdam, wo sie ihre ersten großen Erfolge feierte: zwei deutsche Meisterschaften und eine UEFA Women’s Champions League. Zur Saison 2011/2012 wechselte sie dann ablösefrei zum VfL Wolfsburg, wo Keßler fast alles gewann, was im Fußball eben so gewonnen werden kann.

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Neben Cristiano Ronaldo: Keßler wurde Weltfußballerin

Die Mittelfeldspielerin holte zwei weitere deutsche Meisterschaften, zwei DFB-Pokale, zwei Champions-League-Titel, wurde 2014 zu Europas Fußballerin des Jahres gekrönt und im Januar 2015 folgte die Auszeichnung als Weltfußballerin des Jahres, gleichzeitig mit Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo.

Zudem gewann sie 2013 mit der deutschen Nationalmannschaft die Europameisterschaft. Früh in ihrer Karriere hatte sie bereits zwei U19-EM-Titel gewonnen.

Bild: imago/Sven Simon


Nadine Keßlers tragische DFB-Karriere: Rücktritt nach Verletzung

Zur Weltmeisterschaft 2015 konnte sie aufgrund einer Operation am Knie nicht nach Kanada mitreisen. Keßlers Knieprobleme verfolgten sie bereits ihre gesamte Karriere. Die OP war der neunte Angriff in weniger als zehn Jahren. Schon während ihrer Zeit beim 1. FC Saarbrücken hatte sie sich eine Knorpelabsplitterung hinter der Kniescheibe zugezogen.

Rund ein Jahr nach der ausgefallenen WM beendete Keßler im Alter von 28 Jahren frühzeitig ihre Karriere aufgrund anhaltender Knieprobleme.

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UEFA-Karriere nach der Zeit als aktive Spielerin

Auf das Leben danach hatte sich die einstige Mittelfeldstrategin, die sich mal als "Alles-oder-nichts-Typ" bezeichnete, jedoch längst vorbereitet: Sie absolvierte die Grundausbildung bei der Bundeswehr, studierte Fitnessökonomie und arbeitete in einer Agentur für Kommunikationsdesign und

Nur wenige Monate, nachdem Keßler ihre Fußballschuhe an den Nagel gehängt hatte, wurde die Deutsche UEFA-Botschafterin für die Entwicklung des Frauenfußballs. Ein Jahr später wurde sie ebenfalls zur Beraterin zur Überwachung der Entwicklung des Frauenfußballs bei der UEFA ernannt.

Keßler war auch bei DFB-Männermannschaft im Gespräch

2023 war sie beim Deutschen Fußball-Bund als Nachfolgerin von Oliver Bierhoff als Sport-Geschäftsführerin im Gespräch, blieb aber bei ihrem europäischen Arbeitgeber. Sie wolle ihre Rolle bei der UEFA "mit ganzem Herzen weiterführen", sagte sie damals.

Bereits während ihrer Zeit als Profisportlerin stand die Europameisterin in Verbindung mit der Politik. 2009 sandte die SPD die damalige U20-Fußballnationalspielerin als Mitglied in die Bundesversammlung. Dort hatte sie an der Wahl des Bundespräsidenten teilgenommen. Es ist für prominente Persönlichkeiten allerdings nicht ungewöhnlich, an dieser Wahl teilzunehmen.

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Staatsministerin für Sport und Ehrenamt unter Merz: Was wären Keßlers Aufgaben?

Die Aufgaben und Verpflichtungen für eine Staatsministerin für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt sind breit gefächert. Der Bund selbst erklärt das Aufgabenspektrum der Sportpolitik als "Förderung eines wertebasierten Spitzensports und internationaler Sportgroßveranstaltungen. Dies umfasst auch den Sport von Menschen mit Behinderung." Die Kernverantwortung in Bezug auf Ehrenamt soll die "Anerkennung, Förderung und Stärkung dieses Engagements" sein.

"Ich konnte in meiner 14-monatigen Amtszeit [...] die zentralen Vorhaben des Koalitionsvertrages umsetzen. Herzstück war dabei die Reform der Spitzensportförderung, die nach über zehn Jahren öffentlicher Debatte erfolgreich zum Abschluss gebracht wurde. Mein Vorschlag für ein Sportfördergesetz wurde in der letzten Sitzungswoche mit großer Mehrheit vom Bundestag verabschiedet", erklärte die vorige Amtsinhaberin Schenderlein.

Sie erwähnte auch den Olympia-Bewerbungsprozess und das Zentrum für Safe Sport.

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